Mimi Blaupo und seine Abenteuer: Lesung im Kindergarten der Johanniter

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Mimi Blaupo und seine Abenteuer: Lesung im Kindergarten der Johanniter (c) by Johanniter

Schwandorf. Im Kindergarten der Johanniter in Schwandorf waren die Kinder am Mittwoch vormittag schon ganz aufgeregt. Schließlich hatte sich ungewöhnlicher Besuch angekündigt. Herr Karl, ein guter Freund des Zupfelzwergs Mimi Blaupo wollte erzählen, wie es bei Mimi´s Geburtstagsfeier war.

Michael Wagener und Stephan Karl, beide ausgebildete Sprachtherapeuten und Produzenten der Hörspielreihe „Mimi Blaupo und seine Freunde“ versuchen mit ihren Geschichten Kindern das Erlernen und Verinnerlichen der Sprache zu erleichtern. Wie Herr Karl nach seiner Lesung vor den Kindern erklärt, „sind die meisten Hörspiele, aber auch das Fernsehen vollgepackt mit Geräuschkulissen und Reizüberflutungen. Unsere Hörspiele sind dagegen auf das wesentlichste Reduziert, was den Kindern es viel leichter macht der Geschichte aufmerksam zu folgen.“

Dass es überhaupt zu dieser Lesung kam, ist Frau Roßkopf vom Landratsamt Schwandorf zu verdanken. Frau Roßkopf ist dort für die Kindertagesstätten zuständig und als das bayerische Sozialministerium die zum 01.07.2016 in Kraft getretene Richtlinie zur Förderung von Kindern von Asylbewerbern in Kindertagesstätten beschloss, war man auch in Schwandorf gleich hellhörig. „Mit dieser Richtlinie werden Projekte und Maßnahmen mit bis zu 90% vom Freistaat bezuschusst. Wir haben dann den Kontakt zu Herrn Karl aufgenommen und den Tagesstätten in unserer Region angeboten solche Lesungen für die Kinder zu machen.“

Der gesamten Oberpfalz wurden im vergangenen Jahr Gelder in Höhe von 475.300 € zugeteilt. Insgesamt wurden 6 Mio. Euro zur Integrationsförderung im Bereich der Kindertagesbetreuung zur Verfügung gestellt. „Es geht v.a. um die Integration von Flüchtlingskinder,“ wie Roßkopf schildert. Dabei können die mit den Geldern getätigten Maßnahmen sehr unterschiedlich aussehen. Neben neuem Lehrmaterial, wurden auch Fortbildungen für das Personal, aber auch Privatdolmetscher zur besseren Kommunikation mit den Eltern der Kinder  ermöglicht.

Auch Herr Karl findet die Maßnahmen eine gute und auch notwendige Sache, schließlich gehe es in erster Linie darum die Kinder zu integrieren. „Mit solchen Lesungen werden die Kinder als Teil der Gruppe angesprochen und nicht separiert von den anderen.“ Dazu werden alle Kinder auch immer wieder aktiv in das Geschehen mit einbezogen. So müssen sie gemeinsam zählen oder aber ganz leise und vorsichtig durch den Raum schleichen, was die Geschichte szenisch untermalt. „Kein Kind bleibt gerne eine halbe Stunde ruhig und aufmerksam sitzen. Da muss man mit Abwechslung und einer Mischung aus Erzählung und aktivem Mitmachen herangehen. Das fördert das Sprachverständnis und die Aufmerksamkeit,“ erklärt der Sprachtherapeut.

Für die Kinder war es ein toller Vormittag und alle hatten sichtlich Spaß, als sie die Geschichte hörten, wie die Freunde Walter der Hirsch, Knacki das Eichhörnchen, Schleichi der Regenwurm und viele andere für Mimi einen Geburtstagskuchen backen wollen und zunächst die vielen Zutaten, darunter 40 Eimer Bienenhonig heranschaffen müssen. Nach all der schweren Arbeit sind sie ganz entsetzt, als der Kuchen dann plötzlich verschwunden ist. Der Ameisenbär Günter, der ebenfalls Geburtstag hat glaubte fälschlicherweise, der Kuchen sei für ihn.

Mittlerweile sind von Wagener und Karl drei Hörbücher über Mimi erschienen.

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