17 Lebensbäume für den Friedhof Burglengenfeld

17 Lebensbäume für den Friedhof Burglengenfeld

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Burglengenfeld. Auf dem Friedhof hat jetzt, wie angekündigt, die gärtnerische Neugestaltung begonnen. Damit setzen die Kommunalen Bestattungen ein Konzept der Landschaftsarchitektinnen Ruth Fehrmann und Heidi Kramer vom Büro „Lichtgrün“ aus Regensburg um. Bis Jahresende werden 17 Lebensbäume entlang der Hauptwege gepflanzt. Insgesamt werden 30 neue Bäume dem Friedhof ein neues Gesicht geben.

Die neue gärtnerische Gestaltung des Friedhofs begann in den Abteilungen XI und XII, das sind die Bereiche von der Friedhofsmauer entlang der Schmidmühlener Straße bis zur Urnenwand mit dem gläsernen Kreuz der Künstlerin Christine Sabel. Das Konzept soll dann nach und nach auch in den anderen Abteilungen des Friedhofs umgesetzt werden. So hat es der Verwaltungsrat des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) Kommunale Bestattungen Burglengenfeld – Teublitz beschlossen.

Als „Rahmenpflanzung entlang der Hauptwege“ entstehen Reihen mit säulenförmigen Gehölzen, erläuterten Fehrmann und Kramer im Gespräch mit gKU-Vorstand Friedrich Gluth. Konkret sind es 17 Lebensbäume der Sorte „Europe Gold“. Die schlanken Bäume werden etwa vier Meter hoch, ihre jungen Zweige leuchten gelbgrün, die älteren frischgrün. Die Farben sind auch im Winter beständig.

An Kreuzungspunkten von Wegen werden Herbst-Flammen-Ahorne gepflanzt. Diese Bäume werden bis zu 20 Meter hoch und haben eine dichte ovale Krone. An den gewählten Pflanzstellen kommen diese Bäume durch ihre gelborange bis leuchtend rote Herbstfärbung besonders gut zur Geltung. Der farblichen Ausprägung der Blätter haben diese Bäume auch ihren Namen zu verdanken.

Innerhalb der Grabreihen und dabei wiederum im Zentrum der Grababteile folgen im Zuge der Durchgrünung sogenannte Quartiersbäume. Dies sind kleinkronige und/oder säulenförmige Gehölze, die mit gefälliger Unterpflanzung kombinierbar sind. Für mehr Aufenthaltsqualität sorgen neue Sitzbänke in der Nähe der Kriegergedächtniskapelle.

Fehrmann und Kramer betonten, ihr Konzept sei darauf ausgelegt, in Zukunft weiterentwickelt zu werden. Das heißt: Die aktuellen Pflanzungen können und sollen ergänzt werden, wenn weitere Gräber aufgelassen werden. Friedrich Gluth sagte, der Großteil der neuen Bäume werfe kein Laub ab, was am Ende weniger Arbeit sowohl für die Grabnutzungsberechtigten als auch die Friedhofmitarbeiter bedeute.

Die vorbereitenden Arbeiten haben nach den Vorgaben des Leiters des Referats Technik der Stadtwerke, Dipl.-Ing. (FH) Josef Hollweck, die gKU-Mitarbeiter Thomas Feuerer, Ingo Schwieder und Christian Dechant erledigt, teilweise unterstützt vom Team des Burglengenfelder Bauhofes. Dabei waren nicht nur die Pflanzgruben auszuheben, sondern es war auch im erheblichen Umfang ein Bodenaustausch vorzunehmen, bei dem das vorhandene Erdreich durch Pflanzensubstrat ersetzt worden ist.

Der Auftrag für die Pflanzarbeiten selbst ging an die Firma Garten- und Landschaftsbau Kahl aus Schmidgaden. Die Kosten für Pflanzen, Pflanzarbeiten und Material bezifferte Gluth auf rund 20.000 Euro. Das Ziel der Maßnahme: „Ein Friedhof, der dem ehrenden Gedenken an die Verstorbenen gerecht wird. Ein Friedhof, der zugleich eine angemessene Aufenthaltsqualität für die Hinterbliebenen bietet, die sich jahrein, jahraus liebevoll und mit Hingabe um die Gräber ihrer Verstorbenen kümmern“, sagte Gluth.

Wie berichtet, waren im vergangenen Winter die stellenweise großflächig verdorrten Thujen-Hecken auf dem Friedhof entfernt worden. Dazu gab es Gluth zufolge „viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung“. Bereits im Zuge der Hecken-Entfernung war  auch mit den Planungen für das neue Durchgrünungskonzept, das jetzt umgesetzt wird, begonnen worden.


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