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175 Jahre Walhalla - Eröffnung der Festwoche

175 Jahre Walhalla - Eröffnung der Festwoche

4 Minuten Lesezeit (819 Worte)

Donaustauf. Es ist schon ein imposantes Bauwerk, das würdevoll auf das Donautal herabblickt: die Walhalla. Die ehrwürdige Dame feiert heuer ihr 175. Jubiläum. Gefeiert wird dieses besondere Jubiläum mit einer Festwoche, zu deren Eröffnung Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder, quasi als Hausherr, zu einem Festakt lud.

Viele Gäste hatten den Aufstieg zur Ruhmeshalle erklommen, die einen bestiegen die 358 Stufen, die anderen flanierten durch den Wald. Aber alle stießen, oben angekommen, auf das großartige Bauwerk an, das jeden Besucher berührt, egal wie oft man dort ist. Willkommen geheißen wurden die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur mit Salut-Schüssen, viele Fahnenabordnungen des Marktes Donaustauf boten einen bunten Anblick, bevor Dr. Markus Söder die Begrüßung übernahm.

Die Walhalla ist eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler Deutschlands und einer der großen Monumentalbauten von König Ludwig I. Geplant wurde der „Ruhmestempel“ von einem der bedeutendsten Architekten des Klassizismus: Leo von Klenze. Am 18. Oktober 1842 wurde die Walhalla von König Ludwig I. feierlich eröffnet.

„Wir feiern das Jubiläum: Alle Besucher haben freien Eintritt in die Walhalla vom 17. bis 22. Oktober 2017 (wir berichteten). Im Rahmen einer Festwoche wird das Jubiläum begleitet von Ausstellungen in Donaustauf und einem musikalischen Prachtfeuerwerk am Samstag. Gerne habe ich hierfür die Schirmherrschaft übernommen“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder beim Festakt 175 Jahre Walhalla in Donaustauf am Montag fest. „Die Walhalla ist ein Symbol für die nationale Einheit Deutschlands, für gemeinsame Identität, Sprache und Kultur. Sie ist wesentlicher Bestandteil unserer Heimat Bayern“, so Söder.

Die Grundsteinlegung für den Ruhmestempel erfolgte am 17. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, am 18. Oktober 1830. Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler ergänzte: „Dieses herausragende Zeugnis klassizistischer Architektur ist ein Erinnerungsort mit nationalem Geltungsanspruch. Denn die Walhalla bewahrt mit ihren Büsten und Gedenktafeln das Gedächtnis an große Persönlichkeiten und ist damit ein Sinnbild für das, was unser Land über die Zeiten hinweg im Innersten zusammenhält.“ Sibler’s Ministerium ist zuständig für die Auswahl und das Aufstellungsverfahren der Büsten, die in die Walhalla einziehen dürfen.

Aktuell stehen 130 Büsten dort, dazu 65 Gedenktafeln und eine Großplastik mit König Ludwig I. Es ist noch etwas Platz, genau für vier Persönlichkeiten. Bernd Sibler kündigte an, dass es in Kürze Beratungen im Ministerrat, dieser entscheidet, wer in den Ruhmestempel einziehen darf, geben werde, welche Persönlichkeit als Nächstes in die Walhalla einziehen dürfe. Finanzminister Söder hatte vor zwei Jahren den Wunsch geäußert, den ehemaligen Landesvater Franz-Josef Strauß in den Ruhmestempel einziehen zu lassen. Diesen Wunsch wollte er allerdings beim Festakt nicht wiederholen, da er seinerzeit heftige Kritik geerntet habe.

Durch einen verbesserten Besucherservice sowie eine zeitgemäße didaktische Aufbereitung soll ein Besuch künftig noch attraktiver werden, kündigte Söder an. So ist ab sofort ein neuer, amtlicher Führer erhältlich, die erste, vollständig neu erarbeitete und ausführliche Publikation der Schlösserverwaltung zur Walhalla. Der Führer umfasst knapp 200 Textseiten und ist mit zahlreichen Farbabbildungen illustriert. Er ist an der Museumskasse in der Walhalla sowie im Online-Shop der Schlösserverwaltung, zum Preis von 6 Euro, erhältlich.

Die Vorbereitungen für kostenfreies BayernWLAN in der Walhalla und die Einführung einer Walhalla-App laufen bereits. BayernWLAN soll als neues modernes Serviceangebot bereits im kommenden Jahr verfügbar sein, teilte Söder mit. Seit März 2017 werden bereits erstmals Getränke und kleine Snacks vor der Walhalla angeboten. Darüber hinaus sollen künftig erstmals kleine Souvenirs von der Walhalla im Kassenbereich von den Besuchern erworben werden können.

Der historische Fußweg zur Walhalla wird seit August mit Kosten von rund 250.000 Euro saniert. Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Monats abgeschlossen sein.

Die Walhalla gilt mit ihren zahlreichen Büsten und Gedenktafeln als Gedenkstätte für verdiente Persönlichkeiten „teutscher Zunge“, und zwar unabhängig von Staatsgrenzen. Es sind Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen: Geistes- und Naturwissenschaften, Literatur, Musik und bildende Kunst. Darunter befinden sich auch Persönlichkeiten aus Schweden, England, den Niederlanden, Österreich, Russland und den baltischen Staaten. Im Inneren der Walhalla befinden sich 130 Marmorbüsten, 65 Gedenktafeln und eine Großplastik mit König Ludwig I.

Seit 2016 steht die Walhalla unter der Obhut der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Das Auswahl- und Aufstellungsverfahren für die Büsten berühmter Persönlichkeiten obliegt jedoch nach wie vor dem Bayerischen Kunstministerium. Das entspricht auch der Aufgabenverteilung bei der Ruhmeshalle.

Rund 130.000 Besucher kommen jährlich in die Walhalla.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom BlechBläserConsort aus Regensburg, die eigens die Walhalla-Hymne einstudiert hatten. Natürlich ließ sich der Bürgermeister von Donaustauf, Jürgen Sommer, die Gelegenheit nicht entgehen und bat Dr. Markus Söder um den Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde. Flankiert von MdL Sylvia Stierstorfer, Staatssekretär Albert Führacker und Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler kam der Heimat- und Finanzminister gerne dieser Bitte nach. Sommer sagte dabei, er sei unheimlich stolz, dass sich der zukünftige Bayerische Ministerpräsident bereits heute ins Goldene Buch des Marktes Donaustauf eintrage.

Anschließend wurden von Dr. Markus Söder und Albert Führacker Erinnerungsbänder vom Besuch des Heimatministers an die Fahnenbänder der teilnehmenden Vereine geheftet, bevor man zum gemütlichen Teil überging und die Gäste beim Empfang plaudern und die Büsten und Gedenktafeln ausführlich studieren konnten.

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