26709DDD-8923-4768-9F6C-5A0BC7F5D1EF In ganz Europa haben die Menschen spezielle Sitten und Gebräuche, um sich möglichst viel Glück fürs neue Jahr zu sichern. Foto: djd/Eurojackpot/Getty Images/Merlas
Nach einem herausfordernden 2020 wünschen sich die meisten Menschen wohl vor allem Glück und Gesundheit für das neue Jahr. Auch wenn diesmal der Übergang eher still und im kleinen Familienkreis gefeiert wird, gehören zur Silvesternacht in jedem Fall gerne gepflegte Gebräuche dazu.

Die Menschen in Europa haben dabei jeweils ihre ganz eigenen Glücksbringer und Sitten entwickelt, mit denen sie sich möglichst positive Perspektiven für das neue Jahr sichern wollen.

Auch Glück geht durch den Magen

Glück und Essen scheinen häufig eng miteinander verknüpft zu sein. In Polen etwa legen sich viele eine Schuppe des Festtagskarpfens ins Portemonnaie. Auf diese Weise, so zumindest die Hoffnung, soll das Geld im neuen Jahr niemals ausgehen.

In Tschechien ist es ein weitverbreiteter Brauch, in der Silvesternacht einen Apfel in der Mitte zu zerteilen. Erinnert die Lage der Kerne im Inneren optisch an einen Stern, soll einem das Glück in den kommenden zwölf Monaten hold sein. 

Die Spanier wiederum begrüßen mit einer eiligen kulinarischen Gepflogenheit das neue Jahr. Zu jedem der zwölf Glockenschläge in der Silvesternacht verputzen sie schnell eine Weintraube – das volle Dutzend soll viel Glück bescheren. Nur verschlucken sollte man sich dabei nicht.

Welcher Aberglaube womöglich hält, was er verspricht? Das lässt sich zum Beispiel beim Eurojackpot herausfinden. Mitspieler aus 18 europäischen Ländern tippen jede Woche mit, bis zu maximal 90 Millionen Euro sind zu gewinnen. Immer freitags werden die Gewinnzahlen gezogen, auch am Neujahrstag. Und besser als mit einem unverhofften Geldsegen könnte 2021 kaum beginnen.

Glückssymbole für die Silvesternacht

In jedem Fall dürfen typische Symbole wie ein vierblättriges Kleeblatt, ein Glücksschwein aus Marzipan oder ein Fliegenpilz als Dekoration in der Silvesternacht nicht fehlen. Auch Schornsteinfeger sind zum Jahreswechsel gern gesehene Glücksbringer. Der Grund: Früher ging der "schwarze Mann" direkt nach Neujahr von Haus zu Haus und verteilte seine Rechnungen. Damit war er meist die erste fremde Person, die den Familien ein frohes neues Jahr wünschte. Auf diese glücksteigernde Wirkung hoffen viele auch heute noch.

Wer hingegen nicht auf den Besuch des Schornsteinfegers warten will, kann es so halten wie die Dänen: Sie stellen sich in der Silvesternacht einfach auf einen Stuhl, um schwungvoll und elegant ins neue Jahr zu hüpfen. Nach einer glücklichen Landung kann 2021 dann eigentlich nichts mehr schiefgehen. (djd)