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40-jähriges Jubiläum Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf/Steinberg am See

40-jähriges Jubiläum Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf/Steinberg am See

3 Minuten Lesezeit (584 Worte)

Wackersdorf/Steinberg am See. Vor dem Rathaus in Wackersdorf, dem Sitz der Verwaltungsgemeinschaft (VG) wehen die Fahnen beider Gemeinden, die seit dem 01. Mai 1978 eine Gemeinschaft bilden. Dem anfänglichen steinigen Weg in der “ Zwangsehe“ folgte eine „Liebesbeziehung“ mit vielen Gemeinsamkeiten. Bei einer Festveranstaltung demonstrierten die Bürgermeister Thomas Falter und Harald Bemmerl Einigkeit.

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Mit einem Jubiläumsfestakt feierte die VG jetzt im Beisein von amtierenden und ehemaligen VG-Räten und Mitarbeitern als auch Gemeinderäten ihr 40-jähriges Bestehen. Bürgermeister Thomas Falter, der auch VG-Vorsitzender ist, konnte auch Landrat Thomas Ebeling und dessen Vorgänger Volker Liedtke begrüßen. Mit dem Trailer „Erben des Tertiär“, der ein Ausdruck gemeinsamer Geschichte ist, begann die Feierstunde im Mehrgenerationenhaus. „Wir feiern heute die Rubin-Hochzeit und blicken auf 40 Jahre gelebte Partnerschaft zurück“, betonte Falter. Er erinnerte eingangs an den geschichtlichen Hintergrund. Grundlage der VG war die große Gebietsreform im Landkreis Schwandorf unter dem damaligen Landrat Hans Schuierer. Demnach  plante die Regierung der Oberpfalz die damals 70 Gemeinden auf ein gutes Dutzend zu reduzieren. Landrat Thomas Ebeling begrüßte in seinem Grußwort, dass die damals gegründeten sieben VG’s heute alle noch bestehen. „Die überwiegenden Höhen beziehungsweise Tiefen wurden gut bewerkstelligt“, konstatierte der Landkreisvertreter.

Bild: Das Wackersdorfer Rathaus, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, ist die sichtbarste Gemeinsamkeit.

Eine Premiere gab es bei der anschließenden Präsentation, die von den Bürgermeistern Thomas Falter und Harald Bemmerl näher erläutert wurde. Grundlegendes Ziel der VG war eine gemeinsame Verwaltung, wobei gleichzeitig die Eigenständigkeit beider Gemeinden erhalten bleiben sollte. Grundlage für die Finanzierung sollten die Einwohnerzahlen sein, die später  Misstöne hervorrufen sollte. Wackersdorf hatte seinerzeit 3574 und Steinberg 1475 Einwohner. „Im Jubeljahr sind es 5299 beziehungsweise 1929 Einwohner und der Haushalt habe sich heute mit über 1,7 Millionen Euro versiebenfacht“, betonte Falter. Gründungsväter waren damals Josef Ebner (†1996) und Max Hauzenberger (†1995). Danach folgte die Ära Alfred Jäger/Jakob Scharf. „Man musste sich finden und es gab viel zu tun“, sagte der amtierende VG-Vorsitzende Falter. Neben dem bereits seit 1973 bestehenden Schulverband gab es vor allem die gemeinsame Bergbauvergangenheit. In der BBI waren viele vereint und trotz vieler Gemeinsamkeiten war es mehr als eine Zweckehe. Die heute wohl sichtbarste Gemeinsamkeit ist das Oberpfälzer Seenland. 2017 konnte der Zweckverband sein 20-jähriges Bestehen feiern. Der Museumslehrpfad und der Knappenseerundweg gelten als direkte Verbindung. Neben dem Interkommunalen Gewerbegebiet hat man eine gemeinsame Homepage, vermarktet Medien und tritt bei Aktionen wie der Familienwoche oder dem Kinderferienprogramm miteinander auf. Angeführt wurden auch Vereine wie der Musikverein, der Tourismus- und Kulturverein, die Jugendfördergemeinschaft Fußball, der Knappen- und Pensionistenverein sowie der Heimatkundliche Arbeitskreis.   

In 40 Jahren VG, in der anfangs acht und heute 30 Mitarbeiter beschäftigt sind, gab es viele Höhen und Tiefen. Seitens der Steinberger gab es immer wieder mal Abspaltungstendenzen wegen der Erhebung der Umlage in der von Wackersdorf mehrheitlich geführten VG beziehungsweise wegen der Personalstärke. Das ist alles Vergangenheit. „Wir sind und können auch mehr als verwalten“, unterstrich Falter. Das Ziel der Gründungsväter wurde erreicht. Beide Gemeinden sind selbstständig und arbeiten in Augenhöhe miteinander. Was in den 70ern zusammengeworfen wurde ist zusammengewachsen und es ist mehr als eine Zweckehe entstanden. „Wir werden auf die Erfolgsgeschichte aufbauen in der beide Gemeinden profitieren. Wir können gut miteinander“, so der Wackersdorfer Rathauschef. In seinem Schlusswort bekräftigte Bürgermeister Harald Bemmerl, dass er sich nicht als Juniorpartner sieht. „Wir werden im Landkreis noch viel gemeinsam bewegen“, meinte das Steinberger Gemeindeoberhaupt.

Bild: Die Bürgermeister Thomas Falter (re.) und Harald Bemmerl (li.) im Kreis von Ehrengästen und Gründungsräten beziehungsweise ehemalige Vorsitzende. 

Den Festakt umrahmte ein Quartett des Musikverein Wackersdorf-Steinberg am See.

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