45.000sten Einwohner Ambergs begrüßt

Bürgermeister Martin J. Preuß stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als er dem 20-jährigen Neustudenten der Elektro- und Informationstechnik Michael Dimkein Amberg willkommen hieß. Der aus Forstinning stammende junge Mann hatte sich nicht nur – trotz eines Alternativstudienplatzes in München in der Tasche – für ein Studium am Standort Amberg der Ostbayerischen Technischen Hochschule entschieden, sondern sich gleichzeitig auch mit Erstwohnsitz in der Stadt Amberg angemeldet. Das wiederum machte ihn zu einem ganz besonderen Amberger, war er doch der 45.000 Einwohner, der vom städtischen Einwohneramt registriert worden ist.

Diese Zahl von Erst- und Zweitwohnsitzen hatte in Amberg letztmals im Jahr 2008 gegeben. In den Jahren danach wies die von der Stadt Amberg aufgestellte Einwohnerstatistik, auf die sich diese Angaben beziehen, stets eine niedrigere Bewohnerzahl aus. Aus diesem Grund und weil sämtliche Prognosen von einem Bevölkerungsrückgang ausgegangen waren, zeigte sich Ambergs Bürgermeister Martin J. Preuß so begeistert über diese Entwicklung. Er gratulierte dem OTH-Studierenden, dessen Schwester ebenfalls bereits die Hochschule besucht, zu seiner Entscheidung und überreichte ihm ein „Amberger Fassl“ mit einer Bierauswahl der ortsansässigen Brauereien sowie das Amberger Schafkopfset mit den eigens kreierten, speziell auf die Stadt zugeschnittenen Spielkarten.

Mit der Anmeldung von Michael Dimke waren beim Einwohneramt der Stadt Amberg am 6. Oktober 2016 exakt 43.095 Einwohner mit Erstwohnsitz und 1.905 Menschen mit Zweitwohnsitz registriert. Die Tatsache, dass die magischen 45.000 ausgerechnet mit einem Erstsemester an der Amberger Hochschule erreicht werden konnten, war freilich nur zum Teil dem Umstand zu verdanken, dass man schon seit Tagen auf dieses Ereignis hingefiebert hatte. Hinzu kam, wie Einwohneramtsleiter Martin Schafbauer erläuterte, dass er sichzusammen mit seinem Team präsent an der Einrichtung zeigte und den Neuankömmlingen, die ein Zimmer oder eine Wohnung in der Stadt beziehen, die Möglichkeit bot, sich den Weg in das Einwohneramt zu sparen und sich direkt bei ihnen an- bzw. umzumelden.

Damit sie sich gleich von Anfang an für Amberg als Erstwohnsitz entscheiden, hatte die Behörde außerdem noch ein „Zuckerl“ für die jungen Leute parat. Allen, die dies tun, wird nämlichvon der Stadt Amberg der Studentenwerksbeitrag in Höhe von 52 Euro pro Semester erstattet.Dabei ist sich Bürgermeister Martin J. Preuß sicher, dass die insgesamt positive Einwohnerentwicklung Ambergs zu einem Gutteil auf die florierende Entwicklung der Technischen Hochschule zurückzuführen ist.Aber auch weitere Faktoren, wie die kontinuierliche Baulandausweisung, der zunehmende Trend zu einer Rückkehr in die Stadt und natürlich auch die hier ankommenden Flüchtlinge, hätten zu dieser Bevölkerungszunahme beigetragen.