50_jahre_naherholungsverein 50 Jahre Naherholungsverein – im Bild beim Ortstermin am Rother See (von links) Geschäftsführerin Elisabeth Sojer-Falter, Landrätin Tanja Schweiger, Regensburgs Oberbürgermeiterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und die Bürgermeisterin der Gemeinde Mintraching, Angelika Ritt-Frank. Bild: © H.-C. Wagner

50 Jahre „Verein für Naherholung“

3 Minuten Lesezeit (526 Worte)

Regensburg. „Die Stadt Regensburg hat einfach das Glück, in einem wunderbaren Umland gelegen zu sein", lobte Oberbürgermeiterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die Freizeitqualitäten des Landkreises.

Gemeinsam mit Landrätin Tanja Schweiger ist sie Vorsitzende des vor 50 Jahren gegründeten Naherholungsvereins. „Das ist eine große Gemeinschaftsaufgabe mit dem Ziel, die Naherholung im Großraum Regensburg gemeinsam zu organisieren", erklärte die Landrätin beim Ortstermin am Roither See weiter, „wir haben bisher zweistellige Millionenbeträge investiert."

Die Idee habe sich bewährt und trage dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Besucher tolle Einrichtungen vorfänden. „Wir hoffen, dass wir den einen oder anderen See noch erschließen können", formulierte Landrätin Tanja Schweiger den perspektivischen Ansatz des Naherholungsvereins auf Grundlage einer Weiterentwicklung „im Einklang mit der Natur". Geschäftsführerin Elisabeth Sojer-Falter wies darauf hin, dass „vor dem Hintergrund einer wachsenden Bevölkerung in der Region die Naherholung immer mehr an Bedeutung" gewinnt. Dies habe sich in den Zeiten der Pandemie ganz besonders gezeigt. Die Angebote des Naherholungsvereins besuchen und nutzen jeden Sommer Tausende von Menschen.

Die Erkenntnis, dass die Schaffung von Naherholungseinrichtungen eine gemeinsame Aufgabe von Stadt und Landkreis Regensburg ist, führte im Jahr 1971, am 20. Januar, auf Initiative von Landrat Leonhard Deininger und Oberbürgermeister Rudolf Schlichtinger zur Gründung des Vereins für Naherholung im Raum Regensburg e.V.. Die Hauptaufgabe bestand und besteht darin, die Erholungsmöglichkeiten im Raum Regensburg zu verbessern und den stets steigernden Anforderungen an eine aktive Freizeitgestaltung, aber auch in besonderem Maße für eine stille Erholung in der Natur Rechnung zu tragen und so einen Ausgleich zu den Belastungen des Alltags und des Berufslebens zu schaffen. An der Aktualität der Aufgabenstellung des Naherholungsvereins hat sich seit der Gründung wenig geändert. „Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Naturerfahrung und Erholung in der Natur zur Regeneration von Körper und Geist beitragen, das Immunsystem stärken und die Resilienz verbessern", sagt Elisabeth Sojer-Falter.

Auch wenn in den Gründungsjahren Begriffe wie Stressabbau, Burnout und Resilienz noch weitgehend unbekannt waren, ist der Verein seit seiner Gründung bestrebt, Erholungsgebiete zu erwerben, zu gestalten und zu betreuen. Dafür sind erhebliche finanzielle Mittel investiert worden, etwa in den Erwerb der Restflächen am Guggenberger See im Jahr 2001 und die damit verbundene Anlage von Stränden und Liegewiesen, den Neubau von Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen mit Modernisierung des Altbaus am Jugendzeltplatz Zaar/Kallmünz im Jahr 2015 und zuletzt in die Fertigstellung der infrastrukturellen Erschließung des Guggenberger Sees und den Bau von modernen Sanitäranlagen am Guggenberger und Roither See.

Die Finanzierung des Vereins erfolgt über die Mitgliedsbeiträge von Stadt und Landkreis Regensburg sowie der 37 Mitgliedsgemeinden. Größere Projekte, wie der Erweiterungsbau des Jugendzeltplatzes Zaar und die Erschließung des Guggenberger Sees wurden durch Sonderzahlungen von Stadt und Landkreis finanziert. Soweit die Finanzlage des Vereins es zulässt, werden neben dem Betrieb und Erhalt der Einrichtungen neue Projekte initiiert.

Der Naherholungsverein hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten zu einer wichtigen Solidargemeinschaft des Raumes Regensburg entwickelt. Basierend auf dem Auftrag, Naturgüter zu schützen und für die Allgemeinheit nutzbar zu machen (Art. 141 Abs.3 der Bayerischen Verfassung), ist er zu einer bedeutenden Einrichtung für die Bewohner der Stadt und des Umlandes und zu einem Musterbeispiel dafür geworden, dass der Gedanke einer Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg langfristig und erfolgreich möglich ist.

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