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62 Rettungskräfte übten nahe Hirschling den Ernstfall

62 Rettungskräfte übten nahe Hirschling den Ernstfall

2 Minuten Lesezeit (472 Worte)

Hirschling. Samstag war es endlich soweit. Nachdem in den letzten Monaten viel Zeit in die Planung gesteckt wurde, hieß es dann um 15 Uhr: Alarm - zwei verletzte Kletterer im Steinbruch bei Hirschling.

Gemeinsam mit den freiwilligen Feuerwehren Heilinghausen und Ramspau, den Einsatzkräften des Roten Kreuz Regensburg und Regenstauf, der Wasserwacht Regenstauf und der Bergwacht Regensburg, führte die FFW Hirschling eine Großübung unter realen Bedingungen durch. „Wir wollten ausprobieren, wie die einzelnen Fachdienste unter solchen Bedingungen zusammenarbeiten können und auf welche Schwierigkeiten wir bei solchen Einsätzen stoßen können“, erklärt der Einsatzleiter Herr Worzfeld von der FFW Hirschling.

Da der Steinbruch, obwohl nur schwer zugänglich, ein beliebtes Kletterziel ist, ging man bei der Übung davon aus, dass einer der beiden Kletterer komplett abgestürzt ist und am Boden mit Verletzungen an Hüfte und Nacken liegt. Ein weiterer Kletterer befand sich u.a mit einer Oberschenkelfraktur noch auf einem Vorsprung in etwa 20 Metern Höhe und war für die Einsatzkräfte vor Ort zunächst nur über Zuruf erreichbar.

Auch der Regenstaufer Bürgermeister Böhringer wollte das Zusammenspiel der insgesamt 62 Einsatzkräfte nicht verpassen. „Das ist schon interessant, sowas mal zu erleben. Schließlich ist ein ähnlicher Einsatz jederzeit realistisch.“

Als die ersten Rettungskräfte etwa eine viertel Stunde nach der Alarmierung eintrafen, wurde zunächst der am Boden liegende Schwerverletzte umfangreich versorgt. Sämtliches Equipment musste dabei etwa einen Kilometer zu Fuß auf unwegsamen Gelände herangebracht werden. Nachdem die Erstversorgung des Patienten gesichert war, wurde über den möglichen Abtransport beraten. Die mittlerweile auf der anderen Uferseite des Regen eingetroffene Wasserwacht setzte hierzu mit einem Boot über. Vor Ort wurde sich dann für den Landweg entschieden.

In der Zwischenzeit hatte die eingetroffene Bergwacht den zweiten Verunglückten erreicht und konnte auch hier mit der Erstversorgung beginnen. Der Abtransport verzögerte sich dann allerdings, da das Gelände an einigen Stellen schwer zu begehen war und eine umfangreichere Absicherung als zunächst angenommen notwendig war.

„Der Einsatz läuft insgesamt gut und auch das Zusammenspiel der jeweiligen Fachdienste läuft sehr gut und reibungslos. Wir nehmen hier auch viele positive Erkenntnisse mit“, erklärte der Leiter der Rettungsassistenz vor Ort. „Wir können nun im Ernstfall besser planen, mit was wir rechnen müssen, welchen Zeitaufwand und welches Equipment wir einplanen müssen. Das macht die Einsatzplanung effizienter und besser.“ So zeigte sich z.B., dass die Lichtverhältnisse zur Einsatzzeit gut genug waren, bei einer späteren Alarmierung jedoch eine Lichtversorgung sichergestellt werden müsste.

Neben dem unwegsamen Gelände, das nur zu Fuß erreichbar war, stellten zudem die vielen Radfahrer und Spaziergänger, die an diesem Tag unterwegs waren, die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Für die Wasserwacht waren Strömung und Steine im Fluß, sowie das dicht bewachsene Ufer kleine, aber leicht zu lösende Aufgaben. Den schwersten Job hatte die Bergwacht, der die Rettung des Verletzten sichtlich Schwierigkeiten bereitete. Aber auch dies wurde am Ende gemeinsam gelöst und die beiden Verletzten, die von zwei Kollegen gespielt wurden, wurden sicher abtransportiert.


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