Rieden: Rockiges Nachtschwimmen

Nachtschwimmen im Riedener Freibad zur Musik des „Scotty Bullock Trios“ war für Samstagabend versprochen. Die Macher des Events, Schwimmmeister Max Wagner und Badcafé-Pächter Markus Meier aber blickten schon seit Tagen sorgenvoll zum Himmel: Das Unwettertief Karin hatte Deutschland und so auch die Oberpfalz in seinem Griff. Am Samstag ab klarte es auf, noch ein Regenschauer am Nachmittag, am Abend aber  war dann „alles paletti“. Das „Scotty Bullock Trio“ legte los mit Musik aus einer Zeit, als sich die Rockmusik gerade aus den Verankerungen der Startrampe riss.

Beim alljährlichen Nachtschwimmen herrschte nicht gerade Hochbetrieb. Nur Jugendliche wagten sich ins Wasser, hatte auch ihren Spaß mit fantasievollen Sprüngen vom Einer- und Dreimeterbrett – „gewedelt, geschraubt oder als Rückwärtssalto“. Erst später zogen auch einige Kampfschwimmer, da hatte sich doch einer bis aus Ursensollen ins Vilstal gewagt, ihre Bahnen im Schwimmerbecken. Gekühlte Getränke von der Cocktail-Bar oder ein süffiges Bier, Spezialitäten vom Grill, zu später Stunde noch eine Pizzasuppe vom offenen Feuer – und dazu als Einheizer „The Scotty Bullock Trio“. Die drei Boys  zogen am Samstagabend wieder zahlreiche Gäste ins Freibad, alle Plätze waren bald belegt.

Auch viele Fans der Band waren nach Rieden ins Freibad gekommen, „… denn die Boys sind wirklich super.“ Da strahlte der Meier Markus und verkündete „wir wollen uns alle heute einen schönen, einen tollen Abend machen,“ dankte allen, die ihn und den Wagner Max unterstützen, den Abend ermöglichten. Und während im 50-Meter-Becken der Schwendtner Fabian und der  Ursensollener Kampfschwimmer ihre Bahnen zogen, starteten Gittarist und Sänger Scotty Bullock, Schlagzeuger Harald Weber und Felix Wenz am Kontra- und Elektrobass­ mit hochprozentigem „Bluesbilly-Rythm'n Roll-Beat“ so richtig durch. „Wir spielen für euch Rock’n ’Roll, dass es nur so kracht“ versprachen sie, legten mit „Amapolla“ von den Spotnicks und „The Race is on“ von George Jones so richtig los und setzten mit Rock vom Feinsten wie „Cocain Blues“ von Johnny Cash und Elvis Presleys „My Baby left me“ noch eins  drauf.

Natürlich war die Bühne wieder toll dekoriert und als die Drei vom „Scotty Bullock Trio“ so richtig loslegten schwangen auch schon mal Fans das Tanzbein. Sofort ging auch der Sound ins Ohr als die drei Boys mit „ A Wife is a Part of the devil“ loslegten. Liegt ihm doch das bayerische Lied „A Wei hat a Trumm vom Deifl“ zugrunde, von dem der in Emhof geborenen Gitarrist Scotty (Rainer) Schober sagt, „des hob i scho als Taferlbua von der Feierwehr g’hört.“ Mädels und Jungs aller Jahrgänge hatten ihren Spaß an diesem Abend, fühlten sich doch viele in ihre Jugendzeit oder zumindest in die ihrer Eltern zurückversetzt. Da schmeckte zwischendurch ein Teller Pizzasuppe, eine Bratwurst- oder Steaksemmel und auch ein süffiges Getränk war natürlich nicht zu verachten.