Abendführung "Der Blick auf die Tracht" im Oberpfälzer Volkskundemuseum

Am Dienstag, 07. Juni 2016, besteht ab 19 Uhr im Oberpfälzer Volkskundemuseum Gelegenheit zum Besuch der neu eröffneten Sonderausstellung „Der Blick auf die Tracht – Kleidung als Zeichen“. Der Unkostenbeitrag für die rund einstündige Führung  beträgt pro Person 50 Cent, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung in Burglengenfeld sind die historischen Vorbilder und die Erneuerungsbewegung der Oberpfälzer Tracht, die seit den 1960er Jahren maßgeblich durch den 2015 verstorbenen Bezirksheimatpfleger Dr. Adolf Eichenseer angestoßen und umgesetzt worden ist. Seine Witwe Erika Eichenseer, selbst begeisterte Trachtenträgerin und Initiatorin von Trachtennähkursen und unzähligen Veranstaltungen der Trachtenpflege, wird am 07. Juni persönlich nach Burglengenfeld kommen, um Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl bei der Führung zu unterstützen. 

Ob es die langjährige Zusammenarbeit mit der begnadeten Strickerin Betta Krön in Lappersdorf oder um die Kreation des Olympia-Dirndls 1972 in München geht, um das Sammeln von Bildbeispielen aus der oberpfälzischen Geschichte oder um das oft äußerst mühsame Herausfinden der historischen Schnitte und Dekore bei einzelnen Kleidungsstücken – über all das kann Erika Eichenseer mitreißend erzählen und so die frühen Jahre der Bezirkstrachtenpflege und –erneuerung wieder lebendig werden lassen. 

Die Sonderausstellung „Der Blick auf die Tracht – Kleidung als Zeichen“ steht im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Tracht im Blick. Die Oberpfalz packt aus“. In insgesamt neun oberpfälzischen Museen werden Trachten „betrachtet“, wird der Frage nachgegangen, wie sich die Menschen früher im Alltag und bei Festen gekleidet haben, wann die ersten Trachtenvereine in der Region entstanden und welche Bedeutung Dirndl und Lederhose heute haben.