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Abschluss des neuen Radmobilitätskonzept für den Landkreis Regensburg liegt vor

2 Minuten Lesezeit (443 Worte)

Der Abschlussbericht für das neue Radmobilitätskonzept des Landkreises Regensburg liegt vor. Geschäftsführer Paul Fremer und Projektleiter Thorsten Zobel vom beauftragten Planungsbüro RV-K (Frankfurt am Main) konnten ihn nach einer Projektlaufzeit von knapp 12 Monaten jetzt Landrätin Tanja Schweiger zwar – coronabedingt – nicht persönlich aushändigen, aber dennoch auf elektronischem Wege zuleiten.

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Der Abschlussbericht enthält 128 Neu- und Ausbaumaßnahmenvorschläge, 130 Vorschläge für punktuelle Verbesserungen wie etwa den Bau von Querungshilfen, Bordsteinabsenkungen oder Beschilderungsänderungen sowie 37 nicht-bauliche Maßnahmenempfehlungen wie die Ausweisung von Fahrradstraßen oder die Beleuchtung von Unterführungen. Weiter wurden alle 13 im Landkreis Regensburg gelegenen Bahnhöfe in Bezug auf die dortigenRad-Abstellmöglichkeiten untersucht und bewertet.

Insgesamt ist ein Radverkehr-Zielnetz mit 887 Kilometern entstanden; davon 121 Kilometer überregionale Verbindungen, 278 Kilometer regionale Verbindungen und 488 Kilometer nahräumliche Verbindungen. Von den 887 Kilometern bedürfen 207 Kilometer eines Ausbaus oder einer Optimierung. So sollen nach den Vorschlägen des Radkonzepts beispielsweise auf 128,5 Kilometern Radwege neu gebaut werden, auf 40,6 Kilometern wird eine Asphaltierung und auf 7,4 Kilometern eine Ausbesserung der Oberfläche empfohlen. Das Konzept schlägt desweiteren die Ausweisung von neun Fahrradstraßen mit einer Gesamtstreckenlänge von 9,4 Kilometern vor. Für 8,2 Kilometer wird empfohlen, die Benutzungspflicht aufzuheben. Im Konzept enthalten sind weiter vier Vorschläge für Fahrradschnellwege (Regenstauf-Zeitlarn-Regensburg, Bad Abbach-Pentling-Regensburg, Köfering-Obertraubling-Regensburg, Wörth a.d. Donau-Donaustauf-Regensburg).

Landrätin Tanja Schweiger: „Mit dem neuen Radmobilitätskonzept haben wir jetzt die konzeptionelle Grundlage für die dann folgende Umsetzung der konkreten Projekte durch die jeweils zuständigen Baulastträger geschaffen. Es liegt jetzt an den Gemeinden, am Staatlichen Bauamt Regensburg oder auch am Landkreis Regensburg selbst, die als wichtig festgestellten Radwegeprojekte in eigener Zuständigkeit zu realisieren. Der große Vorteil der gemeinsamen Zielplanung besteht darin, dass sich alle Projekte zu einem großen Gesamtplan zusammenfügen, unabhängig von deren Realisierungszeitpunkt."

In einem breit angelegten Verfahren wurden seit Mitte Mai 2019 alle beteiligten Behörden, Fachstellen und Verbände in die Konzepterstellung einbezogen. Mit unterschiedlichen Beteiligungsformen, wie etwa einer Online-Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger oder Workshops mit Schülerinnen und Schülern an den Realschulen Regenstauf und Neutraubling, wurden neben einer engen Einbindung der 41 Landkreisgemeinden sowie weiterer Straßenbaulastträger alle Informationen, Anregungen und Hinweise zusammengefasst. Mitte Februar 2020 wurden dann in einer großen Plenumssitzung die vom Planungsbüro vorgenommenen Priorisierungen nochmals diskutiert und anschließend in der eingerichteten Steuerungsgruppe final beraten.

Der Abschlussbericht ist auf der Homepage des Landkreises Regensburg unter http://www.landkreis-regensburg.de/wirtschaft-energie/radkonzept/ eingestellt. Die dort genannte Priorisierung der Maßnahmenvorschläge (Prioritäten: 1, 2 und 3) gibt deren Bedeutung aus radverkehrlicher Sicht wieder. Aufgrund der verschiedenen Zuständigkeiten muss dies aber nicht zwingend der Reihenfolge der Umsetzung entsprechen. Und selbstverständlich müssen die Umsetzungsprojekte auch die notwendigen Genehmigungsverfahren und Fachstellenbeteiligungen durchlaufen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert die Konzepterstellung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinititative mit rund 50 Prozent der Kosten.


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