Ära Feldmeier bei Gartenbauern geht zu Ende

Schwandorf. „Heute endet eine Ära“, sagte stellvertretender Vorsitzender Hans Bauer bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Dachelhofen am Freitag im Pfarrheim. Nach 35 Jahren verabschiedete er den Vorsitzenden Georg Feldmeier mit einem Geschenk. Dieser hatte sich „schweren Herzens durchgerungen“ und machte gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug geltend.

Der Verein meldet neun Neuzugänge und hat aktuell 276 Mitglieder. Die Mitglieder kümmern sich um die Anlagen am Kriegerdenkmal, um Baum- und Sträucherschnitte auf dem Kindergartengelände sowie um den Pflanzstreifen entlang des Sportplatzzauns. Die Blumenschmuckwettbewerbe stellte der Vorstand wegen fehlender Resonanz ein. Bei der Garten- und Blumenolympiade des Kreisverbandes gewann das Anwesen der Familie Wolfgang Spiegler die Goldmedaille.

Der Verein bietet gesellige Veranstaltungen, Ausflüge und Fahrten zu den Landesgartenschauen an. Oberbürgermeister Andreas Feller dankte der Vorstandschaft und vor allem dem langjährigen Vorsitzenden Georg Feldmeier und übereichte ihm als Zeichen der Wertschätzung „eine gute Flasche Rotwein aus Libourne“.

Vier Leute haben sich um den Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Dachelhofen besonders verdient gemacht und wurden am Freitag zu Ehrenmitgliedern ernannt: Paul Köhler (Mitglied seit 1958, von 1976 bis 1979 Vorstand, langjähriges Ausschussmitglied und aktiver Baumwart), Josef Kunz (Mitglied seit 1966 und fleißiger Handwerker beim Gerätehausbau), Günther Lache (Mitglied seit 1961 und langjähriger Baumwart) und Eduard Vollath (Mitglied seit 1956, er fertigte die gesamte Elektro-Installation beim Gerätehausbau und ermöglichte so dieses Vorhaben).

Zum Nachfolger von Georg Feldmeier wählten die Mitglieder Oswald Weschka. Dem neuen Vorstand gehören ferner zweiter Vorsitzender Hans Bauer, Kassier Brigitte Bigalke, Schriftführer Horst Helfensdörfer sowie die Beisitzer Josef Mühlbauer, Thomas Reichel, Christel Schuh, Andreas Betz und Andreas Sander an. Um die Geräte kümmern sich Alfred Wimmer und der bisherige Vorsitzende Georg Feldmeier. Als Kassenrevisoren stellten sich Xaver Graf und Maria Schmid zur Verfügung.

Der neu gewählte Vorsitzende Oswald Weschka dankte den Anwesenden für das Vertrauen. Er sei erst seit zwei Jahren im Ausschuss und hoffe, „dass sich noch einige junge, aktive Mitglieder zur Mitarbeit finden werden“. Für 2018 kündigte er einen Radausflug und einen Grillabend an. Weitere Termine werden in der „Garteninfo“ veröffentlicht.

Der stellvertretende Vorsitzende Hans Bauer bedankte sich bei der „Legende des GOV“, Georg Feldmeier, mit einer Kiste mit verschiedenen Pflanzen und einem „Geldbaum“. Seit 1982 sei der Verein in seiner Hand und im ganzen Landkreis bekannt. „Der GOV war sein Ein und Alles“, sagte Hans Bauer. Der Schorsch sei allen Gartlern mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Der zweite Vorsitzende bewunderte die Fachkenntnisse von Georg Feldmeier und war sich der Bedeutung des Abschieds bewusst: “Das ist heute kein leichter Tag für dich“.

Auch Kreisfachberaterin Petra Schmid dankte Georg Feldmeier und wünschte der neuen Vorstandschaft ein „gutes Händchen“. Sie stellte das Programm des Kreisverbandes vor und hielt anschließend ein Fachreferat über die wichtigsten Schädlinge und Krankheiten an Pflanzen. Sie erklärte, „dass Blätter krank ausschauen können, obwohl sie nur einen Mangel an Nährstoffen haben“. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mahnte sie zur Einhaltung der Vorschriften. Zur Eindämmung der „Spanische Wegschnecke“ empfahl Petra Schmid ausgiebiges Gießen am Morgen. Natürliche Gegenspieler seien Igel und Laufenten.

Bei der Kraut- und Braunfäule, die bei Tomaten auftritt, sollte man möglichst gleich am Anfang einschreiten und die kranken Pflanzenteile entfernen. „Niemals über die Pflanzen gießen und am besten mit einer Überdachung vor Regen schützen“, so die Empfehlung der Fachberaterin. Der Birnengitterrost lebt ganzjährig an bestimmten Wacholderarten. Bei feuchtem Wetter im Frühjahr brechen die Verdickungen auf und geben die Pilzsporen frei. Als Maßnahme empfiehlt Petra Schmid das Auspflücken und Beseitigen befallener Blätter oder die Auswahl resistenter Birnensorten.