Altes Kreuz erstrahlt an neuem Standort

Altes Kreuz erstrahlt an neuem Standort

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Wackersdorf. Um das 1900 stellte Josef Wilhelm am Fußweg zwischen Brückelsdorf und Alberndorf südlich des damaligen „Schindergartens“ ein Wegkreuz auf. Nach der Umsiedelung von Alt-Wackersdorf verschwand es, wurde wieder aufgestellt und später bei Bauarbeiten schwer beschädigt. Jahrzehntelang blieb das Kreuz vergessen - bis sich Alfred Jäger sen. dafür einsetzte, es wieder aufzustellen.

Jetzt ist das Weber-Kreuz wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückgekehrt. In einer kleinen Feierstunde wurde das restaurierte Kruzifix an der Ecke Friedhofstraße/Brückelsdorfer Straße wieder für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Pfarrer Christoph Melzl segnete im Beisein der Familie Wilhelm und Bürgermeister Thomas Falter das Kreuz.

Eduard Wilhelm, der Enkel von Josef Wilhelm, genannt der „Weber-Sepp“, hatte die wechselhafte Geschichte des Kreuzes in einer kleinen Chronik festgehalten. Nach einer langen Odyssee landete das christliche Symbol schließlich bei Armin Wilhelm in Regensburg, bis sich Alfred Jäger sen. bei ihm meldete und die Wiederaufstellung initiierte.

Der 1865 in Brückelsdorf geborene Josef Wilhelm hatte um 1900 anstelle eines verfallenen Holzkreuzes ein rund eineinhalb Meter hohes gusseisernes Kreuz auf einem Granitsockel unterhalb des „Schindergartens“ aufgestellt. Am damaligen Standort, etwa 100 Meter südlich der Metzgerei Wein, führte ein Fußweg vorbei, der von Arbeitern der Schwandorfer Tegelgrube benutzt wurde. Hier stand das Kreuz bis zur Umsiedelung von Alt-Wackersdorf, erläuterte Jäger. Am jetzigen Standort hatte das Kreuz bei der Erschließung von Neu-Wackersdorf einen neuen Platz gefunden.

1952 wurde es bei Straßenbauarbeiten schwer beschädigt. Es zerbrach in zwei Teile und der Sockel ging verloren. Die Brüder Rupert und Eduard Wilhelm hatten die verbliebenen Reste gesichert. 1983 wurden diese restauriert und Eduard Wilhelm hing das Kreuz an seiner Garage auf.

Dessen Enkel Armin ist es zu verdanken, dass das historische Stück heute gegenüber dem Friedhof in neu erstrahltem Glanz zu sehen ist. Vor über einem Jahr wurde es erneut durch die Gemeinde restauriert und vom Bauhof aufgestellt. Ein besonderer Dank galt Bürgermeister Falter, der sofort Bereitschaft signalisierte, das Kreuz nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.


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