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Am Kreuzberg und beim Waldkindergarten müssen Bäume gefällt werden

Am Kreuzberg und beim Waldkindergarten müssen Bäume gefällt werden

2 Minuten Lesezeit (403 Worte)

Burglengenfeld. Gefahr in Verzug: Auf Hinweis eines Sachverständigen müssen am Kreuzberg aus Sicherheitsgründen binnen 14 Tagen vier Bäume gefällt werden. Auch beim Waldkindergarten am Karlsberg stehen Baumpflegemaßnahmen an. Bürgermeister Thomas Gesche überzeugte sich bei einem Termin vor Ort mit Förster Reinhold Weigert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Walter Preis von der „Baumpflege-Zentrale“ von der Notwendigkeit der Maßnahmen.

Gesche und Weigert machen nochmals deutlich: „Das Fällen von Bäumen ordnen wir nur an, wenn es sich aus Sicherheitsgründen überhaupt nicht vermeiden lässt.“ Beispiel Kreuzberg: Direkt am stark frequentierten Weg entlang der Kreuzwegstationen hinauf zur Kreuzbergkirche stehen Bäume, die teils massive, bereits abgestorben Äste – sogenanntes Totholz – tragen. „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität“, sagte Gesche. Um Gefahren für Menschen ausschließen zu können, müsse dieses Totholz entfernt werden.

Das Beispiel zeigt auch: Bevor zur Fällung geraten wird, prüft der Baumsachverständige Diplom-Ingenieur (FH) Markus Auburger stets, ob alternative Maßnahmen wie Kronensicherungsschnitte oder Einkürzungen ausreichen. Oder er empfiehlt weitere Untersuchungen in luftiger Höhe durch Fachleute wie Walter Preis von der „Baumpflege-Zentrale.“ Auch er betont: „Unser Anliegen ist nicht das vorschnelle Fällen von Bäumen, sondern fachgerechte Baumpflege.“

Keine Wahl hatte die Stadt jedoch bei vier Bäumen am Kreuzberg: Hier müssen ein Spitzahorn, zwei Rotbuchen und eine Stieleiche gefällt werden. Beim Waldkindergarten am Karlsberg ist es eine Waldkiefer, die gefällt werden muss. Ein Ast der Kiefer ragt gefährlich über den Aufenthaltsraum, in dem sich die Kinder und ihre Erzieherinnen aufhalten.

Bei der Realschule am Kreuzberg müssen Bäume eingekürzt werden, um die Feuerwehrzufahrt gemäß der Vorgaben („Lichtraumprofil“) frei zu halten. Bei weiteren Bäumen sollen Kronenreduktionen und Einkürzungen helfen, den Wald und insbesondere die markanten alten Laubbäume am Kreuzberg zu erhalten.

Förster Weigert stellt klar: Totholz abseits der Wege, wo es keine Gefahr für Menschen darstellt, wird dem Lauf der Natur überlassen. Auch das ist am Kreuzberg zu besichtigen: Tote Altbäume  –  sogenannte Biotopbäume – bleiben als Lebensraum im Wald.

Am Kreuzberg ist laut Förster Weigert „eine gigantische Artenvielfalt anzutreffen, wie es sie in unserer Region nur selten gibt: 20 verschiedene Baumarten auf rund zehn Hektar.“ So beschreiben Fachleute den Wald am Kreuzberg: „Charaktervoller, im Kreuzwegbereich parkartig strukturierter Laubbaum-Mischbestand mit dominierender Buche, häufiger Eiche, Berg- und Spitzahorn, einzelner Ulme, Linde, Kirsche, Birke. Nadelholz einzeln und truppweise mit dominierender Kiefer, häufiger Lärche im Osten, einzelner Fichte, Strobe. Im Kreuzwegbereich hallenartiges Altholz, sonst unter- und zwischenstandsreich.“ Ziel der Pflegemaßnahmen: „Die parkartige Bestandsstruktur unter Wahrung der Verkehrssicherheit erhalten.“

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