Amberg: Schleuser setzten 17 Iraker aus

Amberg: Schleuser setzten 17 Iraker aus

1 Minuten Lesezeit (229 Worte)

Symbolbild: (c) tommyS, pixelio.de

Am vergangenen Freitag, gegen 22.30 Uhr wurde die Polizei von einer Amberger Geschäftsfrau verständigt, dass sich am Kirchensteig mehrere Ausländern aufhalten, die offensichtlich nicht mehr weiter wüssten und mit dem Handy der Frau telefonieren wollten.

 

Eine Streifenbesatzung der PI Amberg fuhr zur genannten Adresse und stellte dort eine Gruppe irakischer Flüchtlinge fest, die, wie sie später herausstellte von einem Schleuser mit dessen weißen Transporter nach Deutschland gebracht und in der Oberpfalz ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen wurden.

Mit mehreren Streifenfahrzeugen, auch mit Unterstützung des Einsatzzuges wurden die 7 Erwachsenen im Alter von 18 bis 40 Jahren, 3 Jugendliche im Alter von 14 Jahren und 7 Kinder im Alter von 1 ¼ bis 13 Jahren zur Dienststelle in der Kümmersbrucker Straße verbracht. Wie sich dort herausstellte, waren sie über die Türkei und Bulgarien nach Deutschland geschleust worden. Pro Person musste ein Betrag von 1.000 Euro an den unbekannten Schleuser gezahlt werden.

Die Flüchtlinge befanden sich allesamt in einem gesundheitlich angeschlagenen Zustand. Alle hatten ausgesprochenen Durst und viele hatten bereits einige Tage nichts zu essen bekommen. Wasserflaschen wurden besorgt und an die Kinder wurden Schokoladenosterhasen der Kollegen und Rettungsteddys zur Beruhigung für die Kleinsten verteilt.  

Nachdem mit einem Dolmetscher die ersten notwendigen Personalienfeststellungen und Befragungen durchgeführt worden waren, wurden die 17 Personen zur Aufnahmeeinrichtung nach Regensburg gebracht. Von dort aus kann nun das ordentliche Asylverfahren eingeleitet werden.

 


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