AOK unterstützt P.A.R.T.Y-Programm am Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

Als neuer Kooperationspartner fördert die AOK Regensburg das Präventionsprogramm P.A.R.T.Y. am Universitätsklinikum Regensburg (UKR). Ziel des Programmes ist es, Jugendlichen die gefährlichen Folgen von Verkehrsunfällen durch Drogeneinfluss oder Selbstüberschätzung vor Augen zu führen.

Einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge nimmt der Alkohol- und Drogenkonsum unter Jugendlichen kontinuierlich ab. 2016 erreichte er sogar einen neuen Tiefstwert. Dennoch ist die Zahl derjenigen Jugendlichen, die sich regelmäßig in einen Rauschzustand versetzen, mit rund 29 Prozent immer noch zu hoch. So kommt es nach wie vor zu einer Vielzahl an Unfällen, die durch den Konsum von Alkohol oder anderen Drogen verursacht werden. Hinzu kommen Selbstüberschätzung, ein geringes Risikobewusstseinund falsche Situationseinschätzung. An dieser Stelle setzt das Präventionsprogramm P.A.R.T.Y. (PreventAlcoholandRiskRelatedTrauma in Youth) an, das Jugendliche für Unfallfolgen aufgrund von Drogeneinfluss und Selbstüberschätzung sensibilisieren soll.

Als erstes Klinikum in Bayern bietet das UKR bereits seit 2014 sechsmal pro Jahr Schulklassen aus Stadt und Landkreis Regensburg die Möglichkeit, am weltweit erfolgreichen P.A.R.T.Y.-Programm teilzunehmen. Bis Ende 2018 unterstützt nun die Gesundheitskasse die sechs Termine pro Jahr.

„Das P.A.R.T.Y.-Programm ist ein wichtiges Instrument, um Jugendlichen die Risiken eines Verkehrsunfalls aufzuzeigen. Wenn dadurch künftig auch nur ein Unfall verhindert werden kann, dann hat sich unser Engagement schon gelohnt. Ich bin froh, dass das Universitätsklinikum Regensburg dieses Programm für unsere Region anbietet und möchte als neuer Partner auch gleich unseren Auszubildenden die Gelegenheit geben, daran teilzunehmen“, erläutert Richard Deml, Direktor der AOK in Regensburg und ruft die Schulen in Stadt- und Landkreis Regensburg auf, sich zur Teilnahme am P.A.R.T.Y.-Tag zu bewerben.

Auch der Kaufmännische Direktor des UKR, Klaus Fischer, zeigte sich erfreut über die Kooperation: „Mein besonderer Dank gilt der AOK. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, das P.A.R.T.Y-Programm in den kommenden zwei Jahren weiter fortzuführen. Außerdem möchte ich den vielen Mitarbeitern des UKR, unseren Rettungsdiensten und der Polizei danken, die sich regelmäßig die Zeit nehmen, unsere jungen Gäste durch diesen intensiven Tag zu begleiten.“

Möglichst wirklichkeitsgetreu

Der Ablauf eines P.A.R.T.Y.-Termins ist für die Teilnehmer psychisch höchst anstrengend. „Wir versuchenden Schülern alle Facetten eines Traumas aufzuzeigen. Neben den verschiedenen Stationen bei uns im Krankenhaus machen Erfahrungsberichte von Polizei und echten Traumapatienten das Erlebte noch plastischer“, erklärt Professor Dr. Michael Nerlich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR.

Die Jugendlichen erleben, wie Schwerverletzte nach Verkehrsunfällen abtransportiert und dann in der Notaufnahme versorgt werden. Dabei werden Zugänge „angetäuscht“, ein EKG durchgeführt oder das Legen eines Katheters angedeutet. Danach dürfen die Schüler in eine Intensivstation und erleben anhand eines echten Intensivpatienten, welche Folgen ein Unfall für einen Menschen haben kann. Weiter auf der Allgemeinstation erzählt ein Patient von seinem Unfall. Schließlich wird in der Physiotherapie gezeigt, welche umfangreichen Rehabilitationsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Unter dem Motto „Dress like Trauma“ werden den Schülern außerdem Orthesen und Halskrausen angelegt, um die eingeschränkte Beweglichkeit nach einem schweren Unfall zu simulieren.

Für das P.A.R.T.Y-Programm 2017 können sich Schulen aus Stadt und Landkreis Regensburg unter: www.party-dgu.de/de/standorte/regensburg.html bewerben.