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Arbeitsmarktreport-SAD_2020-07 Arbeitsmarktreport Bild: © Agentur für Arbeit

Arbeitsmarktgesamtentwicklung beleuchtet

13 Minuten Lesezeit (2611 Worte)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, das heißt in den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham sowie in der kreisfreien Stadt Amberg, sind die Folgen der Coronakrise noch immer deutlich auf dem Arbeitsmarkt spürbar. Im Berichtsmonat waren 2.390 Personen bzw. 40,3 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr. Mitte Juli waren somit rund 8.310 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet.


Saisontypisch erhöhte sich die Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist, allerdings nur geringfügig und zwar um acht Personen bzw. 0,1 Prozent. Hierfür verantwortlich waren vor allem die bevorstehende Urlaubs- und Ferienzeit. Anders als sonst üblich erhöhte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen zum Monatswechsel mit einem Plus von drei Personen bzw. 0,3 Prozent nur minimal.

Die Arbeitslosenquote im Juli: 3,4 Prozent

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen blieb von Juni auf Juli stabil bei 3,4 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 2,4 Prozent.

Mehr Abgänge in Erwerbstätigkeit als im Vorjahr

Bei den Bewegungszahlen zeigte sich der Arbeitsmarkt trotz Corona dynamischer als im Vorjahr. So nahm sowohl die Zahl der Zugänge aus als auch der Abgänge in Erwerbslosigkeit zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich rund 890 Personen aus der Berufstätigkeit heraus arbeitslos und somit knapp 100 Arbeitnehmer bzw. zwölf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Zugleich beendeten zirka 660 Personen ihre Arbeitslosigkeit, um direkt

ins Erwerbsleben zurückzukehren, was einem Plus von knapp 40 Arbeitnehmern bzw. 5,7 Prozent entspricht. Unterbeschäftigung binnen Monatsfrist leicht gestiegen Die Zahl der unterbeschäftigten Personen erhöhte sich von Juni auf Juli um rund 120 Arbeitnehmer bzw. 1,2 Prozent auf nunmehr knapp 10.500 Betroffene. Die Unterbeschäftigungsquote stieg von 4,2 Prozent im Juni auf aktuell 4,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,4 Prozent. Erste Zahlen zum Ausmaß der Kurzarbeit Die Betriebe stellten vom 1. bis 26. Juli insgesamt 84 Anzeigen auf Kurzarbeit. Darin genannt wurden 1.746 betroffene Arbeitnehmer. Im Juni waren es 151 Anzeigen für 4.507 Personen. Die Anzeigen im Juli verteilten sich regional wie folgt: Kreis Schwandorf: 19 Anzeigen für 202 betroffene Arbeitnehmer Kreis Cham: 25 Anzeigen für 255 betroffene Arbeitnehmer Kreis Amberg-Sulzbach: 27 Anzeigen für 749 betroffene Arbeitnehmer Stadt Amberg: 13 Anzeigen für 540 betroffene Arbeitnehmer „In diesem Monat liegen erstmals belastbare Zahlen vor, wie viele Beschäftigte nicht nur in den Anzeigen genannt wurden, sondern tatsächlich in Kurzarbeit gehen mussten. Im Agenturbezirk Schwandorf waren dies im Monat März 11.620 Beschäftigte in 1.536 Betrieben. Dies zeigt sehr deutlich, dass schon der erste Krisenmonat im Frühjahr Arbeitgeber und Arbeitnehmer spürbar getroffen hat", berichtet Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Kräftenachfrage unter Vorjahresniveau

Die Unternehmen und Verwaltungen meldeten den gemeinsamen Arbeitgeber-Services in der mittleren Oberpfalz im Juli rund 710 offene Stellen und somit knapp 340 bzw. 32,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Stellenpool befanden sich im Juli knapp 4.230 Offerten und somit rund 1.030 Angebote bzw. 19,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Arbeitsmarkt in Regionen

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf:

Jugendarbeitslosigkeit normalisiert sich langsam wieder

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf stieg die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli leicht an, und zwar um rund 60 Personen bzw. 2,2 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren zirka 2.880 Personen arbeitslos gemeldet, rund 770 Arbeitnehmer bzw. 36,8 Prozent mehr als im Juli 2019.

Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt spiegeln die Bewegungszahlen wider. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich zirka 580 Personen neu oder erneut arbeitslos und somit rund 100 Arbeitnehmer bzw. 14,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Demgegenüber beendeten knapp 530 Personen ihre Arbeitslosigkeit, rund 60 Arbeitnehmer bzw. 9,6 Prozent weniger als im Juli 2019.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von Juni auf Juli von 3,5 auf nunmehr 3,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Quote um 0,9 Prozentpunkte verschlechtert.

„Mit dem Ende von Schul- und Ausbildungszeit steigt im Juli saisontypisch die Jugendarbeitslosigkeit stark an – zumindest in normalen Jahren. Dieser Effekt ist im aktuellen Berichtsmonat weitgehend ausgeblieben. Die Arbeitslosigkeit der Personen unter 25 Jahren ist binnen Monatsfrist lediglich um zwölf Jugendliche gestiegen und liegt nun 8,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Eine Entwicklung die vorsichtig optimistisch stimmt, umso mehr, wenn man bedenkt, dass der Juni-Wert noch 28,3 Prozent über dem Niveau des Juni 2019 lag. Dies zeigt, dass sich die Chancen gerade für junge Menschen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt langsam wieder verbessern", sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Laufe des Berichtsmonats knapp 240 Stellen neu zur Besetzung, rund 90 Angebote bzw. 27,3 Prozent weniger als im Juli des vergangenen

Jahres. Im Berichtsmonat waren im Schwandorfer Stellenpool rund 1.490 Offerten gemeldet, zirka 380 Angebote bzw. 20,2 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Im Bezirk Amberg:

Anzeichen für Rückgang der Kurzarbeit erkennbar

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Amberg ging die Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist leicht zurück, und zwar um knapp 40 Personen bzw. 1,9 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres nahm die Arbeitslosigkeit deutlich zu, und zwar um knapp 640 Personen bzw. 38,9 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren zirka 2.270 Personen arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote verbesserte sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 3,9 Prozent (Juli 2019: 2,8 Prozent). „Eine äußerst positive Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes in dieser schwierigen Zeit", sagt Geschäftsstellenleiter Manfred Tröppl.

Knapp 430 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und somit 84 Arbeitnehmer bzw. 16,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Gegenzug beendeten zirka 470 Personen ihre Arbeitslosigkeit und somit knapp 20 Arbeitnehmer bzw. vier Prozent mehr als im Juli 2019.

Stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Juni noch leicht an, so reduzierte sich die Anzahl im Juli gegenüber dem Vormonat bereits wieder merklich. Und dies trotz erster Arbeitslosmeldungen nach beendeter Schulausbildung. Die Verschiebung vieler Abschlussprüfungstermine durch die Kammern wird aber erst im nächsten Monat zeigen wie viele und welche jungen Fachkräfte sich nach einer beruflichen Ausbildung eine neue Beschäftigung suchen müssen. Dem steht ein durchaus breites Angebot an offenen Arbeitsstellen zur Verfügung und die Chance auf eine Anschlussbeschäftigung ist gut.

Diese Entwicklung bestätigt auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Neueinstellungen in den letzten Wochen und erfreulicherweise in einer Vielzahl von Branchen. Die Experten im Arbeitgeber-Service von Agentur und Jobcenter beobachten auch ein Abflauen der Neuanfragen zum Kurzarbeitergeld und zu den Abrechnungsmodalitäten. Die Sachbearbeiter berichten ebenfalls von einem Rückgang der Auszahlungsanträge für das Kurzarbeitergeld. Gleichzeitig steigen die Beratungen im Vermittlungsgeschäft zu Neueinstellungen spürbar. Vor allem im öffentlichen Dienst, in den Bereichen Erziehung und Gesundheit aber auch im Handel suchen wieder mehr Betriebe nach neuem Personal. Lediglich in den „Industriebranchen" ist noch keine größere Bewegung zu spüren. Als positives Signal wird die Zunahme der Aktivitäten der Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen gewertet. Auch hier sind wieder Neueinstellungen zu verzeichnen.

Trotz Einschränkungen durch die Pandemie ist der Ausbildungsstellenmarkt in Amberg weiter gut aufgestellt. Die Arbeitgeber agieren hier perspektivisch. Sie stellen ein enormes Angebot an Ausbildungsstellen für die jungen Menschen in der Region zur Verfügung. Auch wurden kaum Ausbildungsstellen wegen Covid-19 zurückgezogen. Tröppl bittet alle Bewerberinnen und Bewerber die noch keine Zusage bzw. keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, mit ihrem Smartphone täglich einen Blick in die Jobbörse zu werfen. Alle noch freien Ausbildungsangebote können so abgerufen werden. Die Arbeitgeber bittet er baldmöglichst die Auswahlverfahren abzuschließen und Ausbildungsverträge zu unterschreiben.

Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter seit Jahresbeginn rund 1.020 Stellen neu zur Besetzung, zirka 470 Angebote bzw. 31,7 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.

Im Bezirk Cham:

Leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit

Im Bezirk der Geschäftsstelle Cham nahm die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um rund zehn Personen bzw. 0,9 Prozent zu. Mit 1.630 betroffenen Arbeitnehmern fiel die Arbeitslosigkeit um 540 Personen bzw. 49,6 Prozent höher als im Vorjahr aus.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich knapp 370 Personen neu oder erneut arbeitslos, zirka 30 Arbeitnehmer bzw. 8,4 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres. Im Gegenzug beendeten rund 360 Personen ihre Arbeitslosigkeit und somit zirka 40 Arbeitnehmer bzw. 10,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Dass sich der Arbeitsmarkt noch nicht von den Folgen der Coronakrise erholt hat, zeigt vor allem der Vergleich mit dem Vorjahr", sagt Geschäftsstellenleiter Hans-Peter Hausladen. Damals lag die Quote mit 1,9 Prozent genau 0,9 Prozent unter dem aktuellen Wert. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Arbeitslosenquote mit 2,8 Prozent stabil.

Im Bauhaupt- und Baunebengewerbe ist die Auftragslage gut. Fachkräfte werden gesucht, die Betriebe haben dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter zahlreiche neue Stellenangebote gemeldet. Die Baufirmen sind noch zufrieden mit dem Auftragseingang und erwarten auch für die restliche Bausaison eine ausreichende Auslastung.

Die Situation für Fachkräfte und Hilfskräfte aus dem Metallgewerbe hat sich etwas verbessert, einzelne Arbeitsaufnahmen aber auch Vertragsverlängerungen schlugen positiv zu Buche.

In der Elektroindustrie ist die Lage unterschiedlich zu bewerten, von schlecht im Bereich Automotive bis gut in der Sparte Medizintechnik. Im Elektrohandwerk besteht weiterhin Bedarf an Fachkräften bei einer allgemein guten Auftragslage.

Im Gesundheitsbereich werden in allen Sparten wieder Neueinstellungen vorgenommen, im Berichtsmonat hat ein verstärkter Stellenzugang stattgefunden. Für Bewerber im Bereich der medizinischen Gesundheitsberufe sind kaum Stellen vorhanden, ganz im Gegenteil zu Physiotherapeuten. Die Praxen haben unverändert großen Personalbedarf.

Die Arbeitsmarktbedingungen für Berufskraftfahrer sind gut und waren auch vor Corona schon entsprechend. Post- und Kurierdienste suchen weiterhin Auslieferungsfahrer. Im Einzelhandel sind die Integrationschancen nicht besonders gut, die Zahl der freien Stellen ist sehr überschaubar.

Bei den Hotel- und Gastronomiebetrieben erfolgten vereinzelt Wiedereinstellungen. Die Hygienevorschriften sind für alle Unternehmen in dem Bereich eine große Herausforderung, trotz der anfänglichen Probleme aufgrund der Auflagen sind die meisten Hotelbetreiber eher optimistisch gestimmt.

Bei den Personaldienstleistern blieb der Stellenbestand vergleichsweise konstant. Sowohl Helfer als auch Fachkräfte werden nachgefragt.

„Mit der aktuellen Arbeitslosenquote meistert der Chamer Arbeitsmarkt sowohl strukturelle als auch Corona bedingte Einflüsse. Kurzarbeit und die Weitsicht der Unternehmen erhalten die Arbeitsplätze in den meisten Fällen", berichtet Hausladen.

In den nächsten Tagen beenden viele junge, gut ausgebildete Fachkräfte ihre Ausbildung und erhalten trotz weniger Arbeit und Kurzarbeit Chancen für eine Anschlussbeschäftigung. Dadurch können sie wichtige Berufserfahrung sammeln", berichtet Hausladen. Kurzarbeit ist hier kein Hinderungsgrund, es ist auch jederzeit möglich, trotz Kurzarbeit solche Fachkräfte neu einzustellen.

Insgesamt meldeten die Betriebe und Verwaltungen dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters seit Jahresbeginn knapp 1.590 Stellen neu zur Besetzung, rund 700 Angebote bzw. 30,7 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres. Im Berichtsmonat waren im Chamer Stellenpool rund 1.190 Stellen gemeldet, knapp 150 Angebote bzw. elf Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Im Bezirk Bad Kötzting:

Leichter Rückgang der arbeitslosen Personen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kötzting sank die Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist um sieben Personen bzw. 1,5 Prozent. Mitte Juli waren knapp 450 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, zirka 160 Personen bzw. 56,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote verbesserte sich von 2,8 Prozent im Juni auf nunmehr 2,7 Prozent. Im Juli des vergangenen Jahres lag die Quote bei hervorragenden 1,7 Prozent.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich rund 80 Personen neu oder erneut arbeitslos, zirka 30 Arbeitnehmer bzw. 25,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Im Gegenzug beendeten rund 90 Personen ihre Arbeitslosigkeit und somit zwei Personen mehr als im Juli 2019.

„Hauptgrund für den leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ist das Mehr an Arbeitsaufnahmen in verschiedenen Branchen im Vergleich zur Zahl der neuen Arbeitslosmeldungen", berichtet der Leiter der Geschäftsstelle Bad Kötzting, Hans-Peter Hausladen.

Das Bauhaupt- und Baunebengewerbe meldet weiterhin eine gute Auftragslage und auch für die restliche Saison wird mit einer guten Auslastung gerechnet. Es fehlen nach wie vor Fachkräfte, vereinzelt konnten Stellen mit Förderungen durch die Arbeitsagentur besetzt werden.

In der Holzverarbeitung hat sich die Auftragslage leicht verbessert, es besteht weiterhin eine deutliche Fachkräftenachfrage und Einstellungen kamen zustande. Die Auftragssituation in den Industriebetrieben ist nur in der Medizintechnik und Medizingeräteherstellung sehr gut. Ansonsten muss wegen teils starken Auftragseinbrüchen kurzgearbeitet werden.

Im Einzelhandel hat sich die Kaufnachfrage aufgrund von Preisrabatten und Angeboten etwas gebessert, die Kundinnen und Kunden verhalten sich aber immer noch zurückhaltend.

Im Gesundheitsbereich nehmen die Betriebe wieder in allen Sparten Neueinstellungen vor, allerdings noch nicht in der Größenordnung aus der Zeit vor Corona.

„Die massive Kurzarbeit in vielen Betrieben sichert den Unternehmen weiter die wichtigen Fachkräfte und den Arbeitnehmern ihre Arbeitsplätze", berichtet Hausladen. Positiv ist auch, dass sich in vielen Geschäften und Betrieben zumindest der Umfang der Kurzarbeit reduziert.

Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter seit Jahresbeginn knapp 370 Stellen neu zur Besetzung, 300 Angebote bzw. 45 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im Bezirk Oberviechtach:

Mehr Abgänge in Erwerbstätigkeit als im Vorjahr

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Oberviechtach ging die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um neun Personen bzw. 3,8 Prozent zurück. Mitte des Berichtsmonats waren knapp 230 Personen arbeitslos gemeldet, rund 30 Arbeitnehmer bzw. 17,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote verbesserte sich von 3,1 Prozent im Juni auf aktuell 3,0 Prozent. Im Juli des vergangenen Jahres lag die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich 40 Personen neu oder erneut arbeitslos, zirka zehn Personen bzw. 24,5 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres. Im Gegenzug beendeten insgesamt 50 Personen ihre Arbeitslosigkeit und somit zwei Arbeitnehmer mehr als im Vorjahr, darunter rund 20 Personen, die direkt eine Erwerbstätigkeit aufnahmen. Damit erhöhte sich die Zahl der Berufsrückkehrer aus der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um acht Personen bzw. 61,5 Prozent.

Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter seit Jahresbeginn knapp 130 Stellen neu zur Besetzung, rund 50 Angebote bzw. 26 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.

Im Bezirk Sulzbach-Rosenberg:

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Sulzbach-Rosenberg sank die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli leicht, und zwar um zehn Personen bzw. 1,1 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren rund 870 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, zirka 250 Personen bzw. 39,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Arbeitslosenquote verbesserte sich von 3,4 Prozent im Juni auf nunmehr 3,3 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 2,4 Prozent.

Mit rund 160 neuen bzw. erneuten Arbeitslosmeldungen lag die Zahl der Zugänge in die Arbeitslosigkeit 15,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber beendeten rund 170 Personen ihre Arbeitslosigkeit und somit 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Geschäftsstellenleiter Manfred Tröppl zeigt sich sehr zufrieden über die Stabilität des regionalen Arbeitsmarktes. Trotz der Pandemie gelingt es den Betrieben mit guten Konzepten und der massiven Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld die Beschäftigten - und vor allem die jungen Menschen, die ihre Berufsausbildung beenden - in den Betrieben zu halten. Der Sulzbach-Rosenberger Arbeitsmarkt ist immer noch nahe an einer Arbeitslosenquote bei der man von „Vollbeschäftigung" spricht. Der Umfang der Kurzarbeitsstunden im Juli verringerte sich in vielen Unternehmen ebenfalls spürbar.

Durch die Verschiebung vieler Abschlussprüfungstermine durch die Kammern wird aber erst der nächste Monat genau zeigen wie viele und welche jungen Fachkräfte sich eine neue Beschäftigung suchen müssen. Ihnen steht ein durchaus respektables Angebot an offenen Stellen zur Verfügung und die Chance auf eine Anschlussbeschäftigung ist gut. Die Unternehmen sollten ihren Fokus auf diese frisch ausgebildeten Fachkräfte richten, empfiehlt Tröppl. Selbst wenn im Unternehmen noch kurzgearbeitet wird, können Ausbildungsabsolventen neu eingestellt werden.

Trotz Covid-19: Der Ausbildungsstellenmarkt ist in Sulzbach-Rosenberg weiter gut aufgestellt. Die Arbeitgeber agieren hier mit Weitsicht. Sie stellen ein Höchstangebot an Ausbildungsstellen für die jungen Menschen in der Region zur Verfügung. Auch haben sie kaum Ausbildungsstellen wegen der Pandemie zurückgezogen. Tröppl bittet alle Bewerberinnen und Bewerber, die noch keine Zusage bzw. einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, ihr Smartphone zu nehmen und täglich einen Blick in die Jobbörse zu werfen. Alle noch freien Ausbildungsangebote können so abgerufen werden. Die Arbeitgeber bittet er baldmöglichst die Auswahlverfahren abzuschließen und Ausbildungsverträge anzubieten.

Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter seit Jahresbeginn knapp 510 Stellen neu zur Besetzung, rund 210 Angebote bzw. 28,8 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres. 

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