Am Friedhof in Wald kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen an den Gräbern, es wird an Videoüberwachung gedacht.

Bei der Sitzung des Gemeinderates Wald stand auch der Friedhof Wald auf der Tagesordnung. In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Sachbeschädigungen an Gräbern und an den Grabbepflanzungen. Die Sachbeschädigungen veranlassten den Gemeinderat über eine Videoüberwachung nachzudenken. Es gibt Grabstellen, an denen es den Angehörigen nicht möglich ist, Blumenschmuck zu haben, da dieser nach dem Pflanzen eingeht. Es wurde teilweise auch schon die Graberde ausgetauscht, jedoch ohne Erfolg. Es werde vermutet, dass die betroffenen Grabstellen von Unbekannten mit Pflanzenschutzmittel behandelt werden, so Wolfgang Held, Geschäftsstellenleiter der VG Wald. 

Soweit es der Gemeinde bekannt sei, hätten der oder die Unbekannten auf dem Friedhof Wald acht Gräber ins Visier genommen. Ähnliches ereignete sich auch in einer anderen Kommune, dort wurden die Probleme durch Videoüberwachung gelöst. Die Gemeinde Wald hat die Möglichkeit einer Videoüberwachung bereits geprüft. Die Videoüberwachung könne in diesem Fall der Gefahrenabwehr dienen, so Held. Das Bestattungswesen sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Durch die Videoaufzeichnungen könnten Sachbeschädigungen, die mitunter als Störung der Totenruhe angesehen werden können, vielleicht beendet werden. So könnte man auch die Vermutung, dass Pflanzenvernichtungsmittel eingesetzt werden, unter Umständen bestätigen.

Zusammenfassend könne man sagen, dass eine Videoüberwachung rechtlich möglich wäre, jedoch noch die technische Umsetzung betrachtet werden müsse, zum Beispiel wo und wie die Installation der Kameras sinnvoll ist. Der Walder Gemeinderat beschloss, die Verwaltung die technische Umsetzung einer Videoüberwachung prüfen zu lassen. Das Gremium ist sich bewusst, dass es sich mit dem Friedhof um einen sehr sensiblen Bereich handelt. So gibt es auch Überlegungen, dass die Aufzeichnungen nur gesichtet werden, wenn es zu einem Vorfall kam oder es einen konkreten Verdacht gibt. Man wolle versuchen den technischen Bereich einzuschränken und nur die betroffenen Gräber überwachen.