/** */
Anzeige
Anzeige
Auf den Spuren der Bibel

Auf den Spuren der Bibel

3 Minuten Lesezeit (606 Worte)

Unter der geistlichen Leitung von Pfarrer Heinrich Rosner und Pfarrvikar Joseph erlebten 26 Pilger aus der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln eine erlebnisreiche Woche in Israel und seinen biblischen Stätten. Reiseführer Dr. Reinhold Then aus Regensburg erwies sich als ausgesprochener Kenner des Heiligen Landes. Die Pilger sammelten berührende und bleibende Eindrücke in dem Land, das die Bibel sehr ausführlich beschreibt: Hier hat Jesus Christus gelebt und gewirkt.

 

Eine Reise nach Israel ist mehr als nur eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten. Die Landkarte des Staates ist übersät mit Namen, die in der Bibel verankert sind. Nach der Landung in Tel Aviv bezog die Reisegruppe ihr erstes Hotel am See Genezareth. Bei der Brotvermehrungskirche in Tabgha, wo am Seeufer eine Messe gefeiert wurde, und am Berg Tabor, wo Jesus die Seligpreisungen verkündete, konnten die Pilger nicht nur eine tolle Landschaft, sondern auch geschichtsträchtigen Stationen kennenlernen. Die Pilgergruppe konnte während der achttägigen Reise nicht nur viel sehen, sondern auch selbst erleben. Wer wollte, konnte im Jordan die Taufstelle Jesu durchwaten und beim Bad im Toten Meer konnte sich jeder davon überzeugen, dass man wegen des hohen Salzgehaltes wirklich nicht untergehen kann.

Auf dem Berg der Seligpreisungen, wo Jesus die Bergpredigt hielt, feierten Pfarrer Heinrich Rosner und Pfarrvikar Joseph (von links) eine Messe unter freiem Himmel.

 

Faszinierende Orte

Weitere Hotels wurden in Bethlehem und Jerusalem bezogen. Obwohl beide Orte mittlerweile zusammengewachsen sind, erlebten die Besucher die dazwischen verlaufende und gut gesicherte Grenze zwischen Israel und Palästina. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Geburtskirche in Bethlehem. Sich an der Stelle aufhalten zu dürfen, an der Jesus in einer Felsengrotte geboren wurde, ging vielen tief unter die Haut. Weitere Eindrücke wurden auf den Hirtenfeldern, in einem Kinderheim und in einer orthodoxen Kirche gesammelt. Dabei erfuhren die Pilger auch, dass die Christen in Bethlehem eine leider verschwindende Minderheit darstellen.

Jerusalem ist das Zentrum vieler Glaubensrichtungen. Die Stadt mit fast 900.000 Einwohnern weist Spuren einer jahrtausendealten Besiedelung auf. Bei einer Pilgermesse auf Golgota, das ebenso wie die letzten fünf Kreuzwegstationen auf historischen Orten in der Grabeskirche liegt, und beim Besuch des Heiligen Grabes, aus dem Jesus auferstanden ist, blieben starke Emotionen nicht aus. Am Ölberg waren die Himmelfahrts-Kapelle, die Vaterunser-Kirche und der Garten Getsemani Orte, die von den Evangelien her bekannt waren. Das leere Grab der Mutter Gottes wird von vielen Gläubigen besonders verehrt. Unzählige Zettel im Grab zeugen von Gebetsanrufungen, die an Maria herangetragen werden. In der belebten Via Dolorosa wurde der Kreuzweg abgeschritten. Die Kirche St. Peter in Gallicantu, wo Jesus von Petrus drei Mal verleugnet wurde, stellt eine enge Verbindung zu dem biblischen Hahnenschrei dar. An der Klagemauer waren die Pilger dabei, wie die Juden mit dem Gebet den Sabbat eröffneten.

In die eigene deutsche Vergangenheit tauchte die Gruppe beim Besuch der Holocaust- Gedenkstätte Yad Vashem und am Grab von Oskar Schindler ein. Ein Güterwaggon erinnert an die Deportation der Juden und das „Tal der zerstörten Gemeinden“ spricht für sich.

Für den Stullner Bürgermeister Hans Prechtl war auch die Fahrt zur Pilgerstätte En Kerem ein bleibendes Erlebnis. Dort wurde sein Namenspatron Johannes der Täufer geboren. In der Johanneskirche kann die Geburtsgrotte besichtigt werden. Im selben Ort zeugt die Heimsuchungskirche von der Begegnung Mariens mit Elisabeth. Auch in dieser Kirche zelebrierten die beiden Geistlichen aus der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln einen Gottesdienst.

Nachtreffen geplant

Immer im Blick waren neben dem Land auch die Menschen aller Kulturen, die hier tagtäglich friedlich zusammenleben. Das Sicherheitsgefühl war keinen Moment gestört, und doch blieben die Probleme des Landes nicht völlig verborgen. Die hohe Betonmauer, die Israel von Palästina trennt, ist ein Beispiel dafür. Nach Ostern ist ein Nachtreffen geplant. Beim Zeigen der Bilder werden die Erinnerungen sicher wieder geweckt.

Anzeige

Updates abonnieren Abo beenden Drucken

Ähnliche Beiträge

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://ostbayern-kurier.de/

Region Schwandorf

26. Oktober 2021
Nittenau. Am 15. Oktober endete die Campingsaison für TagestouristInnen. Beata Käsz blickt auf ihr erstes Jahr als Campingwartin zurück....
26. Oktober 2021
Nittenau. Schwimmmeister Andreas Hanka zog Bilanz zur Freibadsaison 2021. Von Seiten der Stadtverwaltung nahm Christian Schwandtner Stellung zum Nittenauer Wochenmarkt, der heuer seine Premiere hatte. Auch Zuschussanträge wurden abgehandelt sowie übe...
25. Oktober 2021
Schwandorf. Das Landratsamt meldet: Aus den 37 Fällen, die wir am Freitag, 22. Oktober, gemeldet hatten, wurden bis zum Ende der Schicht noch 48. Am Samstag, 23. Oktober, wurden 38 und am Sonntag sechs neue Infektionen bekannt. Heute am Montag, 25. O...
25. Oktober 2021
Schwandorf/Landkreis. Am Samstagmorgen um 09:30 Uhr meldete die MERO (Mitteleuropäische Rohölleitung) -Leitstelle in Vohburg- ein Leck im Abschnitt B 21 – der sich wiederum im östlichen Landkreis Schwandorf verläuft. Unverzüglich alarmiert die Integr...
25. Oktober 2021
Neunburg. Im Schützenheim bei Nefling fand die Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Erheiterung statt, zu der 22 Mitglieder erschienen sind. Schützenmeister Michael Baumgärtner erinnerte mit einer Gedenkminute an die verstorbenen Mitgliede...
24. Oktober 2021
Neuenschwand/Bodenwöhr. Irdische Menschen brauchen ein irdisches Zuhause, einen Ort, wo Familien sich zusammenfinden. Auch Jesus hat sein Zelt unter uns aufgeschlagen. Worte von Domdekan Prälat Dr. Josef Ammer aus Regensburg am Kirchweihsonntag, bevo...
Anzeige

Amberg, Sulzbach-Rosenberg

14. Oktober 2021
Amberg-Sulzbach. Der Landkreis Amberg-Sulzbach hat seit 1. Oktober einen neuen Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege. Markus Fuchs aus Ursensollen wurde von Landrat Richard Reisinger, zugleich Kreisvorsitzender der Obst- und Gartenbauver...
11. Oktober 2021
Amberg-Sulzbach. Im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde der Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten: Samstag, 9. Oktober 2021 (Inzidenzwert 39,8), Sonntag, 10...
10. Oktober 2021
Amberg-Sulzbach. Ab Montag, 11. Oktober sind im Testzentrum auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes Amberg in der Hockermühlstraße keine kostenlosen Jedermann-Testungen mehr möglich. Darüber informiert das Landratsamt Amberg-Sulzbach in einer gemeinsa...
09. November 2020
Amberg-Sulzbach. Es war der 11. November 2000. Beim Seilbahnunglück von Kaprun sterben 155 Menschen, darunter 20 aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, überwiegend aus Vilseck und Hahnbach, aber auch aus Sulzbach-Rosenberg und Rieden. Erstickt oder verbr...
24. Oktober 2020
Amberg-Sulzbach. Der Landkreis Amberg-Sulzbach hat die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten. Somit tritt § 24 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) ab Sonntag, 25. Oktober 2020, 0 Uhr, in Kraft. Es wird eine M...
23. Oktober 2020
Sulzbach-Rosenberg. Im Rahmen eines kleinen Festaktes bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenbach führte in dieser Woche Polizeivizepräsident Thomas Schöniger den zukünftigen stellvertretenden Leiter der Dienststelle, Polizeihauptkommissar Alexander...

Für Sie ausgewählt

Wohnung, Haus und Garten

26. September 2020
Regensburg. Bereits zum 40. Mal veranstaltete der Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege (OGV KV) heuer seinen Gestaltungswettbewerb. Dabei konnte die Bewertungskommission bei 34 gemeldeten Gärten 19 Auszeichnungen und 15 Aner...
24. August 2020
So schön sonnige Tage unter freiem Himmel sind – Bewohner von Dachwohnungen leiden im Hochsommer vielfach unter überhitzten Räumen. Auch der Spätsommer und ein goldener Herbst können so manches Obergeschoss gefühlt in einen Backofen verwandeln....
08. August 2021
(djd). Muss alles, was nicht mehr ganz taufrisch aussieht, gleich auf den Müll wandern? Lässt sich zum Beispiel das Lieblingsmöbelstück nicht aufbereiten und neu nutzen? Und ob! Upcycling heißt der Trend, der Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständ...