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CEBB-Wanderung-grnes-Band Die Wanderung fand im Rahmen des Projekts „Kultur ohne Grenzen – Begegnung Bayern-Böhmen. Kultura bez hranic – setkávání Čechy-Bavorsko“ mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Landkreises Schwandorf statt. Bild: © CeBB

Auf der Bühne der Natur

1 Minuten Lesezeit (246 Worte)

3 Säumer, 4 Vierbeiner und 16 Teilnehmende machten sich entlang des Grünen Bandes auf den Weg die unberührte Natur im Schönseer Land und Umfeld zu entdecken. Zu dieser einzigartigen Wanderung rief das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) am 11. und 12. Juli 2020 mit dem Ziel auf, gemeinsam die fast vergessenen Natur- und Kulturorte im Gedächtnis der Teilnehmenden wieder aufleben zu lassen.

Es waren 16 Wanderbegeisterte, die am letzten Wochenende der Einladung des CeBB zu einer zweitägigen Tour folgten, die jeden Tag ca. 18 km Fußmarsch beinhaltete. Mit Bjørn Rau, Leiter der Säumer Akademie, engagierte das CeBB einen fachkundigen Säumer und Wanderführer, der nicht nur gemeinsam mit seinen Maultieren den Weg vorgab, sondern auch auf zahlreiche Besonderheiten in der Landschaft hinwies. Mit viel Fachwissen über Flora und Fauna bietet er einzigartige Wandererlebnisse mit seinen Mulis an, die das Gepäck der Wanderer tragen und das Tempo angeben. Unterstützung fand Bjørn Rau in zwei weiteren Säumern, Andreas Kandl und Hans Heindl mit seinem Pferd Artemis, die für diesen Anlass einige Kilometer Anreise auf sich genommen haben, um die Wanderung zu unterstützen.

Nach begrüßenden und einleitenden Worten von Dr. Veronika Hofinger und Ivana Danisch stärkten sich die Teilnehmenden mit einem traditionellen böhmischen Frühstück im CeBB. Danach ging es anschließend durch den Schönseer Kurpark zur Lochmühle, wo bereits die drei Mulidamen Honey, Puddi und Ebby sowie das Pferd Artemis geduldig auf die Teilnehmenden warteten. Nach dem Verstauen der Habseligkeiten auf den Mulis führte am Samstag der Weg von Schönsee aus über den alten Bahnhof, Laub und Stückstein zur Gradlhöhe in Dietersdorf. Auf dieser Strecke bekamen die Mitwandernden als Erstes Einblick in die Geschichte und die Bedeutung der Säumerei (Transport von Handelsware auf den Rücken der pferdeartigen Equiden) in Bayern und Böhmen, und lernten den Unterschied zwischen Maulesel und Maultier kennen. Am Stückstein bekamen die Teilnehmenden von Herrn Stadler, dem örtlichen Zuständigen für den Staatsforst, einen Vortrag über Stückstein, seine Entstehung und seinen Werdegang. Nach einer kurzen Rastpause für Tier und Mensch beim Lindauer Wirt wurden die Menschen voller Vorfreude auf den Übernachtungsplatz immer schneller.

Am Ende des ersten Wandertages wurden die Zelte auf der Gradlhöhe mit grandioser Fernsicht aufschlagen. Das Wetter wurde nach dem starken Nachmittagsregen besser und die Teilnehmenden konnten Feuer schüren und Essen vorbereiten: Linseneintopf, Knacker und Stockbrot überm Feuer zubereitet. Als Nachspeise durften die berühmten Küchl von Gerstmeier nicht fehlen. Als Abendbegleitung kam der Schönseer Mundartdichter Herr Ebnet und der ehemalige Grenzpolizist Herr Wallisch und begleiteten mit ihren regionaltypischen Gedichten und Geschichten den ganzen Abend. Die Muli-Damen grasten nebenan und die ganze Nacht über konnte man in den Zelten ihr Schnauben und Prusten hören! Am nächsten Tag ging die Wanderung weiter von Friedrichshäng aus über Plöß, Wenzelsdorf, Bügellohe und Hochfels zurück zum Centrum Bavaria Bohemia. Begleitet wurde diese gesamte Strecke von Franz Kalz, einem sach- und ortskundigen Wanderführer, der auf dem Weg auf besondere Natur- und Landschaftsmerkmale hinwies. Auf der Bügellohe hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit bekommen, sich in die Vergangenheit zurückversetzen zu lassen und der Geschichtsszene von Frau Maria Hammerer und das einst harte Leben auf der Bügellohe zu lauschen. Umrundet wurde der Aufenthalt auf der Bügellohe von einer urigen Pascherbrotzeit, vorbereitet vom Grenzwirtshaus Gerstmeier.

Für diese Wanderung wurde ein sehr kleiner Abschnitt des Grünen Bandes ausgewählt, der aber den Teilnehmenden eine Möglichkeit bot, die wunderbare unberührte Landschaft und ihre Erinnerungskultur kennen zu lernen. „Wir waren auf der Bühne der Natur, Genießer und Darsteller zugleich“, so ein Fazit der Teilnehmenden Gabriele Buchbinder.

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