Aus Patenschaft wurde Freundschaft

Rossbach/Wald. Mit dem Kirchenzug, angeführt von der Feuerwehrkapelle Zell, von der Gemeindehalle zum Kriegerdenkmal am Friedhof Wald begann am Samstagabend die Patenschaftsfeier des RKK Roßbach/Wald.

 

Claus-Dieter Strohbach begrüßte alle Anwesenden zum Festgottesdienst und zum Totengedenken. Pfarrer Ralf Heidenreich dankte allen, die gekommen seien um am Gottesdienst teilzunehmen und den Verstorbenen die Ehre zu erweisen. An diesem Tag würde man ein Jubiläum feiern sowie die Patenschaft zwischen Gemeinde, Bundeswehr und Vereinen. Dies zeige auch, dass eine Verbundenheit bestehe. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden zwei Kränze am Kriegerdenkmal niedergelegt. Nach dem Rückmarsch in die Gemeindehalle und dem gemeinsamen Essen, gab es noch Festansprachen. Für die gute Stimmung in der Gemeindehalle sorgte das Lexengangerl Trio.

 Bürgermeister Hugo Bauer führte aus, dass vier Anlässe gefeiert wurden. Zum einen die 50-jährige Patenschaft mit den Rodinger Soldaten. Bei der Bundeswehr habe sich in dieser Zeit viel gewandelt. Es sei schön, dass der Standort in Roding erhalten werden konnte. Hier gab es verschiedene Stationen, begründet wurde die Patenschaft mit der 3./Panzeraufklärungsbataillon 4 und heute ist die 3. Versorgungsbataillon 4 die Patenkompanie. 1997 musste der Verein aus politischen Gründen die Patenschaft aufgeben, sie wurde aber kurz darauf von der Gemeinde übernommen. Getragen werde sie heute noch von der RKK, so der Bürgermeister.

Der zweite Grund zu feiern ist das 40-jährige Patenschaftsjubiläum des RKK mit der Krieger- und Soldatenkameradschaft Michelsneukirchen. Diese Patenschaft wurde 1978 gegründet. Außerdem feiert die RKK auch ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum. Ein besonderer Dank ging hier an den Gründungsvorstand Willi Heimerl und die Gründungsmitglieder. Außerdem wurde der Veteranen- und Kriegerverein Wald vor 115 Jahren gegründet und später von der RKK übernommen. Die Patenschaft mit der oberösterreichischen Gemeinde Eitzing besteht dieses Jahr seit 60 Jahren, dies wird im Oktober in Eitzing gefeiert. Der KriegerbundEitzingmit Vorstand Georg Gaisbauer und Bürgermeisterin Margot Zahrer gratulierten ebenfalls zum Jubiläum.

Kompaniechef Carsten Adrian sagte, eine 50-jährige Patenschaft sei etwas Besonderes, wenn man bedenke, dass es die Bundeswehr erst seit 63 Jahren gibt. Eigentlich sei es nicht eine Patenschaft sondern eine Freundschaft, da es sehr viele Verbindungen gebe. Man sei sehr froh, wenn man das erhalten könne. Kompaniefeldwebel Markus Metschulat, das Gesicht der Kompanie, überreichte im Namen der Bundeswehr ein Geschenk an die Gemeinde und den RKK. Claus-Dieter Strohbach und Ehrenvorstand Anton Lanzl ehrten im Anschluss sieben Mitglieder für ihre 50-jährige Treue zum Verein und der Kreisvorsitzende Rainer Weiss überreichte ihnen ebenfalls eine Ehrung des Kreisverbandes für ihre Mitarbeit und Mitgliedschaft. Diese Ehrung erhielten Willi Heimerl, Alois Janker, Heinrich Kandlbinder, Johann Winkler, Ludwig Winkler, Eduard Mandl und Anton Zierer.

Der stellvertretende Landesvorsitzende Johann Schmid gratulierte ebenfalls zum Jubiläum und überreichte ein Geschenk. Auf die 50-jährige Vereinsgeschichte blickte Anton Lanzl mit vielen Bildern zurück. Vor der RKK gab es in Wald den Veteranen- und Kriegerverein Wald, von dem eine Fahne aus dem Jahr 1904 erhalten ist. Gegründet wurde der Reservistenverein 1968 von 28 Reservisten. Schnell wurde eine Patenschaft mit der Bundeswehr geschlossen, 1971 wurde der Kriegerbund integriert und seitdem gibt es die RKK Roßbach/Wald. Am Samstag und Sonntag präsentierte sich auch die Bundeswehr mit einer Fahrzeugschau im Schulhof in Wald.