Anzeige
Aussichtsturm-Modelle für den Hirschpark

Aussichtsturm-Modelle für den Hirschpark

3 Minuten Lesezeit (628 Worte)

Hirschwald. Ein Aussichtsturm für den Naturpark Hirschwald. Dies war die Aufgabenstellung im Rahmen des Differenzierungsunterrichts im Fach Mathematik der 6. Klassen der Kümmersbrucker Mittelschule. Der Erfolg war überwältigend – neun Aussichtstürme konnten die Schülerinnen und Schüler im Steinstadel, einem Teil des historischen Ensembles des Torhauses in Hirschwald, vorstellen.

Anzeige

 

Für Rektor Heinz Lang, damit auch den Bürgermeistern Roland Strehl (Kümersbruck), Franz Mädler (Ursensollen), Markus Dollacker (Ensdorf) und Erwin Geitner (Rieden) ein Projekt zeigen konnte, „wie im wirklichen Leben, wie Sie es aus ihrer täglichen Arbeit kennen, wenn sich viele über das gleiche einen Kopf machen.“ Fachoberlehrer Hans Ram, Initiator der Ausstellung, zeigte auf, dass es darum gegangen sei den Schülern geometrische Körper begreifbar zu machen.

So galt es als erstes nach der aus dem Werkraum der Schule einsehbaren Kirche – sie besteht aus der Rechtecksäule des Kirchenraums, der Quadratsäule des Turms, dem Kirchendach als Dreiecksäule und dem Dach des Turms als Pyramide – Gebilde herzustellen und zusammenzusetzen.

 

Nach diesen Werkstücken, die ebenfalls Teile der Ausstellung sind, und intensiven Diskussionen welche Bauwerke welche Körper beinhalten, so Ram, sei das Projekt Aussichtstürme angegangen worden. Verschiedenste Türme mussten im Internet angeschaut und Maßstäbe erforscht werden, nach denen die Objekte verkleinert und gebaut werden konnten. Verschiedenste Materialien wurden dabei verwandt, Aufstiegsmöglichkeiten wie Treppen, Aufzüge mit Kabinen oder gar Strickleitern, die eine sportliche Herausforderungen darstellen, wurden konstruiert und eingebaut. So konnte man ein Modell in Form eines Baumhauses sehen, für dessen Bau Pappe, Sperrholz, Zahnstocher und Acrylfarbe verwendet wurden. Ton für die Möbel, Sperrholz, Metall, Wurstgarn und Zahnstocher setzten vier Mädchen für ihren Pottensteiner Turm ein. Beim Münchner Turm waren Sperrholz, Holzleisten und Blech für die Treppen verbaut, Farbigkeit wurde mit Acrylfarbe erreicht.

Ein Personenaufzug war hervorstechend beim Kümmersbrucker Turm, für welchen Sperrholz, Ton und Holzleisten verwendet wurden. Zwei Eiffeltürme waren ausgestellt, der eine aus Schweißdraht mit Lötzinn verlötet, auf einer Sperrholzplatte und mit einer Plexiglasplatte als Mittelplattform stabilisiert. Und einem Eiffelturm aus Faserplatten, Sperrholz Metall und Magneten, dass Vorderfront abnehmbar ist und einen Blick ins Innere gestattet. Sperrholz, Faserplatten, Holzleisten, kleine Buchenholzlatten und Seil wurde beim Aussichtsturm mit Adrenalinkick, der Aufstieg ist eine Seiltreppe, verwendet.

Dann noch der Summi-Turm mit Personenaufzug für vier Personen mit Handkurbel, in dem Holzleisten, Sperrholz, sowie Aufzugschnur verwendet wurden und in Kleinarbeit eine Stufe für Stufe geklebte gewendelte Treppe für den sportlichen Turmbesteiger eingebaut ist. Er habe ein Jahr mit den Schülern daran gebaut, so Hans Ram, „und ich bin erstaunt, welch unterschiedliche Türme entstanden sind.“ Schön aber wäre es, wenn ein Aussichtsturm im Hirschwald erstellt würde, waren sich die Kids einig. Anschließend stellten die Fachlehrerin für Kunsterziehung Stefanie Fuchs und Kunstlehrerin Felicitas Berger die ausgestellten Bilder von Türmen, hier mussten das Räumliche und die Tiefe berücksichtigt werden, sowie die Acrylbilder der 8. und 9. Klassen, die Kürbisse, Kirschen und auch Steine zeigten, vor. Hausherr Willi Schmid betonte, dass Torhaus und Steinstadel, „einer denkmalgerechten Nutzung zugeführt und dabei sein kulturelles Potential geweckt werden soll.“

An der Stelle von Hirschwald habe bis vor 400 Jahren das Dorf Gumpenhof gestanden. Pfalzgraf Friedrich, später Kurfürst, machte als großen Jagdliebhaber aus dem Hirschwald ein großes Wildgehege, kaufte die Höfe auf, legte alle bis auf die Dorfkirche nieder und baute ein Jagschloss mit mehreren Nebengebäuden. „Naturpark – den Namen bekommt man nicht so einfach, das ist ein Gütesiegel,“ betonte Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald, und zeigte dessen Umfang und die dazu gehörenden neun Gemeinden auf, welche Mitglied sind. „Wir wollen unsere Landschaft erhalten und stehen für einen sanften Tourismus,“ betonte sie. Die Schülerinnen und Schüler hätten mit ihrem Projekt einen Beitrag für den Naturpark geleistet, lobte sie und betonte „auch wir sind aktiv bei Projekten für die Gemeinden und beteiligen uns an Ferienprogrammen.“ Abschließend wurde eine kleine Stärkung gereicht, die Fachoberlehrerin Martina Spies im Rahmen eines Schülerprojekts angefertigt hatte.

Anzeige

Updates abonnieren Abo beenden Drucken

Ähnliche Beiträge

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://ostbayern-kurier.de/

Region Schwandorf

16. Mai 2021
Die am Mittwoch, 12. Mai, für den Landkreis Schwandorf verfügten Lockerungen können bis auf Weiteres bestehen bleiben. Zur Erinnerung: Lockerungen sind möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt und müss...
15. Mai 2021
Kreis Schwandorf. Bei einer Bildungsmesse geht es darum, zwanglos und barrierefrei zwischen Angeboten zu wählen, mehr über die Möglichkeiten zu erfahren, die zur Verfügung stehen, und sich in die Themen, die das eigene Interesse und die Neugier ...
15. Mai 2021
Kreis Schwandorf. BROTzeit ist die schönste Zeit! Dies kam einem in den Sinn, als aus dem Sandsteingebäude der Kreishandwerkerschaft am Charlottenhof der warme, würzige Duft von frischgebackenem Brot drang. Die jährliche Brot- und Semmelprüfung der B...
15. Mai 2021
Schwandorf. Noch vor Ende der geplanten Bauzeit konnte die Sanierung der Kreisstraße SAD 5 bei Ettmannsdorf fertiggestellt werden. Sie stellt eine wichtige Verbindung der Ortschaften Naabsiegenhofen, Gögglbach, Naabeck und Wiefelsdorf sowohl in Richt...
15. Mai 2021
Bodenwöhr. Am Freitag, nachmittags gegen 16.20 Uhr, wurde auf dem Grundstück einer Metallbaufirma im Industriegebiet in Bodenwöhr-Blechhammer durch den Firmeninhaber eine Zahnprothese aufgefunden. ...
14. Mai 2021
Schwandorf. Das Landratsamt Schwandorf meldet folgendes: Als wir am Mittwoch weitreichende Lockerungen verfügt haben, lag die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100, zuletzt bei 85,2. Nach 45 Fällen am Mittwoch stieg die Ge...
Anzeige

Amberg, Sulzbach-Rosenberg

12. Mai 2021
Amberg-Sulzbach. Das Schauspiel wiederholt sich jedes Jahr: Zecken kommen pünktlich mit dem Frühling und bleiben aktiv bis spät in den Herbst hinein. Die kleinen Blutsauger leben im Gras, auf Sträuchern und im Unterholz und warten dort auf Spaziergän...
30. April 2021
Amberg/Amberg-Sulzbach. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stuft die Infektionsgefahr für Wild- und Hausgeflügel in der aktuellen Risikobewertung als gering ein. ...
29. April 2021

Amberg-Sulzbach. Die Versorgung der Schulen und Kindertageseinrichtungen mit Selbsttests ist weiter in vollem Gange.

27. April 2021
Amberg-Sulzbach. Was gilt kommende Woche für den Schulbetrieb und sind Tagesbetreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige möglich? Diese Einschätzung wurde in den vergangenen Wochen immer freitags vom Landratsamt Amberg-Sulzbach an...
19. April 2021
OBERPFALZ. In der Oberpfalz gehören überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Mit einem 24-Stunden-Blitzmarathon soll das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer geschärft werden. ...
15. April 2021
Sulzbach-Rosenberg. Ein aufmerksamer Lokführer hat am Mittwoch, 14.04.2021, gg. 18.45 Uhr im Bereich der Sulzbach-Rosenberger Bahnhofstraße mehrere Kinder gemeldet, die sich im Gleisbereich aufhielten und über die Gleise liefen. ...

Für Sie ausgewählt