BLSV-Behindertensportfest: Inklusion mit Schwung

Lebenshilfe-Mitarbeiterin Birgit Piehler (Schwarzenfeld) organisiert viele Freizeitmaßnahmen für Menschen mit Handicap. Das BLSV-Behindertensportfest aber ist für sie und ihre Gruppe „das Highlight des Jahres“. Da sei für jeden etwas dabei, so die Betreuerin, „individuell angepasst an den Grad der Behinderung“.  Die 11. Auflage in Oberviechtach stand deshalb auch unter dem Motto: „Wir packen es gemeinsam an – jeder so, wie er es kann“.

42 Landkreisbürger mit Handicap ließen sich am Samstag nach Oberviechtach bringen. Auf dem Gelände der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule warteten prominente Vertreter aus Politik auf Sport auf sie. Sogar Günther Lommer, der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes, war gekommen, um den Betroffenen Mut im Umgang mit ihrem Handicap zuzusprechen.

Landrat Thomas Ebeling war stolz, diese Inklusionsveranstaltung im eigenen Landkreis miterleben zu dürfen. Stellvertretende Bürgermeisterin Christa Zapf sowie die Schulleiter Rudolf Teplitzky und Werner Winderl erinnerten an die langjährige Kooperation der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule mit der Behindertenwerkstätte Oberviechtach im Sinne der Inklusion. Er unterstütze die integrative Veranstaltung gerne finanziell, versicherte Sparkassen-Gebietsdirektor Wunibald Zwack. Mit Hilfe der Sponsoren konnte der BLSV-Kreisverband die Teilnehmer nicht nur mit Essen und Getränken versorgen, sondern ihnen auch Urkunden und Erinnerungsplaketten übergeben. 

BLSV-Kreisvorsitzender Roger Anders und sein Stellvertreter Michael Günther führten Regie. Sie hatten im Vorfeld 16 Einrichtungen im Landkreis angeschrieben und zum Mitmachen ermuntert. Letztlich waren am Samstag aber nur zwei vertreten: die Lebenshilfe mit 33 und die Loew`schen Einrichtungen mit neun Teilnehmern. Begleitet von zahlreichen Betreuern.

Schüler der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule betreuten die Spielstationen. Vom Torwandschießen bis zum Fußballslalom und vom Zielwerfen bis zum Kegeln. In Gruppen und Partnerspielern trieben die Teilnehmer den „Erdball“ über das Freigelände oder schlängelten sich mit dem Rollstuhl durch die Slalompylonen.