Blutspende statt Eisfüße: Feuerwehrler ließen sich anzapfen

Nittenau. Mit den Füßen auf  Bierbänken oder nackt ins eiskalte Wasser steigen, und die Außentemperaturen mit null Grad sorgen auch nicht gerade für Wärme. Eigentlich hat das "Kaltwassergrillen" nicht wirklich einen Sinn. Die Aktion muss gefilmt werden und als Beweismittel inklusive Aufruf an drei weitere Vereine ins Internet gestellt werden. Wer nicht handelt, muss eine Brotzeit ausgeben. Doch die Stützpunkt-Feuerwehren aus dem Stadtbereich Nittenau hatten andere Pläne.

 

Die BRK Bereitschaft hatte sich bei dieser Challenge ordnungsgemäß kalte Füße geholt und unter anderem die Feuerwehren aus Nittenau und Bergham nominiert. Die beiden Wehren haben sich aber dazu entschlossen, anstatt sich mit einem Grill ins kalte Wasser zu setzen und andere Vereine zu nominieren, lieber etwas für die Bevölkerung zu machen. Sie mussten nicht lange überlegen und folgten dem Aufruf der BRK Bereitschaft Nittenau, den Blutspendetermin in der Nittenauer Volksschule zu besuchen.

Es war eine große Überraschung für das BRK, als 30 Männer und Frauen der beiden Feuerwehren in die Volkschule einzogen. Insgesamt kamen zum ersten Mal über 150 Spender nach Nittenau, darunter 28 Erstspender. Und die BRKler entschuldigten sich auch dafür, dass es durch die hohe Spenderzahl dieses Mal vielleicht für den Einzelnen etwas länger dauerte. Der guten Laune der Spender tat das aber keinen Abbruch.