Chris Boettchers neues Programm „Freischwimmer“ kam im ACC glänzend an

Amberg. Der Saal war zwar nicht bis zum letzten Platz gefüllt, aber Chris Boettcher freute sich sehr, dass die Stimmung im Amberger Congress Centrum (ACC) außerordentlich gut war und die Zuschauer, die vor Ort waren, ihren Heidenspaß mit seinem neuem Programm „Freischwimmer“ hatten.

 

 

Boettcher ging von Anfang an mit seinem Publikum auf Tuchfühlung und staunte oftmals selbst, wie dankbar die Besucher jeden guten Gag und jede gelungene Parodie mit frenetischem Applaus quittierten. Ein literarisches Meisterwerk war zweifelsohne das Gedicht über die Suche nach Donald Trumps Gehirn, das es letztendlich aber nie gegeben hat. Oli Kahn kämpfte mit den immensen wahnsinnigen Druck und Angela Merkel stellte die obligatorische Frage „Haben Sie heute schon gemerkelt?“.

Boettcher lief bei den Wiesenhits der Staatsoberhäupter und Politiker zur Höchstform auf. Bei „Granatenlos durch die Nacht, wir haben Knallfrösche mitgebracht“ oder der Merkel-Song „Meine Effizienz ist die Abstinenz“ blieb kein Auge trocken. Schwimm Dich frei, ganz nach diesem Motto gab es Neues von Panik-Rocker Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer und natürlich Peter Maffay („Hallo Freunde“). Zum Ohrwurm avisierte der Song „It´s okay, it´s okay in the USA, this is the American Way”.

Bei der Sendung mit dem Trump stellte selbiger sein “Trumpolin” Melania vor und bei „Das ist meine Heimat“ wurde es zeitweise sogar etwas warm ums Herz. Boettcher erklärte die tiefsinnigen Texte eines Herbert Grönemeyer und Andreas Gabalier (Hulapalu), die für lustigen Gesprächsstoff in der Pause sorgten. Sportlich ging es dann weiter mit Jogi Löw, Calli Calmund, Oli Kahn, Boris Becker und natürlich durfte auch das legendäre Telefongespräch mit „Loddar und Franz“ nicht fehlen. Kimi Räikkönen sang seine Formel 1-Ode „Ohne Scheiß, ich fahr im Kreis“, und bei den ersten Worten der Promis nach ihrer Geburt war u.a. zu erfahren, dass Heino schon mit Brille,  Beckenbauer aber per Kaiserschnitt zur Welt kam.

Ein heikles Coming-Out verriet Chris Boettcher beim Song „Ich bin ein Heimscheißer“ und wild ging es in der Rocker WG mit Maffay, Grönemeyer und Lindenberg zu. Phantasie Telefonsex-Gespräche gab es mit „Calli“ Calmund und Angela Merkel („ Ich lass jeden rein, bei mir gibt’s keine Obergrenze, wir schaffen das.“). Ein sehr kurzer Song war „Das Sexleben der Eltern, deren Kinder noch Zuhause leben“ „Nimm mich, Nimm mich mit zum Supermarkt wenn Du Max´l zum Fußball fährst“ war ein Satz daraus, der auch einigen Besuchern nicht gänzlich unbekannt erschien.

Zum Finale präsentierte der Comedy-Allrounder seine Hits wie „In der Pubertät“, „Bockfotzngsicht“, „Justav rutsch mal rüber“ und natürlich „10 Meter geh“, bevor alle versammelten Boettcher-Promis (u.a. Edmund Stoiber, Dieter Bohlen, Boris Becker, Howard Carpendale, Arnold Schwarzenegger, Oli Kahn, Loddar Matthäus, Angela Merkel, Horst Seehofer) abwechselnd „Bye Bye es ist vorbei“  von der Bühne schmetterten. Ein rundum gelungener Abend, der viel mehr Besucher verdient gehabt hätte. Eine leichte Enttäuschung war Chris Boettcher beim Plausch, nach seinem Auftritt, mit unseren Fan-Star Reportern Sandra und Peter Gattaut im ACC schon ein wenig anzumerken. Immerhin war sein Auftritt im Jahr zuvor fast ausverkauft. Der Künstler nahm es mit Humor. Monika Gruber, Michl, Müller und Harry G sind in Kürze im ACC zu sehen, da verzichten die Leute dann eben auf Chris Boettcher, scheiße (lacht).

Die nächste Gelegenheit, das neue Programm von Chris Boettcher Live in der Oberpfalz zu erleben, bietet sich am 06. Mai (Beginn: 19:30 Uhr) in der Max-Reger Halle in Weiden. Hier läuft der Kartenvorverkauf sehr gut. Es sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Karten sind im Internet bei okticket und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.