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Kreis Schwandorf. 15 neue bestätigte Infektionen am Montag, leider auch wieder zwei Todesfälle und zudem die Aussetzung der Impfung mit AstraZeneca – so lässt sich die Corona-Bilanz vom Dienstag im Landkreis Schwandorf zusammenfassen.


Mit 15 Fällen am Montag steigt nach Mitteilung des Landratsamts die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 5.669. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und vom Robert-Koch-Institut (RKI) übereinstimmend mit 208,3 angegeben. Sie sinkt gegenüber dem Vortag leicht um den Wert 6,8. „Die Zahl der Todesfälle hat sich auf 122 erhöht. Verstorben sind zwei Männer, und zwar ein 72-jähriger Heimbewohner und ein 82-Jähriger, der zu Hause gelebt hatte§, heißt es am Dienstag aus dem Landratsamt.

Zudem musste ein Kleinkind, das an Corona erkrankt ist, am Dienstag stationär aufgenommen werden.

Am Montag hat das Paul-Ehrlich-Institut für den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca die Empfehlung abgegeben, vorerst auf eine Impfung mit dem Vakzin zu verzichten. „Dieser Empfehlung ist das Nabburger Impfzentrum unverzüglich nachgekommen. Trotzdem musste keiner der für gestern und heute vereinbarten Termine abgesagt werden“, so das Landratsamt am Nachmittag. Den betroffenen 80 Personen wurden Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer bzw. Moderna verabreicht. „Wieder einmal bewährte sich die Strategie und der Weitblick des Nabburger Impfzentrums um das Team des Ärztlichen Leiters Dr. Moritz Maenner, Termine nur kurzfristig zu vergeben“, so die Mitteilung weiter.

Seit dem 09. Februar wurden rund 1.300 Erstimpfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca in Nabburg durchgeführt. Da die Zweitimpfung in einem Abstand von neun bis zwölf Wochen zur Erstimpfung verabreicht werden soll, besteht nach Einschätzung des Landkreises kein Grund zur Beunruhigung bei den bereits Geimpften, da zeitnah mit einer Entscheidung der Europäischen Zulassungsbehörde gerechnet werden könne. Die ersten Zweitimpfungen mit AstraZeneca stehen im Landkreis frühestens Mitte April an. Unabhängig davon gilt mittlerweile ohnehin die Empfehlung, bei allen Impfstoffen die maximale Zeitspanne zwischen Erst- und Zweitimpfung auszunutzen.

Bislang sind im Impfzentrum nach Auskunft des Landratsamts keine nennenswerten Nebenwirkungen mit dem Wirkstoff aufgetreten. „Außer den üblichen Impfreaktionen ist den Verantwortlichen nichts bekannt geworden.“

Da in diesen Tagen Teile der Sonderzuweisung des Impfstoffes für bayerische Landkreise mit einer Wocheninzidenz über 100 ausgeliefert wurden, liegen derzeit mehr als 2.000 Impfeinheiten des Vakzins auf Lager. „Bis weitere Entscheidungen durch die Europäische Arzneimittelbehörde und die politischen Verantwortlichen bekanntgegeben werden, wird sich die Impfgeschwindigkeit im Landkreis Schwandorf wie überall verringern“, heißt es weiter. „Doch auch weiterhin gilt, dass kein bereits vereinbarter Termin abgesagt werden muss.“

Abzuwarten bleibt laut Landkreis, welche Auswirkungen die Aussetzung von AstraZeneca auf die geplante Einbindung der Hausärzte in die Impfstrategie hat. Denn die leichtere Lagerhaltung und die gute Verfügbarkeit des Vakzins waren eine gute Basis für die dezentrale Verimpfung. Im Vergleich dazu muss der Impfstoff von BioNTech/Pfizerbis fünf Tage vor der Verabreichung bei minus 70 Grad Celsius tiefgekühlt werden.

Kirche zieht nach

Nachdem der Freistaat Bayern mit Wirkung vom 8. März die Begrenzung auf maximal 25 Trauergäste bei Beerdigungen aufgegeben hat, hat jetzt auch die katholische Kirche ihr Infektionsschutzkonzept angepasst. Die Beschränkung auf 25 Personen bei Beerdigungen ist entfallen. Im Bereich der Diözese Regensburg gilt aktuell die von Generalvikar Michael Fuchs unterzeichnete 14. Änderung vom 12. März.

Informationen zu Corona sind auf der Landkreishomepage unter dem Button „Coronavirus" zusammengefasst.