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Kreis Schwandorf. Es hatte sich in den letzten Tagen schon abgezeichnet: Schulen und Kitas im Kreis Schwandorf sind ab Donnerstag, 25. Februar, wieder zu. Zuvor waren 51 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Im Fokus haben die Behörden auch sechs Betriebe mit Corona-Ausbrüchen.


Mit 51 Fällen am Dienstag steigt die Gesamtzahl der bekannten Corona-Infektionen auf 4.798. Die Inzidenz wird von LGL und RKI übereinstimmend mit 123,8 angegeben.

„Dieser Wert machte es heute unabdingbar, die Schulen und Kitas ab morgen zu schließen. Eine Notbetreuung ist gegeben“, heißt es von Seiten des Landkreises. 

Die Schließung mitten unter einer laufenden Schul- und Kita-Woche kommentiert Hans Prechtl vom Landkreis folgendermaßen: „Wir hatten betont, dass es im Sinne der Planbarkeit wünschenswert wäre, wenn über das Öffnen und Schließen von Einrichtungen wochenweise entschieden werden könnte. Der Bayerische Ministerrat hat aber in seiner gestrigen Kabinettssitzungbekräftigt, dass die Lage täglich neu zu bewerten ist und im Bedarfsfalle innerhalb von 24 Stunden das umgesetzt werden muss, was als notwendig erachtet wird. Eine Entscheidung, die Schulen und Kitas nicht bereits ab morgen, sondern erst ab nächster Woche zu schließen, war damit nicht möglich.“

Den Landkreis hatten in den letzten Tagen kritische Zuschriften erreicht, wonach es unverantwortlich gewesen sei, die Schulen und Kitas überhaupt ab Montag geöffnet zu haben. „Auch heute haben uns Protestschreiben von Eltern erreicht, allerdings genau mit der gegenteiligen Forderung, nämlich die Schulen weiterhin offen zu halten“, führt Prechtl weiter aus.


„Nicht immer“, so der Pressesprecher, „werden Ratschläge in sachlicher Wortwahl an uns herangetragen. Vereinzelt überwiegen die „Schläge" den „Rat". Der Landkreis stelle sich nach den Worten Prechtls jeder Kritik, möchte aber betonen, „dass niemand leichtfertig Entscheidungen trifft und wir stets auch das Wohl der Eltern und Kinder im Blick haben. Während aber die einen Eltern das Wohl ihrer Kinder nur in einer Schließung der Einrichtung sehen, sehen es die anderen Eltern nur in einem Offenhalten der Einrichtung. Dieser Spagat ist hinzunehmen, auch wenn er Entscheidungen nicht leichter macht.“

Zur Entscheidung vom Mittwoch, Schulen und Kitas ab Donnerstag zu schließen, „standen wir auch mit der Regierung der Oberpfalz und dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in einem guten Austausch. Alle waren der Meinung, dass es rechtlich nicht mehr vertretbar ist, die Schulen geöffnet zu lassen“, so der Sprechr des Landkreises.

Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist laut Landratsamt mittlerweile von der britischen Mutation geprägt. Zudem zeige sich  ein über den ganzen Landkreis verteiltes, diffuses Infektionsgeschehen. „Lokal begrenzte Hotspots gibt es nicht“, so Prechtl.

Sechs Betriebe im Blick

In dem betroffenen Großbetrieb wurden bislang 14 Fälle bestätigt. Einige dieser Mitarbeiter wohnen in Nachbarlandkreisen und werden deshalb dort als Fallzahlen erfasst. In drei weiteren Betrieben, von denen bereits die Rede war, gibt es keine neuen Fälle. In einem bereits angesprochenen Betrieb gibt es einen neuen Fall. Neu auf der Liste des Landratsamts erscheint am Mittwoch ein sechster Betrieb. „Dort haben wir drei bestätigte Fälle und zwei enge Kontaktpersonen.“

Informationen zu Corona sind auf der Landkreishomepage unter dem Button „Coronavirus" zusammengefasst.