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Kreis Schwandorf. Weiter steigende Corona-Inzidenz, dazu etliche Fälle im Burglengenfelder Krankenhaus: An der COVID-Front gibt es derzeit keine Zeichen für Entspannung.

55 Fälle vom Donnerstag, die die Gesamtzahl auf 4.895 ansteigen lassen, kamen neu hinzu. Die auf 100.000 Einwohner umgerechnete Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 124,4 auf 140,0. Dieser Wert wird jetzt übereinstimmend vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und vom Robert-Koch-Institut (RKI) angegeben, wobei das RKI am frühen Morgen aufgrund eines Softwareproblems für den Landkreis Schwandorf und viele andere Landkreise zunächst einen überhöhten Wert mitgeteilt hatte.


Neue einheitliche Quarantäneregeln
Mit Wirkung ab heute hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die „Allgemeinverfügung Isolation" geändert, in der die Quarantäne von positiv getesteten Personen, Kontaktpersonen der Kategorie 1 und von Verdachtspersonen geregelt ist. Neu ist, dass die Quarantäne erst dann endet, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt, wobei dieser frühestens nach 14 Tagen abgenommen werden darf. 

Damit wurden die Quarantäneregeln vollinhaltlich an diejenigen Vorgaben angepasst, die bislang nur für Fälle der britischen Mutation galten. Künftig bedarf es keiner Einzelfallbescheide des Landratsamtes zur Verlängerung der Quarantäne in Fällen der britischen Mutation mehr. Die längere Quarantänezeit gilt jetzt bayernweit und allgemein.


Schulen und Kitas bleiben am Montag geschlossen
Aufgrund der anhaltend hohen Inzidenz im Landkreis Schwandorf bleiben die Schulen und Kitas auch am Montag geschlossen, zumal über das Wochenende nicht mit einem Sinken des Inzidenzwerts auf unter 100 gerechnet werden kann. Unabhängig davon wird die Lage  Anfang nächster Woche wieder neu bewertet werden.


Im aktuellen Newsletter mit Informationen zur Kindertagesbetreuung appelliert das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Interesse des Infektionsschutzes an alle Eltern, auch weiterhin möglichst vom Besuch der Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen abzusehen und auf die Notbetreuung zu verzichten, so sie die Betreuung ihrer Kinder auch auf andere Weise sicherstellen können. Die Eltern leisten damit einen wertvollen Beitrag dazu, Kontakte auch im Bereich der Kindertagesbetreuung auf das notwendige Maß zu reduzieren.


Wir hatten gestern von drei Schulen berichtet, auf die das Infektionsgeschehen Auswirkungen hatte. Am Freitag mussten für zwei weitere Klassen Quarantänemaßnahmen verfügt werden. Am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach muss eine zwölfte Klasse, für die aufgrund der Abiturvorbereitung die inzidenzunabhängige Ausnahme gegolten hatte, vom Präsenz- in den Distanzunterricht wechseln. Am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Nittenau sind vier Kinder und zwei Mitarbeiter in Quarantäne.

Fälle in der Asklepios Klinik im Städtedreieck
Nachdem im Krankenhaus in Burglengenfeld ein Fall aufgetreten war, haben Nachforschungen zur Identifizierung von drei weiteren Fällen geführt. Bereits seit dem ersten Fall erfolgt ein enger Austausch zwischen Gesundheitsamt, Klinikleitung und Hygienebeauftragten. In einer Station besteht ein Aufnahmestopp. Tägliche Schnelltests und eine PCR- Reihenuntersuchung werden durchgeführt. Weitere Vorsorgemaßnahmen werden ergriffen und umgesetzt.