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Kreis Schwandorf. Die älteren Landkreis-Bürger bekommen Post: Das Landratsamt kündigt am Mittwoch den Versand von knapp 10.000 Impf-Informationsschreiben an. Mit 41 neuen Infektionen am Dienstag steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 3.781. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt laut LGL bei 116,99, laut RKI nur bei 90,6, da die 41 Fälle vom Dienstag noch nicht erfasst sind.


Der Brief an die mehr als 9.850 betroffenen Seniorinnen und Senioren wird im Laufe der nächsten Woche versandt werden. Rechtlich geklärt ist, dass den Brief auch diejenigen Damen und Herren erhalten dürfen, die in ihrem Einwohnermeldeamt eine Auskunftssperre für Melderegisterauskünfte beantragt und deshalb einen Sperrvermerk erhalten haben.


Das Schreiben informiert über die telefonische bzw. digitale Möglichkeit der Terminvereinbarung zu einem Termin im Impfzentrum des Landkreises Schwandorf in Nabburg. Zudem gibt es seit kurzem die Möglichkeit, sich im neuen Terminvereinbarungsportal des Freistaates Bayern unter www.impfzentren.bayern für einen Impftermin zu registrieren. Sobald man die entsprechende Priorisierung unter Berücksichtigung der bei der Anmeldung abgefragten Angaben zu Alter, Gesundheitszustand und Vorerkrankungen erreicht hat, wird man informiert, dass die Möglichkeit einer Terminvereinbarung besteht.

 Die Abfrage soll sicherstellen, dass beim Impfen zunächst wirklich nur die drankommen, die den Impfschutz am meisten benötigen. Das Gesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass jede Person zur Registrierung eine eigene Mail-Adresse verwenden muss. Auch dann, wenn ein Kind die Online-Anmeldung in der genannten Homepage für beide Elternteile erledigt, muss dies unter verschiedenen Mailadressen erfolgen. Die gemeinsame gleichzeitige Anmeldung eines Ehepaars oder anderer Familienmitglieder ist nicht möglich. Dieses Procedere, das manchen als unverständlich erscheinen mag, wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit der Sicherheit der persönlichen Daten begründet.

Großer Andrang überlastet Systeme


"Uns erreichen immer wieder Mitteilungen, dass die Registrierung auf dem Onlineportal des Freistaats Bayern Komplikationen verursacht und auch die Telefonleitungen unserer Terminhotline in Nabburg häufig belegt sind", so Hans Prechtl, Sprecher des Landratsamtes Schwandorf. "Der aktuelle Andrang überlastet leider alle Systeme. Wir wurden gebeten, die Mitarbeiterzahl in der Telefonzentrale zu erhöhen, was auch geschehen ist. Jedoch würde eine erneute Verstärkung unseres Telefonteams aufgrund der Vielzahl von Anrufern keine Entlastung bieten. Wir bitten aufgrund der begrenzten Impfstoffmengen daher um Verständnis, dass derzeit nicht alle Impfwilligen terminlich bedient werden können."

Nach wie vor genießen Pflege- und Senioreneinrichtungen oberste Priorität bei der Corona-Schutzimpfung. Hier lasse sich bereits ein erster Erfolg vermelden. In den nächsten Tagen kann im ersten Pflegeheim des Landkreises im zeitlichen Abstand von drei Wochen bereits die zweite Impfdosis an die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal verabreicht werden. Dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Pflegeheime ihre erste Dosis erhalten haben, rührt daher, dass in einigen Heimen aufgrund bestehender Quarantänebestimmungen oder fehlender Unterlagen eine Impfung durch das mobile Einsatzteam des Impfzentrums noch nicht möglich war.


Informationen zu Corona sind auf der Landkreishomepage unter dem Button „Coronavirus" zusammengefasst.