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Burglengenfeld. Paukenschlag in der Seniorenresidenz am Naabtalpark: Die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Heimaufsicht am Landratsamt Schwandorf haben am Samstag um 18.42 Uhr eine "einsatztaktische Entscheidung" getroffen. Demnach wurde die Leitung und der Betrieb des vom Corona-Ausbruch betroffenen Hauses (Teil der Anlage) bis 17. Dezember  der Ambulanten Intensiv Pflege Bayern (A.I.B.) aus Regensburg übergeben, wie der Pressesprecher des Landratsamtes Hans Prechtl mitteilt.

Dies geschah laut Prechtl, "nachdem eine dem Träger des Heimes gesetzte Frist zur eigenverantwortlichen Regelung der Betreuung der Bewohner, die um 17 Uhr endete, ergebnislos und deutlich überschritten war und auch nicht mehr zu erwarten war, dass sich eine andere Lösung ergeben könnte." 

Die Ambulante Intensivpflege Bayern (A.I.B.) aus Regensburg übernehme bis Donnerstag, 17. Dezember, die Leitung und den Betrieb des vom Corona-Ausbruch betroffenen Hauses "Herzog Philipp" mit eigenen Kräften. Die anderen Häuser der Seniorenresidenz Naabtalpark in Burglengenfeld bleiben in der Verantwortung der Unternehmensgruppe Sozialwerk Heuser.


"Auch eine umfassende Gebäudereinigung wurde verfügt. Die Entscheidungen wurden zur Abwendungen konkreter Gefahren für die Gesundheit der Bewohner im Wege der Ersatzvornahme getroffen. Die Beauftragung der Firma A.I.B. erfolgte durch das Landratsamt. Da es sich um eine aufsichtliche Maßnahme handelt, hat das Sozialwerk Heuser dem Landratsamt alle Kosten zu erstatten, die sich aus dieser Beauftragung ergeben", schreibt Prechtl am Samstagabend.


Das THW ist mit drei Fahrzeugen und 13 Mann vor Ort und baut Eingangsschleusen zur Einrichtung auf, um auch den Presseauflauf, der vor der Einrichtung entstanden ist, sachgerecht zu lenken.

Zwischenzeitlich war nach Rücksprache mit der Sanitätseinsatzleitung ins Auge gefasst, zwei Bewohner in eine RKT-Pflegeeinrichtung nach Wald im Landkreis Cham zu verlegen. Mit der jetzt gefundenen Lösung erübrigt sich das. "Unser Ziel war es, im Hinblick auf Belegungszahl und Betreuungsschlüssel vier Fachkräfte und sechs Hilfskräfte zu gewinnen, damit eine gute Versorgung der Bewohner gewährleistet ist", so Prechtl.
Bis 17. Dezember sollte die Angelegenheit seiner Ansicht nach damit geregelt sein.