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Das Glück dieser Erde...

Das Glück dieser Erde...

2 Minuten Lesezeit (334 Worte)

Die erste Pferde-Comedy mit Pferdetherapeut Wolfgang Gnesner hatte am Samstag abend im „Antik“ etwa 80 Zuschauer. „Gestörtes Verhältnis“ heißt das Programm, mit dem der Reitlehrer das Verhältnis zwischen Reiter und Pferd Der Pferdetherapeut und Reitlehrer analysierte. Eine Umfrage ergab, dass etwa zwei Drittel des meist weiblichen Publikums selbst reiten und/oder Pferdebesitzer sind.

Viele Frauen sähen ihr Pferd als „Liebesersatz“ und verwöhnten es. „Die Durchnittsreiterin, nennen wir sie mal Helga, ist um die Dreißig und hat mit Männern eher schlechte Erfahrungen gemacht. Das Pferd ist nun der Partnerersatz und sie würde alles dafür tun.“ Das Pferd interpretiere das nachsichtige Verhalten der Besitzerin aber nicht als Liebe, sondern meint, dass es der Ranghöhere ist und möchte seinen Willen durchsetzen.

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Weil Pferde dem Menschen körperlich überlegen sind, käme es deshalb zu gefährlichen Situationen wie Herumzerren beim Führen oder ähnlichem. „Das Pferd muss einen respektieren und freiwillig mitmachen, man muss ihm den Willen des Besitzers als seine Idee verkaufen“, formulierte Gnesner das Ziel. „Komische Verhaltensweisen“ wie der Versuch, mit dem Pferd zu tanzen würden nicht zum Respekt des Pferdes beitragen. „Das denkt sich nur, der spinnt“. Die Kommunikation mit dem Pferd müsse klar und deutlich sein, denn: „Pferde verstehen nur klare und deutliche Botschaften“.

Dass er selbst aber auch ähnlich ahnungslos wie „Helga“ zum Reiten kam, erzählte Gnesner nach der Pause. Er kaufte er sich nach ein paar Ausritten mit seinem Bruder ein Pferd „ohne es probegeritten zu haben, eigentlich ein Wahnsinn“. Um dann richtig reiten zu lernen, nahm er Privatstunden bei einer Pferdewirtin: „das Mädel hat mir jeden Abend reiten beigebracht“, formulierte er zweideutig seinen Einstieg in die Reiterei nach seiner Speedwaykarriere. Mit einigen Erzählungen aus seinen eigenen Erlebnissen lockerte er die Stimmung und gab Denkansätze für die Anwesenden. Das Publikum ging auch gut mit und brachte sich ein.

Während der Pause durften die Zuschauer Fragen aufschreiben, die dann auch beantwortet wurden. Vom Umgang mit „hengstigen Wallachen“ bis zum Springreiten war alles dabei.

Die Kernaussage des Abends war: „behandelt sie wie Pferde, es sind keine Menschen“.

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