Der neue Bayern-Präsident der Bundesbank kommt aus der Oberpfalz

Die Hauptverwaltung in Bayern der Deutschen Bundesbank mit ihren rund 800 Beschäftigten steht demnächst unter neuer Leitung: Franz Josef Benedikt, bisheriger Präsident der Hauptverwaltung in Sachsen und Thüringen der Deutschen Bundesbank, wird ab 1. Mai 2016 Alois Müller nachfolgen. Müller, der sieben Jahre das Amt des Präsidenten der bayerischen Bundesbank-Hauptverwaltung ausgeübt hat, geht nach 35-jähriger Notenbankzugehörigkeit Ende April 2016 in den Ruhestand. Der neue Mann ist ein Exil-Oberpfälzer: Er stammt aus Teublitz, hat in Regensburg studiert und lebt seit vielen Jahren in  München.

 

Benedikt studierte Volkswirtschaft in Regensburg und ist seit 1986 bei der Deutschen Bundesbank. Er war in verschiedenen Führungsfunktionen in Bayern tätig, etwa als Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der damaligen Landeszentralbank im Freistaat Bayern sowie ab 2003 als Leiter des Stabs des Hauptverwaltungspräsidenten. 2012 wurde der gebürtige Oberpfälzer zum Bereichsleiter Innen- und Filialbetrieb und damit zum Vertreter des bayerischen Hauptverwaltungspräsidenten ernannt. Im September 2013 berief ihn der Vorstand der Deutschen Bundesbank zum Präsidenten der Hauptverwaltung in Sachsen und Thüringen.

Zu den Aufgaben der Hauptverwaltungen der Deutschen Bundesbank zählen neben der Umsetzung der Geldpolitik des Eurosystems in der jeweiligen Region die Aufsicht über Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute, die Bonitätsanalyse von regionalen Unternehmen im Rahmen der Geldpolitik sowie die Steuerung ihrer für die Bargeldversorgung und den unbaren Zahlungsverkehr zuständigen Filialen. Die Hauptverwaltungen sind darüber hinaus die regionalen Ansprechpartner für Politik und Wirtschaft. Sie informieren im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit über den Stabilitätsauftrag und die damit verbundenen geld- und wirtschaftspolitischen Positionen der Deutschen Bundesbank und sind auch in der ökonomischen Bildung tätig.