alte_Regenbrcke_Abriss_Info Die Tage der alten Regenbrücke sind gezählt. Verantwortliche der Stadt Nittenau und des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach informierten über Details der Maßnahme. Bild: © Ingrid Schieder

Die alte Regenbrücke weicht dem Neubau.

2 Minuten Lesezeit (396 Worte)

Nittenau. (sir) „Es gibt eine gute Botschaft: Es geht weiter!", verkündete Tobias Bäumler, Baudirektor am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, Bereichsleiter Straßenbau. Gemeint ist das Großprojekt „Große Regenbrücke", das die Gemüter der Nittenauer und derer, die durch Nittenau hindurchfahren, erhitzt. „Die Baupause war nicht in unserem Sinne", so Bäumler. „Doch jetzt blicken wir nach vorne, greifen an, dass wir die Scharte auswetzen können."


Etwas anders sah dies Hannes Neudam, Leiter Abteilung Bauwerkserhaltung, ebenfalls am Staatlichen Bauamt Amberg tätig. Von einer Scharte ausbessern könne keine Rede sein. Er betonte die Notwendigkeit des Baus einer Behelfsbrücke. Und die Ausschreibungen mussten geteilt werden und europaweit erfolgen. Das Info-Center sei das erste Ergebnis. Hier, direkt vor Ort an der Brücke, in der Berghamer Straße 3, kann man sich am Dienstag von 9 bis 11 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr umfassend über die gesamte Maßnahme informieren. Neudam sagte, dass er auch außerhalb dieser Zeiten gerne für Auskünfte zur Verfügung stehe. Bäumler sagte, am Ende stehe hier eine sehenswerte Brücke, die aber Zeit zur Realisierung in Anspruch nehme. Der Bogen umspanne 60 Meter, die gesamte Brücke sei 112 Meter lang und 310 Tonnen schwer. Bei der Straßenführung ergebe sich eine leichte Drehung.

Warum geht es nicht schneller? Bäumler meinte: „Wir bauen nicht auf der grünen Wiese." Er verglich die Maßnahme mit einem Haus, das bewohnt saniert werde. Das dauere auch länger als ein Neubau. Bei der Brücke fließe der Verkehr ja immer noch.

Bürgermeister Benjamin Boml sagte: „Man spürt ein riesiges Aufatmen in Nittenau, dass es endlich losgeht." Viel Unverständnis habe es gegeben, dass es nicht weitergeht. Die Problematik lag darin, dass man einen etwaigen Bombenfund und archäologische Besonderheiten miteinkalkulieren musste. Die Brücke sei das Thema in Nittenau, das schon seit Jahren brodelt. Deshalb soll die Lebensader in Nittenau so schnell wie möglich befahrbar sein. „Haut's drauf!", so Boml.

Norbert Enders, Projektleiter der Firma Habau in Kärnten sagte, nach der Baustelleneinrichtung geht es los mit dem Abbruch der alten Brücke. Er rechne damit, dass man in zehn bis 14 Tagen damit beginnen könne. Logistisch sei die Baumaßnahme eine große Herausforderung. Von der Bestellung bis zum Liefern der Materialien vergehen lange Zeiten. „Wir hoffen auf einen milden Winter", so Enders, damit man vorankomme.

Im Info-Center können Interessierte sich kundig machen, von den Anfängen des Projekts, der besonderen Situation bzw. Gegebenheiten, die berücksichtigt werden mussten, was einige Zeit in Anspruch genommen habe. 

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