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Die Begeisterung für Boogie-Woogie griff rasch um sich.

Die Begeisterung für Boogie-Woogie griff rasch um sich.

4 Minuten Lesezeit (787 Worte)

Boogie-Tänzer auf Trophäen-Jagd: Am Samstag wurden die Wettkämpfe zur Süddeutschen und Deutschen Meisterschaft in der Hammerseehalle in Bodenwöhr ausgetragen. Die Zuschauer erlebten Tanzsport vom Feinsten und genossen von Anfang an eine herrliche Atmosphäre mit Tänzen, die möglichst genau der Musik angepasst sein sollten.

„Wir brauchen die Unterstützung der Gemeinden“, schickte Horst Gampfer nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des austragenden Vereins „Boogie-Babies Bruck-Bodenwöhr“, Siegfried Fickenscher, und dem Grußwort von zweitem Bürgermeister Albert Krieger voraus. Der Vize vertrat Bürgermeister Richard Stabl, der die Schirmherr über die Süddeutsche Meisterschaft übernommen hatte. Sowohl Krieger als auch der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch, Schirmherr über der Deutschen Meisterschaft freuten sich, dass dieser Wettbewerb hier in der Region ausgetragen werde. Bundestrainer Michael Gleixner verfolgte die Darbietungen mit, ohne ein Statement abzugeben.

 

Süddeutsche Meisterschaft Senior B

Sieben Wertungsrichter verfolgten die Tänze, in unterschiedlicher Besetzung vergaben sie ihre Punkte. Worauf es ankam, darüber sprachen wir mit Miklos Gyarmathy aus Ungarn. Auf den Grundschritt, auf die Basic-Figuren, den Schweregrad der weiteren Figuren, mit dem Reinversetzen in die Musik, bzw. die spontane Musikinterpretation, die Paarharmonie und die Präsentation an sich werden gewertet. Wie es ihm hier in der Halle gefalle? Gyarmathy antwortete, dass die Atmosphäre hier sehr gut sei und lobte die hervorragende Organisation.

 

Kerstin Engel und Johannes Hien in Aktion

Als souveräner Moderator fungierte Christian Punk (Punky), der geschickt von den Wettbewerbstänzen zu den Pausen überleitete. Katrin Kerber, Präsidentin des DRBV (Deutschen Rock'n'Roll und Boogie-Woogie Verbandes), lobte die Boogie-Babies, die auch einen Bundestrainer entsandt haben: Michael Gleixner. Der Verein leiste hervorragende Arbeit. „Wir schauen in eine wunderbare Zukunft des Boogie-Woogies“, so die Sprecherin.

Boogie Senior A mit Cornelia Vosteegen und Stephan Eichhorn auf dem Siegertreppchen

Bange Blicke, begleitet vom noch schweren Atmen der Tänzer, galten der Wertungstafel, die die Punkte und den erreichten Platz anzeigte. Zunächst zeigten die Tanzpaare der Süddeutschen Meisterschaft der Kategorie Senior B ihr Können: 1. wurde Birgit Labadie und Wolfgang Fischer vom TSC dancepoint, vor Claudia Siepen und Peter Hofmann von Jukebox Angels TSZ-Hürth. Dritter wurden Irmi Englmaier und Enrico Ansorge vom RRC Studio München.

Süddeutsche Meisterschaft Main B

In der Gruppe „Main“ landeten Maria Spanowski und Lukas Koll vom TSC Boogie-Bären München auf Rang eins, gefolgt von Elisa Schütz und Davide Pigarelli von Boogie Magic’s TZ TSV Hohenbrunn-Riemerling auf Platz zwei und Stefanie Meyer und Jens Broos vom TSC Boogie-Bären München auf Platz drei. Bei der Deutschen Meisterschaft in der Kategorie Senior A das Tanzpaar Cornelia Versteegen - Stephan Eichhorn Boogie Magic's TZ TSV HohenbrunnRiemerling auf den ersten Platz. Zweiter wurde Angela Lex - Christian Wagner Dancin'Shoes im TSV Trostberg, Dritter Sabine Rissmann - Marco Rissmann TSC Boogie-Bären München.

In der Kategorie Deutscher Meister Junior siegten Theresa Sommerkamp - Elian Preuhs Boogie Magic's TZ TSV HohenbrunnRiemerling. Ihnen folgten auf Platz zwei Nicola Götzner - Paul Siegl Boogie Magic's TZ TSV HohenbrunnRiemerling und auf Platz drei Magdalena Schmid - Anton Graßl Boogieschmiede Kirchdorf. In der Wertung Main A gewann das Paar Kerstin Engel und Johannes Hien und wurde dabei seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Auf Platz zwei Simone Wanninger - Matthias Bergmann Boogieschmiede Kirchdorf und auf Platz drei Christine Guggenberger - Nino Haydl Dancin'Shoes im TSV Trostberg.

Deutsche Meisterschaft Junior

Kerstin Engel und Johannes Hien tanzen seit 2012 in der Hauptklasse Boogie-Woogie und gehören seit 2013 dem deutschen Bundeskader an. Mit dem Gewinn des „Großen Preis von Deutschland“ am 28.10.2017 in Dortmund hatten sie sich bereits den ersten Platz in der deutschen Rangliste geholt. International rangieren sie derzeit auf Rang 15. 

Hintergrund:

Bedeutung und Ursprung des Boogie-Woogie

  

Der Boogie-Woogie ist in erster Linie eine Musikrichtung, die ihren Ursprung Mitte der 20er Jahre in Amerika hat.  Eigentlich ist Boogie-Woogie die Bezeichnung für einen Klavierstil mit stark rollendem Bass.

Durch verschiedene Einflüsse aus dem Swing, dem Jazz wie auch aus dem Rhythm & Blues im Lauf der Zeit geprägt, entwickelte sich dann Ende der 50er Jahre der „Rock´n´Roll“, der, verbunden mit der neuerlich in den USA aufkommenden Musik eines Bill Haley und Elvis Presley, den Boogie-Woogie erst salonfähig machte.

Getanzt wird dabei aber nicht vorwiegend auf Klaviermusik, sondern in der Hauptsache auf Rock´n´Roll, Rockabilly, Jump Blues und Swingmusik, die alle von einem 4/4 Takt geprägt sind. 

Beim modernen Boogie-Woogie wird sehr großer Wert auf eine saubere und deutliche Fußarbeit gelegt, bei der nicht selten mehr 200 Schritte pro Minute getanzt werden. 

Im Boogie-Woogie Turniersport (Einzel) gibt es grundsätzlich drei Startklassen:

-        Jugendklasse (Juniors): bis einschließlich 17 Jahre

-        Oldie-Klasse (Seniors): ein Tanzpartner muss mindestens 35 Jahre alt sein, der Andere mindestens 40 Jahre.

-        Hauptklasse (Main): Paare, die weder in der Junioren- noch der Seniorenklasse starten, müssen in der Hauptklasse starten. 

Im Gegensatz zum Rock´n´Roll, der nur noch als akrobatisch geprägter Turniersport ausgeübt wird, wird Boogie-Woogie heute noch bei den meisten Tanz- und Breitensportveranstaltungen getanzt. 

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