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Die Nachbarschaftshilfen im Landkreis kommen sehr gut an.

Die Nachbarschaftshilfen im Landkreis kommen sehr gut an.

3 Minuten Lesezeit (548 Worte)

25 Nachbarschaftshilfen in unterschiedlichen Organisationsformen gibt es derzeit in den Landkreisgemeinden und es werden immer mehr. Diese Organisationen sind in den Gemeinden nahezu unverzichtbar geworden, denn sie füllen eine Lücke auf sozialer und gesellschaftlicher Ebene. Nachbarschaftshilfen unterstützen ehrenamtlich Senioren, Menschen mit Handicap, kranke Menschen und jeden, der (machbare) Hilfe braucht.

Landrätin Tanja Schweiger hat das Projekt Nachbarschaftshilfe, das vor circa sechs Jahren von ihrem Vorgänger Herbert Mirbeth initiiert worden war, weiter forciert. Unterstützt werden die Nachbarschaftshilfen von der Freiwilligenagentur des Landkreises unter Leitung von Dr. Gaby von Rhein. Die Freiwilligenagentur hält das Netzwerk vor, das die Nachbarschaftshilfen benötigen, um ihre ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Dienste optimal ausüben können. Besonders wichtig für die Nachbarschaftshilfen ist auch der Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Gruppen. Die Freiwilligenagentur organisiert daher immer wieder Netzwerktreffen, die diesem Austausch dienen und Gelegenheit bieten, gemeinsam Ideen zu entwickeln, Probleme zu erkennen und Visionen zu fördern.

 

Jungen Leuten Nachbarschaftshilfe schmackhaft machen – so lautete einer der Wünsche, die alle Nachbarschaftshilfen hatten. Rechts im Bild Dr. Gaby von Rhein, Leiterin der Freiwilligenagentur des Landkreises.

Der Beginn des neuen Jahres bot Anlass für das jüngste Treffen der Nachbarschaftshilfen in der Kantine des Landratsamtes. „Das Format Neujahrsempfang + Netzwerktreffen + Austausch kommt sehr gut an“, freute sich Dr. Gaby von Rhein beim Blick über mehr als 60 Verantwortliche und Helfer aus mehr als 20 Nachbarschaftshilfe-Organisationen aus dem Landkreis. Ein wichtiger Punkt des Treffens waren die Ergebnisse der Feedbackabfrage, die im Jahr 2017 unter den Nachbarschaftshilfen des Landkreises durchgeführt worden war, wie auch eine aktuelle Bestandsaufnahme dessen, was gut läuft oder wo Verbesserungen möglich wären. Der Rücklauf der Feedbackabfrage sei sehr gut gewesen, sagte Dr. von Rhein. Es stellte sich heraus, dass die meisten Nachbarschaftshilfen sehr gut liefen und es nur wenig Probleme gebe. Die Abstimmung zwischen den Helfern und dem jeweiligen Koordinator wurde sehr gelobt. Regelmäßige Treffen wünschen sich alle Nachbarschaftshilfen.

Auch stellte sich bei dieser Abfrage heraus, dass einzelne Nachbarschaftshilfen über das „normale“ Angebot (Einkaufshilfe, Begleitung zu Ärzten, Besuchsdienste etc.) hinaus auch besondere Dienste anbieten. So fährt zum Beispiel ein Helfer in Zeitlarn regelmäßig mit einer blinden Frau Fahrrad-Tandem. Auch die Gemeinden kamen in dieser Feedback-Analyse gut weg: die Zusammenarbeit der Nachbarschaftshilfen mit den Gemeinden klappt bis auf einige Ausnahmen zumeist sehr gut und dies unabhängig davon, ob die Nachbarschaftshilfe unter dem Dach der Gemeinde arbeitet oder selbst organisiert ist.

Dennoch gab es auch Kritikpunkte. Einige Verantwortliche der Nachbarschaftshilfen monierten, dass manche Menschen versuchten, die Nachbarschaftshilfe auszunutzen und Dienste erwarten würden, die die Nachbarschaftshilfe nicht leisten könne. Auch gebe es bisweilen zu wenige Helfer, vor allem jüngere Menschen würden sehr gesucht. Manche Leute, die Hilfe benötigen, würden sich nicht trauen, die Nachbarschaftshilfe zu nutzen. Schließlich wurde auch die Frage der Erreichbarkeit angesprochen: Von wann bis wann sollte die Nachbarschaftshilfe erreichbar sein, über Handy oder Festnetz? Dr. Gaby von Rhein appellierte in diesem Zusammenhang an die Nachbarschaftshilfen, neben den Senioren oder Menschen mit Handicap auch junge Familien und deren Bedürfnisse mit in den Fokus zu nehmen.

Die Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur wurde bei diesem ersten Netzwerktreffen im neuen Jahr durchweg gelobt. Die regelmäßigen Netzwerktreffen erachteten alle Beteiligten für äußerst wichtig, man wünschte sich sogar noch mehr. Wichtig war vielen ehrenamtlichen Helfern auch, dass es verstärkt Öffentlichkeitsarbeit geben solle, „um die Menschen auch auf die Nachbarschaftshilfe aufmerksam zu machen“, sagte eine Helferin.


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