Die Porta Praetoria kann wieder bestaunt werden

Touristen und Gästeführer können sich freuen: Die Außensanierung der Porta Praetoria ist abgeschlossen. Das Gerüst wurde endlich entfernt. Die komplette Baumaßnahme mit Innensanierung und Neugestaltung der Umgebung soll zum Bürgerfest 2017 vollendet sein.

„Das ist ein Glücksmoment für die Stadt Regensburg“, sagte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs bei der Vorstellung der abgeschlossenen Außensanierung der Porta Praetoria, während die Arbeiter der Gerüstbaufirma dabei waren das fertige Werk Stück für Stück freizulegen. „Endlich können unsere Gäste die Porta Praetoria wieder sehen, lang genug war sie hinter Planen versteckt.“

Clemens Unger, der Vorsitzende des Vereins „Welterbe Kulturfonds Regensburg - Die Förderer“, zeigte sich erleichtert: „Es war schwierig. Es war ein Mammut-Lauf, aber wir sind glücklich, dass die Arbeiten bisher problemlos abgelaufen sind und der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden konnte.“ Der Verein hatte die Initiative zur Sanierung der Porta Praetoria ins Rollen gebracht. „Unser Ziel ist es, dass die Porta Praetoria bis zum nächsten Bürgerfest 2017 fertig ist“, so Unger weiter.

Die komplette Sanierung der Porta Praetoria kostet drei Millionen Euro und der Verein hat sich kräftig um Fördermittel bemüht. Zwei Millionen kommen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Stadt Regensburg beteiligt sich mit 300.000 Euro. Die fehlenden 700.000 Euro wird der Verein aufbringen, wobei die Bischöfliche Knabenseminar-Stiftung, die Brauerei Bischofshof und die Krones AG den Verein mit großzügigen Spenden unterstützen.

Die Planung und Durchführung der Gesamtmaßnahme erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen dem „Welterbeverein“, der Stadt Regensburg und dem Eigentümer des Denkmals. Derzeit sind Gestaltung und Ausbau des „document Porta Praetoria“ und die Gestaltung des Umfelds in der Planung. Allerdings sind die Vorschläge noch nicht so konkret, dass sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden können. So viel sei verraten: Für Touristen und auch Regensburger sollen einige Sitzgelegenheiten geschaffen werden, damit sie den Anblick der Porta Praetoria in Ruhe genießen können.

Die Porta Praetoria gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke in Regensburg. Zu Zeiten der Römer bildete es als sogenanntes „Ausfalltor das Nordportal des römischen Legionärslagers Castra Regina und lässt sich daher auf ein Alter von knapp 2000 Jahren schätzen. Damit ist die Porta Praetoria, neben der größeren Porta Nigra in Trier, die einzige erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen.