Staumauer In der Mitte der Staumauer wird der neue Wasserentnahmeturm am Eixendorfer Stausee entstehen. Bild: © Ludwig Dirscherl

Die Situation des Eixendorfer Stausees thematisiert

2 Minuten Lesezeit (493 Worte)

Neunburg vorm Wald. Seit März 2019 war es die erste Zusammenkunft der Mitglieder des Fischereivereins Neunburg vorm Wald. Pandemiebedingt fand die Jahreshauptversammlung in der Schwarzachtalhalle statt.


Hausherr Bürgermeister Martin Birner begrüßte im Namen der Stadt und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein, dem Fischereiverband und den Fachberatern des Bezirkes.

Vor allem in persönlichen Gesprächen können Anregungen und Probleme leichter gelöst werden. Der Bürgermeister von Rötz, Dr. Stefan Spindler schloss sich den Worten an und hofft auf eine gute Lösung aller Parteien beim Rückbau des Wehres bei der Wutzschleife. Der Vizepräsident des Oberpfälzer Fischereiverbandes Reiner Wolfrath wünscht sich für das Pilotprojekt am See eine vernünftige Lösung und begrüßte, dass jetzt alle Parteien eine gedeihliche Zusammenarbeit praktizieren. Er berichtet über das überarbeitete Fischereigesetz und appelliert an das bleifreie Angeln.

Vorsitzender Michael Throner beschränkte sich in den Rechenschaftsberichten für 2019 und 2020 auf das Wesentliche. Er berichtete von den zeitintensiven Gesprächen des Runden Tisches. Die etwa 30 bis 50 teilnehmenden Vertreter kamen vom Umweltministerium, Wasserwirtschafts-, Landwirtschafts-, Landratsämter, Kommunen, Amt für Ländliche Entwicklung, Landes- und Bezirksfischereiverband und weiteren Personen. Nur durch diese groß und breit angelegte Expertenrunde war es nach den Exkursionen und Arbeitskreisen möglich viele Verbesserungsmaßnahmen am Eixendorfer See anzustoßen, die jetzt umgesetzt werden. 

Einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an Regierungspräsident Axel Bartelt und an alle Mitwirkenden vom Mandatsträger bis zur Privatperson. „Wir haben mit dem Runden Tisch und dessen Maßnahmen für die kommenden Jahre etwas erreicht, das vermutlich erst in den nächsten 30-50 Jahren gekommen wäre", so Throner. Er informierte von Exkursionen zum Altmühlsee und dem Bautzener Trinkwasserspeicher.

Robert Bäumler berichtete von den Ergebnissen des Landschaftspflegerischen Begleitplans und stellte die Fischschleuse an der Vorsperre vor. Er erläuterte die Funktion des Wasserentnahme Turmes bei der Staumauer, mit dem sich die Wasserqualität des Stausees verbessen wird. Für die erforderliche Muschelbergung bei der Seeabsenkung ist die Zusammenarbeit von Wasserwirtschaftsamt, der Koordinationsstelle für Muschelschutz der TU München und des Fischereivereins dringend erforderlich. 

Zahlreiche Fragen der geplanten Maßnahmen wurden ausführlich diskutiert. Weitere Maßnahmen werden durch Verbesserungen der Kläranlagen Rötz, Schönthal, Tiefenbach und Treffelstein erwartet. Nicht unerwähnt soll die Auflassung der Klärteiche im Gemeindegebiet Neunburg bleiben. Ferner werden Maßnahmen in der Landwirtschaft umgesetzt. Der Altlandkreis Waldmünchen wurde in die gelbe Kartierung aufgenommen und es müssen Maßnahmen zur Reduzierung der eutrophen Gewässer berücksichtigt werden. Die ist ein wichtiger Baustein zur dauerhaften Senkung des Phosphateintrages.

Throner zeigte an einer Gewässerkarte die neu erworbenen und gepachteten Schwarzachabschnitte, die dem Gewässer IV zugeordnet wurden. Mit den zu beangelnden Fischereirechten „Stützel", „Reuschel" und „Winderl" konnte eine wesentliche Aufwertung des Schwarzach Abschnittes erfolgen.

Der Mitgliederstand steigt in den letzten Jahren ständig und beträgt nach 29 Neuaufnahmen 495. Bei den jährlichen Fischerkursen nahmen 2020 27 und heuer 34 Personen teil. Für den Gewässerwart Alois Decker erläuterte Throner die Besatzmaßnahmen der letzten Jahre und stellt den geplanten Besatz vor.

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Die Algenplage soll langfristig im Eixendorfer Stausee durch epilemische Wasserentnahme und weiteren Maßnahmen verbessert werden. Bild: © Ludwig Dirscherl

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