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Dreharbeiten der „Rosenheim-Cops“ besucht

Dreharbeiten der „Rosenheim-Cops“ besucht

6 Minuten Lesezeit (1239 Worte)

Unsere Fan-Star Reporter Sandra und Peter Gattaut aus Windischeschenbach folgten der Einladung der Bavaria Film GmbH, um bei den Dreharbeiten der ZDF-Vorabendserie „Die Rosenheim-Cops“ in München-Geiselgasteig für unsere Zeitung hautnah dabei zu sein. Die erfolgreiche Krimi-Serie, die bereits seit 15 Jahren erfolgreich im Vorabend-TV ausgestrahlt wird, wählt ihre Drehorte, neben dem Hauptschauplatz Rosenheim, überwiegend im Raum Südbayern aus. Das Polizeipräsidium ist in Wirklichkeit das Rosenheimer Rathaus. Die Drehaufnahmen zur Serie werden in den Bavaria- Filmstudios, sowie in verschiedenen Orten rund um München, am Tegernsee oder auch am Starnberger See abgehandelt.

Seit April 2017 wird die 17. Staffel mit 27 neuen Folgen gedreht. Nachdem die Fan-Star Reporter Sandra und Peter sehr herzlich vom gesamten Team, den anwesenden Schauspielern und dem an diesem Tage verantwortlichen Regisseur Werner Siebert, begrüßt wurden, durften sie hautnah bei den Dreharbeiten der Folge 390 dabei sein. Vom Regisseur war u. a. zu erfahren, dass bei den „Rosenheim-Cops“ im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen, immer nur mit einer Hauptkamera in der „Totale“ gedreht wird und es ca. 7 Tage dauern kann, bis eine komplette Folge erfolgreich abgedreht ist. In einem „Produktionsjahr“ von Frühjahr bis Herbst entstehen so, durchschnittlich 25 bis 30 Folgen, mit sechs verschiedenen Regisseuren, und auch mehreren Drehbuchautoren. Bis eine einzige Szene im Kasten ist, bedarf es einer Textprobe, Vorbesprechung, Stellprobe, Sprechprobe am Set, Beleuchtungsoptimierung, Make-Up-Auffrischung, sowie einen Probedreh. Erst dann kommt der eigentliche Dreh aus mehreren Perspektiven zustande. So ist es nicht ungewöhnlich, dass es eine Stunde oder mehr dauern kann, bis eine Szene zur Zufriedenheit des Regisseurs im Kasten ist. Zweifelsohne war das Highlight des Set-Besuchs die berühmte Szene zu erleben, in der Miriam Stockl ihren legendären Satz „ Es gabat a Leich“ am Telefon zum Besten gab. Polizeihauptmeister Michi Mohr (Max Müller) und Miriam Stockl (Marisa Burger) nahmen sich im Anschluss Zeit für ein exklusives Interview für unsere Zeitung. Das gemeinsame Foto mit Marisa, Max, Sandra und Peter machte der Herr Polizeipräsident Achtziger (Alexander Duda) höchstpersönlich.

Interview Marisa Burger

Marisa Burger wurde 1973 in Altötting geboren. Nach dem Besuch am König-Karlmann-Gymnasium Altötting absolvierte Marisa Burger die Schauspielschule „Schauspiel München“, die sie im Jahre 1995 erfolgreich abschloss. Bereits während Ihrer Ausbildung stand Marisa Burger mit Christiane Hörbiger und Martin Benrath vor der Kamera. Später hatte sie Engagements am Münchner Volkstheater, Kleine Komödie Max II und am Münchner Metropol-Theater. Erste Rollen im Fernsehen erhielt sie in den SerienDer Bulle von Tölz“ sowie „SOKO 5113“. Seit 2000 fungiert sie als Sekretärin „Miriam Stockl“ in der Serie „Die Rosenheim-Cops“ als Stammhauptdarstellerin. 2004 übernahm sie die Hauptrolle in der Rosamunde-Pilcher-Verfilmung „Dem Himmel so nah“ und 2008 spielte sie – neben Michael Fitz – die Hauptrolle der „Gabriele Stemmer“ im FernsehfilmBaching“. Legendär ist in jeder Serie der „Rosenheim-Cops“ der Auftaktspruch von Miriam Stockl: „Es gabat a Leich!“

Gattaut: Liebe Marisa, du gehörst seit Anfang an zur Stammbesetzung der „Rosenheim-Cops“. Kannst Du Dich noch an den allersten Drehtag erinnern?

Marisa Burger: Ja natürlich, einen solchen Tag vergisst man selbstverständlich nie! Ich war sehr aufgeregt und wusste nicht, ob ich den Anforderungen auch gerecht werden kann. Aber dann lief es sehr gut, und ich habe mich in die Rolle der Miriam Stockl auch relativ schnell einleben können. Das glückt mir, glaube ich, auch heute noch ganz gut (lacht).

Gattaut: Wie erklärst Du Dir diesen lang anhaltenden Erfolg der Serie, die schon über 15 Jahre jetzt fester Bestandteil des ZDF Vorabendprogramms ist?

Marisa Burger: Bei uns stehen keine brutalen Kriminalfälle im Blickpunkt, sondern es gibt neben dem obligatorischen Mord, den es aufzuklären gilt, viele interessante Nebenschauplätze. Da geht es um zwischenmenschliche Beziehungen und auch um Dinge, die im ganz normalen Alltag immer wieder zu finden sind. Viele Zuschauer können sich somit leichter mit der Serie identifizieren und bleiben den „Rosenheim-Cops“ somit auch treu. Die Nähe zu den Zuschauern ist ein wichtiger Teil unseres Erfolges.

Gattaut: Marisa, Du bist als ausgeprägtes Multitalent bekannt. Querflöte, Kunstturnen, Theater und die Schauspielerei sind nur einige von vielen Dingen die Du Dir auf die Fahnen schreiben kannst. Gibt es noch eine Herausforderung die Du unbedingt noch angehen willst?

Marisa Burger: Nein, ich bin ein sehr lebendiger Mensch und meine größte Herausforderung ist, dass ich selbst etwas mehr zur Ruhe komme und mehr Zeit für meine Familie finde

Gattaut: Die Rolle der liebenswürdigen tratschenden, und meist ohne Mann lebenden, Sekretärin „Miriam Stockl“ mit dem Auftaktspruch jeder Serie „Es gab at a Leich“! hat ja bereits Kultstatus erhalten. Was unterscheidet Marisa Burger von Miriam Stockl?

Marisa Burger: Für mich ist die „Frau Stockl“ eine klar vorgegebene Rolle, in die ich immer wieder gerne schlüpfe, die ich aber auch genauso gerne ablege, wenn ich dann Feierabend habe. Natürlich haben wir ein paar Gemeinsamkeiten – wenn man über zehn Jahre eine Rolle spielt, geht das ja fast nicht anders, aber in vielen Dingen sind wir auch grundverschieden. Wenn ich nach dem Dreh aus dem Kostüm schlüpfe, verlasse ich die Rolle der Miriam Stockl und bin dann nur noch Marisa Burger.

Gattaut: Über was kannst Du Dich so richtig ärgern?

Marisa Burger: Unpünktlichkeit, Verlogenheit und Ungerechtigkeit

Gattaut: Welchen Ratschlag oder Lebensphilosophie würdest Du gerne unseren Lesern und natürlich Deinen Fans mit auf den Weg geben?

Marisa Burger: Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er.

Interview Max Müller

Max Müller kam am 12. März 1965 in Klagenfurt auf die Welt. Er studierte Schauspiel und Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie bei „Edith Nordegg“, „Charlotte Grubenmann“ sowie Kammersänger „Walter Berry“. Max Müller war sieben Jahre lang Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt in Wien. Sein Operndebüt gab er als Bariton in der Titelrolle des „Franziskus“ in der gleichnamigen Kirchenoper beim „carinthischen Sommer“( Musik und Kultur-Festival). Max Müller spielte zudem wiederkehrende Rollen in Fernsehserien („Der Clown“, Bernd´s Hexe), bevor er 2000 die Rolle des Polizeihauptmeister „Michi Mohr“ bei den „Rosenheim-Cops“ übernahm.

Gattaut: Lieber Max, Du bist nicht nur Schauspieler sondern auch ein ausgebildeter Opernsänger. Ist das Thema Oper für Dich komplett abgehakt oder wird es in naher Zukunft wieder ein Projekt in dieser Richtung geben?

Max Müller: Die Oper an sich ist für mich nicht mehr aktuell, Aber ich gebe immer 20 bis 30 Konzerte im Jahr in Deutschland und Österreich, in Begleitung mit Klavier und Kammermusik, wo ich auch öfters mit den Münchnern Symphonikern zusammen auftrete.

Gattaut: 15 Jahre Polizeidienst haben natürlich auch an Michi Mohr Spuren hinterlassen. Wird der pflichtbewusste gutmütige Michi eines Tages noch den Sprung vom Polizeihauptmeister zum Kommissar schaffen?

Max Müller: Hoffentlich nie (lacht), ich fühle mich als Polizeihauptmeister in meiner Rolle pudelwohl.

Gattaut: Was magst du an der Person Michi Mohr und was stört Dich ein bisschen an ihm?

Max Müller: Da man eigentlich sagen kann, dass Michi Mohr zu hundert Prozent Max Müller und Max Müller zu hundert Prozent Michi Mohr ist, sollte es auch möglich sein, dass die beiden halbwegs gut miteinander auskommen (lacht).

Gattaut: Du hast in einem Interview mal gesagt, Du suchst eine Partnerschaft auf Augenhöhe wo beide glücklich sind. Hat sich in dieser Hinsicht schon etwas bei Dir getan?

Max Müller: Seit einigen Monaten hat sich in dieser Hinsicht wirklich bei mir etwas getan. Es ist ein zartes Pflänzchen, das ich noch hegen und pflegen muss, aber ja, ich bin wieder glücklich verliebt

Gattaut: Was bringt Max Müller sofort auf die Palme?

Max Müller: Unhöflichkeit und Respektlosigkeit

Gattaut: Welchen Ratschlag oder Lebensphilosophie würdest Du gerne unseren Lesern und natürlich Deinen Fans mit auf den Weg geben?

Max Müller: Leben und leben lassen.


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