Eishockey-Fans veranstalten Karambolage auf A3

Eishockey-Fans veranstalten Karambolage auf A3

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Der Tag hätte für die Eishockey-Oberliga Fans aus Selb bei einem Auswärtsspiel in Deggendorf am Donnerstagabend eigentlich nicht besser laufen können, doch das dicke Ende kam auf der Heimfahrt vom Spiel.
Die rund 200 mitgereisten Fans konnten den Sieg ihrer Manschaft "VER Selb" mit 4:2 gegen die Deggendorfer Spieler ausgiebig feiern. Die Autokolonne der mitgereisten Fans machte noch bei Wörth bei einer Fast-Food-Kette einige Minuten Rast, bevor es anschließend gegen Mitternacht Richtung Heimat gehen hätte sollen. Bei der Heimreise der zufriedenen Fans kam es jedoch kurz nachdem sie wieder auf die Autobahn A3 aufgefahren waren, nach der Anschlussstelle Wörth an der Donau Richtung Rosenhof zu einem folgenschweren Unfall.
 
Laut Polizeiangaben wollte ein mit Fans vollbesetzter Golf zum Überholen eines langsamer fahrenden vollbesetzen Kleinbusses ausscheren (von Fans extra für das Auswärtspiel angemietet), wobei der Fahrer einen auf der linken Spur gerade überholenden Ford (mit drei Personen besetzt) wohl übersah. Der Ford-Fahrer versuchte noch Schlimmeres zu verhindern, wollte dem Golf und dem Kleinbus ausweichen. Dies gelang dem Ford-Fahrer leider nicht mehr rechtzeitig. Es kam zu einer heftigen Kollision. Nachdem alle drei Fahrzeuge einige Meter über die Fahrbahnen schleuderten, teilweise in die Mittelschutzleitplanke krachten, kamen sie schlussendlich einige Meter verteilt vollkommen demoliert zum Stehen.

Die Einsatzkräfte wurden dementsprechend in hohem Aufgebot alarmiert, da zunächst unklar war, wie viele verletzte Personen es vor Ort gab. Glücklicherweise waren einige andere Fans, die auch gerade auf dem Heimweg nach Selb waren, schnell vor Ort und konnten Erste Hilfe leisten. Nach den ersten Minuten konnten die Einsatzkräfte an der Unfallstelle Entwarnung geben. Trotz des enormen Trümmerfelds und der komplett zerstörte Fahrzeuge mussten glücklicherweise nur fünf Personen mit leichteren Verletzungen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden.

Von den Insgesamt 17 involvierten Personen konnte die restlichen zwölf jungen Männer und Frauen zur nächsten Rastanlage von den Einsatzkräften transportiert werden und dort die weitere Heimreise planen. An allen drei Fahrzeugen entstand nach ersten Angaben wirtschaftlicher Totalschaden in einem höheren 5-stelligen Eurobereich.

Die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr Wörth sowie mehrere Führungskräfte aus dem Landkreis Regensburg mussten die Autobahn mit Absprache der Autobahnpolizei für rund 90 Minuten in Fahrtrichtung Regensburg komplett sperren. Nachdem die verletzten Personen und die weiteren involvierten Fans in Sicherheit gebracht worden und die beiden Fahrzeuge sowie der Kleinbus abtransportiert waren, konnten die Kräfte die Autobahn für den Verkehr wieder freigeben.


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