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Energie produzieren, selbst verbrauchen, sparen

Energie produzieren, selbst verbrauchen, sparen

3 Minuten Lesezeit (533 Worte)

Wie kann die Energiewende gelingen und sich dabei rechnen? Was können regionale Unternehmen dazu beitragen, sei es durch Effizienz, sei es durch Eigenproduktion von Strom und Wärme? Wie lässt sich sparen und geschickt investieren? Das waren die zentralen Fragestellungen eines Informationsabends, den die Sparkasse im Landkreis Schwandorf gemeinsam mit E.ON und Bayernwerk für Unternehmer aus der Umgebung veranstaltete.

Die Energiewende sei eine „historische Aufgabe“, untersrich Sparkassen-Direktor Werner Heß eingangs – und für Unternehmen sei die Energieversorgung eine absolute Zukunftsfrage. „Das Thema Kernenergie ist beendet“, begann E.ON-Vertriebsleiter Bernhard Prost sein Referat. Sein Unternehmen wolle sich nun als Dienstleister und Anbieter von grünem Strom am Markt etablieren.


„Eins ist sicher: Der Strompreis steigt“, erklärte Prost im Hinblick auf den „Steuerhunger“ der Bundesregierung. Steuern und Abgaben machten bereits jetzt rund die Hälfte des Strompreises aus. Daher laute das Motto der Stunde: Vom Consumer zum Prosumer (produzierenden Verbraucher). Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Photovoltaik (PV) und Speicher, E-Mobility und Eigenverbrauch seien die entsprechenden Themen.

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Das EEG erlaube Produzenten inzwischen eine Direktvermarktung, bei der die E.ON auf Wunsch die Makler-Rolle übernimmt (siehe S. 14/15). Neben der Optimierung der Erträge für eigenen Strom gehe es heute auch darum, die eigenen Einspar-Potentiale zu ermitteln. Einen erheblichen Anteil der Kosten dafür übernehme die BAFA. Prost erklärte, die E.ON helfe dabei, steuerliche Ausnahmeregeln zu finden und die optimale Abnahmemengen-/Preisstruktur. Bei „atypischer Abnahme“ außerhalb der Spitzenzeiten beispielsweise ließen sich Netzentgelte sparen.

Mathias Jakob von „Bayernwerk natur“, einer Sparten-Tochter, die sich hauptsächlich um KWK kümmert, sprach über die Möglichkeiten, die Kunden im Bereich ab 15 kW elektrisch offen stehen. Wichtig sei, dass mindestens 6000 Betriebsstunden im Jahr zusammen kommen. Die individuellen Erfordernisse jedes Unternehmens machten eine Lösung von der Stange so gut wie unmöglich, speziell auf Ist- und Zukunftsbedarf zugeschnittene Einzellösungen seien gefragt. Bei der KWK treibt ein Verbrennungsmotor eine Turbine an, die Strom erzeugt. Die Abwärme wird zum heizen – oder über einen Tauscher – zum Kühlen verwendet. Höhere Wirkungsgrade und weniger CO2-Ausstoß seien die Vorteile.


Klaus Burner von der E.ON erklärte, sein Unternehmen schätze, dass rund die Hälfte der 40.000 PV-Anlagen im Freistaat mit mehr als 30 kW/p „herrenlos“ seien – gemeint in dem Sinne, dass es den ursprünglichen PV-Projektanten nach den gesetzesmäßigen Einschneidungen in der Branche nicht mehr gibt. Servicemängel und Reparaturstau seien die Folge. Hier wolle die E.ON ebenso ansetzen wie beim Vertrieb neuer Anlagen samt Speicher für Gewerbe und Industrie. Strom lasse sich für 8 bis 12 Cent pro kW produzieren, im Einkauf koste das kW einer durchschnittlichen Firma 16 Cent. „Die große Politik in Berlin hat sich sehr gefreut, dass sich in dieser Thematik so ein großer Player engagiert“, so Burner.

Neben dieser wenig überraschenden Erkenntnis wartete Burner aber auch mit einem eher unbekannten Detail auf: Für Eigenverbrauch seien Ost-West-Dächer rentabler als Süd-Dächer. Sie deckten einen größeren Produktionszeitraum pro Tag ab, statt mittags eine schwer zu verbrauchende Spitze zu produzieren. Speicher helfen heute, Lastspitzen abzufedern und bei Bedarf Notstrom vorzuhalten. Die Qualität der Spannung bessere sich, über Lastenverschiebung gelinge oftmals der Wechsel vom Hoch- zum Niedertarif.
Bernhard Eschenbecher von der Sparkasse stellte die im Januar novellierten Zuschusskriterien des Staates zu den einzelnen Energie-Maßnahmen vor. Er erläuterte dazu eine breite Bandbreite von Möglichkeiten zur Finanzierung mit LfA- und KfW-Förderprogrammen.

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