Energieversorgung Wenzenbach bei Wirtschaftsministerin

Energieversorgung Wenzenbach bei Wirtschaftsministerin

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Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer und Vertreter der Energieversorgung Wenzenbach haben sich bei einem Gespräch im Bayerischen Landtag mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner über einen nachhaltigen, sicheren und wirtschaftlichen Ansatz zur Energiewende ausgetauscht.

„Ich verfolge die Arbeit der Energieversorgung Wenzenbach mit großem Interesse und halte ihren Lösungsansatz für eine Energiewende, basierend auf regionaler Energie, verbunden mit Wertschöpfung vor Ort, für sehr spannend. Deswegen habe ich mich, in Abstimmung mit dem Sprecher der Wenzenbacher CSU-Gemeinderatsfraktion, Dr. Rudolf Ebneth, auch sehr gerne eingesetzt und einen Gesprächstermin mit Wirtschaftsministerin Aigner in die Wege geleitet“, wie Stierstorfer ausführt. Dazu waren Geschäftsführer Jochen Stierstorfer und Prokurist Tobias Baierl von der Energieversorgung Wenzenbach, Projektleiter Nahstromwerk Christopher Schneider, Prof. Robert Leinfelder von der OTH Regensburg und CSU-Ortsvorsitzender und 2.Bürgermeister Ewald Fischer angereist.

Ungewohnt für Wirtschaftsministerin Aigner: die Gäste aus dem Landkreis Regensburg wollten bei der Gelegenheit gar keine staatliche Förderung für ihr Projekt einwerben, sondern der Wirtschaftsministerin ausschließlich ihren Ansatz für eine wirtschaftliche Energiewende mit regionaler Energieerzeugung, -speicherung und -verbrauch vorstellen.

Staatsministerin Aigner zeigte sich sehr interessiert und wird die Umsetzung des Gesamtkonzepts der Energieversorgung Wenzenbach GmbH gerne verfolgen. Sie regte an, sich mit dem Konzept um die Auszeichnung „Gestalter der Energiewende“ zu bewerben. Die Energieversorgung Wenzenbach GmbH bringe die Energiewende voran und das innovative Konzept hätte gute Aussichten ausgezeichnet zu werden.

INFO:

Die Energieversorgung Wenzenbach GmbH begann als Start-Up Unternehmen in der Gemeinde Wenzenbach (nördlicher Landkreis Regensburg) als Energieversorger am neu entstandenen Baugebiet am „Roither Berg“.

Hier werden 115 Parzellen auf 9,2 ha Südhang-Lage mit ca. 1,2 Mio. kWh Wärme pro Jahr und ca. 400.000 kWh Strombedarf pro Jahr beliefert.

Die Zentrale Energieversorgung erfolgt im eigenen Netz (Wärme, Strom) über Kraft-Wärme-Kopplung durch Blockheizkraftwerke im eigenen „Nahstromwerk“. Ebenso hat die EVW die hocheffiziente Straßenbeleuchtung im gesamten Neubaugebiet durch automatisch dimmbare LEDs implementiert.

Durch eine intelligente Steuereinheit in den einzelnen Übergabestationen, die durch Uni und OTH Regensburg entwickelt wurde, ist ein wirtschaftlicher Betrieb bis in die einzelnen Haushalte gegeben. Zusätzlich kann Strom aus dem öffentlichen übergeordneten Netz bedarfsorientiert hinzugefügt oder abgegeben werden. Die Synergieeffekte von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gehen dabei Hand in Hand.

Durch das genossenschaftliche Prinzip ermöglicht die EVW Nahstromwerk eG eine direkte Bürgerbeteiligung an den Nahstromwerken.

Die ersten Hausanschlüsse werden demnächst in Betrieb gehen, das Nahstromwerk der EVW nimmt im November seine Arbeit auf. Bis Ende 2016 werden ca. 15 Häuser angeschlossen, wobei bis 2020 die Anschlussrate von 100% erreicht wird.

Mit dem Projektvorhaben EVW Nahstromwerk 2 in Wenzenbach wird das kommunale Versorgungsgebiet in einem weiteren Schritt erstmals ganzheitlich in Betrachtung gezogen. Hier spielt die enge Zusammenarbeit mit Uni und OTH eine große Rolle in Hinsicht auf die wissenschaftliche Auswertung der vorhandenen Daten des Energieleitplans. Im Moment werden verschiedene Szenarien zusammen mit der Gemeinde Wenzenbach geprüft, um die Bürger der Gemeinde Wenzenbach zu informieren und den Mehrwert der EVW für Wenzenbach darzustellen. Hier wird es Anfang des kommenden Jahres auch eine Bürgerversammlung geben.


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