Polizei_Ingo_Kramarek_pixabay Symbolbild: © Ingo Kramarek, pixabay

Oberpfalz/Cerchov-CZ. Seit Sonntag, 10. Oktober, kam es um den Berg Cerchov (Tschechische Republik) zu einer großangelegten Suche nach einem Mädchen aus Deutschland. Die Achtjährige wurde am Nachmittag des 12. Oktober, auf tschechischem Hoheitsgebiet lebend aufgefunden.

Wie bereits berichtet wanderte am Sonntag, 10. Oktober, eine Familie (Vater, Mutter, deren zwei Kinder sowie ein Neffe) aus dem Großraum Berlin von Waldmünchen aus auf den Berg Cerchov. Nach derzeitiger Sachlage gingen die drei Kinder, zwei Jungen und ein achtjähriges Mädchen voraus und entfernten sich dabei von den Erwachsenen. Nachdem die Kinder daraufhin nicht mehr auffindbar waren, wurden Rettungskräfte verständigt. Während ein Sohn und der Neffe der Familie wieder aufgefunden werden konnten, blieb die achtjährige Tochter seit ca. 17 Uhr abgängig.

Von Sonntagabend bis Dienstagnachmittag wurden rund um die Uhr intensive Suchmaßnahmen auf tschechischer und deutscher Seite durchgeführt. Insgesamt waren mehr als 1.400 Suchkräfte insbesondere von Polizei, Bergwacht, Feuerwehren, THW und allen weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen im Einsatz. Es wurden unter anderem 115 Personen- und Flächensuchhunde, Polizeihubschrauber und Drohnen eingesetzt.

Am frühen Dienstagnachmittag kam schließlich die erlösende Meldung von Seiten der tschechischen Behörden, dass das Mädchen lebend auf tschechischem Hoheitsgebiet, ca. 3,5 km (Luftlinie) entfernt vom Gipfel des Cerchov aufgefunden wurde. Die Auffindeörtlichkeit lag in entgegengesetzter Richtung zum Ort ihres Verschwindens. Nach ersten Vermutungen wird davon ausgegangen, dass die Achtjährige immer wieder in Bewegung war und dabei mehrere Kilometer zu Fuß im Wald zurücklegte.

Aufgefunden wurde das Mädchen gegen 13.35 Uhr in einem unwegsamen Waldstück von einem tschechischen Förster, der in die Suche mit eingebunden war. Es war ansprechbar, äußerlich unverletzt, aber unterkühlt. Das vermisste Kind befand sich völlig erschöpft in einem Gebüsch und machte nicht auf sich aufmerksam. Das Mädchen wurde dem Rettungsdienst übergeben und befindet sich aktuell in stationärer Behandlung.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz bedankt sich bei allen tschechischen und deutschen Einsatzkräften und allen freiwilligen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Hervorzuheben ist die gewohnt vertrauensvolle, unbürokratische, länderübergreifende Zusammenarbeit mit den tschechischen Partnern.