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Erfassung historischer Kulturlandschaften

Erfassung historischer Kulturlandschaften

2 Minuten Lesezeit (477 Worte)

Schloss Theuern war Gastgeber für die Auftaktveranstaltung zum LEADER-Kooperationsprojekt „Erfassung Historischer Kulturlandschaftselemente“. Für dieses Projekt haben sich 12 Lokale Arbeitsgruppen (LAGs) aus Mittelfranken, Oberfranken und der Oberpfalz zusammengeschlossen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege soll modellhaft eine Datenbank aufgebaut werden, in die fortlaufend Kulturlandschaftselemente eingetragen werden. Das Ziel ist eine einheitliche bayernweite Erfassung. Kulturlandschaftselemente können beispielsweise Felsenkeller, Streuobstanlagen, Hutanger, alte Obstbäume in freier Flur, Mittel- und Niederwälder, Wehre, Mühlbäche, Altstraßen, Grenzsteine, Wallgräben, Heiligenfiguren oder Steinkreuze sein.

 

Das Projektgebiet reicht vom Taubertal im Westen bis in den Oberpfälzer Wald im Osten. Schon von den naturräumlichen Voraussetzungen haben sich hier sehr unterschiedliche Kulturlandschaften herausgebildet. Im Taubertal befinden wir uns im Muschelkalk mit Weinbauklima. So sind hier die mächtigen hangabwärts laufenden Steinriegel besonders prägend. Im Zentrum des Projektgebietes liegt der Jurazug, der wieder von sehr eigenen Kulturlandschaftselementen geprägt ist wie beispielsweise von Felsen durchsetzten Wacholderhängen an den Talhängen oder Hüllweihern in den Dörfern auf der Hochfläche. Als Teil des ostbayerischen Grundgebirges besitzt der Oberpfälzer Wald auch infolge seines schon etwas raueren Klimas wieder ganz eigenständigen Charakter.

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Ebenso grundlegend für die Herausbildung eigenständiger Kulturlandschaften sind die territorialen Verhältnisse vor der Säkularisation. Diese sind in der Oberpfalz einheitlich, sie war Teil des Kurfürstentums Bayern. In Franken dagegen war die Situation stark zersplittert. Neben den großen evangelischen Landgebieten der Markgrafschaft Ansbach und den Reichstädten mit großem Landgebiet wie Nürnberg und Rothenburg finden sich auch katholische Gebiete wie die Hochstifte Bamberg und Eichstätt oder das Schwarzenberger Land. Für den geschulten Blick ist es auf den ersten Blick erkennbar, ob man sich in einem katholischen oder evangelischen Gebiet befindet – in Letzterem fehlen beispielsweise jegliche religiöse Flurdenkmäler. Für das Bamberger Land ist die noch verbreitete Bierkultur prägend, was sich an den allgegenwärtigen Sommerkellern zeigt, wo häufig auch selbst gebrautes Bier ausgeschenkt wird.

Zentral für das auf drei Jahre angelegte Projekt ist die Mitarbeit von Ehrenamtlichen aus den jeweiligen Heimatregionen Bayerns und so auch aus dem Amberg-Sulzbacher Land. Die Ehrenamtlichen können ihr vorhandenes Wissen einbringen und sollen darüber hinaus in Workshops für die Kartierung geschult werden. Im Januar wird dazu eine zentrale Informationsveranstaltung stattfinden. Schon jetzt können sich zudem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger den 17. Februar 2018 frei halten: an diesem Samstag findet im König-Ruprecht-Saal im Landratsamt Amberg-Sulzbach die Schulung der Ehrenamtlichen zur Erfassung der Elemente statt. Vorwissen ist dabei nicht erforderlich.

Für Fragen zu dem Projekt steht Maria Schmalzl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 09621/39-171) gerne zur Verfügung. Auch können bei ihr Projektideen für neue LEADER-Projekte eingereicht werden.

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