AF178F3D-AC1A-43CB-85E9-5980FB4D5E7D Foto: Arne Trautmann

Schwandorf/Regensburg. Noch vor Saisonstart am 1. März  waren schon am vergangenen Wochenende viele Motorradfahrer unterwegs und es kam bereits zu mehreren schweren Unfällen. Die Johanniter liefern wichtige Tipps zum Verhalten bei Motorradunfällen.

Gerade zum Anfang der Motorradsaison sind die Gefahren enorm. Christian Schwendtner von der Johanniter-Motorradstaffel in Regensburg erklärt:


„Autofahrer müssen sich nach den Wintermonaten erst wieder an die leicht zu übersehenden Motorräder gewöhnen. Zudem steht derzeit die Sonne noch recht tief, sodass Verkehrsteilnehmer geblendet werden und die Biker schlicht übersehen. 
Man sollte jetzt noch genauer hinschauen, ein Schulterblick beim Spurwechsel kann beispielsweise viele Unfälle vermeiden. Ganz wichtig ist, dass Autofahrer vor dem Abbiegen oder beim Spurwechsel rechtzeitig blinken. Für Motorrad- wie Autofahrer gilt: Auf kurvigen Straßen unbedingt auf der eigenen Spur bleiben."

Typische Verletzungen bei Motorradunfällen sind Knochenbrüche, schwere Hautabschürfungen oder Rückenverletzungen, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer immer geeignete Schutzkleidung tragen. „Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall kaum mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk sollte auch die Knöchel schützen", so der Experte der Johanniter.

Helm muss bei Bewusstlosigkeit von Ersthelfern abgenommen werden.
Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommt, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit den Helm abnimmt. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte diese assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Dann wird die Notrufnummer 112 gewählt.

Wer so handelt, rettet Leben. Die Johanniter empfehlen daher eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Unter www.johanniter.de/ostbayern gibt es weitere Infos und Kurstermine.