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Exkursion der Akademie Ostbayern ins Altmühltal

Exkursion der Akademie Ostbayern ins Altmühltal

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Das aktuelle Thema „Nachhaltigkeit“ begleitete die Exkursionsteilnehmer der Akademie auf ihrer Fahrt in den Naturpark Altmühltal. Nach dem Besuch des Klosters Plankstetten, einem spirituellen Zentrum und ökologischem Klosterbetrieb, standen Impulsreferate unter dem Motto „Nachhaltigkeit global – regional“ von Vertretern der OTH Amberg-Weiden im Mittelpunkt. Danach ging es weiter zum 1100 Jahre alten Ort Berching, der zu den Citta-Slow-Städten zählt.

Die jüngste Exkursion der Akademie Ostbayern, die ganz der Thematik „Nachhaltigkeit“ gewidmet war, führte ins beschauliche Altmühltal. Erste Anlaufstation war hier die Benediktinerabtei Plankstetten. Das „grüne“ Kloster mit seiner ökologischen Kreislaufwirtschaft gilt als innovativer LernOrt, an dem gerne aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert werden. Akademie-Vorsitzender Dr. Peter Deml freute sich hier Prof. Dr. Bernhard Bleyer und M.Sc. Alexander Herzner vom Institut für Nachhaltigkeit und Technik an der OTH Amberg-Weiden, begrüßen zu können. „Wir wollen die Forschungslandschaft der Oberpfalz kennenlernen und erschließen. Die Akademie habe gute Verbindungen, unter anderem zur Technischen Hochschule“, betonte Dr. Deml.

In einem Impulsreferat beschäftigte sich Alexander Herzner mit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung deren Notwendigkeit durch die Betrachtung von Generationengerechtigkeit sowie den Belastungsgrenzen des Planeten vor Augen geführt wurde.„Die Erde wird sich mit oder ohne uns weiterdrehen. Vier Planeten bräuchten wir, wenn wir auf dem gleichen Level wie heute unsere Ressourcen ausbeuten“, erklärte der Sprecher. Er verwies auf eine Studie, welche die Belastungsgrenzen beim Ozonloch, der Verschmutzung durch Chemikalien, der Ozeanversauerung oder beim Süßwasserverbrauch aufzeigt. Jenseits der Grenzen befinden wir uns schon bei der Klimakrise, dem Artensterben und beim Stickstoffkreislauf. „Bei der Partikelverschmutzung der Atmosphäre liegen noch keine Daten vor“, so Herzner. In unseren Meeren landen die meisten Plastikabfälle. Jeden Tag werden bei uns 50 Lkw-Ladungen Plastik weggeworfen.  

Anhand eines Dokumentarfilmes zeigte Prof. Bernhard Bleyer die Auswirkungen des oft gedankenlosen Wegwerfens von Kunststoffen, die sehr vielfältig sind. Um auch hier der globalen Nachhaltigkeit gerecht zu werden, wurden im sogenannten Brundtland-Report durch die UN 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die von Armutsbekämpfung, Wohlbefinden und Bildung über Wirtschaftswachstum bis zu den verschiedensten Umweltsphären reichen. Die Komplexität dieser Ziele wurde am Beispiel der Plastikverschmutzung unseres Planeten anschaulich und auf den Lebensalltag der Zuhörer angewendet verdeutlicht. „Wichtig sind hier vor allem die Bekämpfung der Armut und die Vermeidung von Hungersnöten, denn Ressourcen sind immer begrenzt, so Bleyer. Ergänzend fügte Kollege Herzner an, dass im Sommer ein Gesetz verabschiedet wird, dass Firmen verpflichtet Nachhaltigkeitsberichte zu veröffentlichen. 

Im Klostergut Plankstetten leben und arbeiten 16 Mönche. Herzstück des 1129 gegründeten Klosters ist die reich ausgestattete Klosterkirche mit seinen verschiedenen Stilrichtungen. Frater Patrik zeigte sie den Besuchern und führte sie bis in die Krypta und zur Gruft. Zum Mittagessen wurde danach in der Klosterschenke eingekehrt, wo es natürlich Plankstettener Bio-Gerstensaft und Nahrungsmittel aus bester Bioland-Qualität gab. Alle Klosterbetriebe (Bäckerei, Metzgerei, Landwirtschaft und Gemüsebau) arbeiten nach Bioland-Richtlinien, erläuterte Frater Richard Schmidt im Ortsteil Staudenhof. Der Ökonom begleitet die Besucher zu den Stallungen, sprach über Agrartechniken und stellte die Wichtigkeit heraus, den Bezug zur Natur nicht zu verlieren. „Über 360 Hektar werden hier mit sechs Mitarbeitern nachhaltig und ökologisch bewirtschaftet“ unterstrich der Leiter der Bio-Landwirtschaft.  

„Nicht langsam, nur weniger hektisch“ heißt das Motto der Stadt Berching, die vor allem durch ihren Rossmarkt bekannt ist. Der mittelalterliche Ort mit seinen 13 Türmen zählt zu den Citta-Slow-Städten, eine Internationale Vereinigung lebenswerter Städte. An der Schiffsanlegestelle traf sich die Reisegruppe mit Christian Eisner vom Stadtentwicklungsverein. Dieser informierte über Nachhaltigkeitsstrategien und Erfahrungen die gemacht wurden. Über die Uferpromenade des Main-Donau-Kanals ging es anschließend zur Besichtigung der historischen Altstadt, die von der gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren Türmen, Toren und größtenteils restaurierten Häusern umschlossen wird. Das mittelalterliche Kleinod im Tal der Sulz zeigt ein geschlossenes Stadtbild. „Rund um den Marktplatz herrscht ein ausgeglichenes Bild, das einem Fassadenprogramm geschuldet ist“, erklärte der Führer. Die Stadtväter haben sich den Kopf unter dem Leitsatz „Wir machen uns Gedanken wie wir leben wollen“ zerbrochen. 15 Citta-Slow-Städte gibt es in Deutschland, in denen Nachhaltigkeit ein Kernelement ist, worauf man sehr stolz ist. „Man hat zahllose Gespräche und Diskussionen geführt, wobei auch vieles versandete, erzählte Eisner den Akademie-Mitgliedern. Deren Organisator Hans Fischer zeigte sich beeindruckt und stellte eine Parallele zur Heimatstadt Neunburg her, wobei er meinte: „Wir bräuchten auch so einen Kümmerer, der den Cittaslow-Gedanken umsetzt.

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