Fahrsicherheitstraining im Feuerwehrauto

Fahrsicherheitstraining im Feuerwehrauto

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Das Führen eines Feuerwehrfahrzeugs unter Einsatzbedingungen stellt an die Fahrer sehr hohe Anforderungen. Der Landesfeuerwehrverband organisiert deshalb in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) ein Fahrsicherheitstraining für Freiwillige Feuerwehren. Und so ernteten die Fahrzeuge der Wehren Iber, Michelfeld, Poppenricht, Rieden und auch Vilshofen, die am Samstag schon vor acht Uhr beim Gerätehaus standen, erstaunte Blicke.Durch Fahrlehrer Gerd Weinzierl von der gleichnamigen Nittenauer Fahrschule wurden den Fahrern der Einsatzfahrzeuge im Schulungsraum des Gerätehauses theoretische Kenntnisse über die Fahrphysik vermittelt. Kreisbrandinspektor Hubert Blödt dankte den Verantwortlichen der Vilshofener Wehr mit stellvertretendem Kommandanten Markus Albrecht an der Spitze, die den Schulungsraum zur Verfügung stellte und auch für die Verpflegung sorgte. Sein Dank galt neben Fahrlehrer Gerd Weinzierl auch Kreisbrandmeister Martin Schmidt, Feuerwehrmann und Fahrlehrer aus Grafenwöhr, der das Training organisiert und begleitet. Um die Fahrer bei Einsatzfahrten mehr Routine und Sicherheit zu vermitteln, so KBI Blödt, würden sie im praktischen Teil an ihre fahrerischen Grenzen herangeführt. „Verkehrssicherheit heißt, das Fahrzeug zu beherrschen“, ging Fahrlehrer Weinzierl gleich in die Vollen.

Wichtig sei, betonte er, die richtige Sitzposition, beim Lenken eine saubere Übergreiftechnik und wenn eine Notbremsung angebracht sei „so a richtige Büffelschlagtechnik – so richtig draufdreschen“. Fliehkraft, Grenzgeschwindigkeit, Reifenhaftung, Haftungsgrenze, Bremsen in der Kurve waren weitere Schlagworte bei der interessanten theoretischen Vorbereitung auf den praktischen Teil der Schulung auf dem Campingplatz hinter dem Waldhotel in Kreuth. Beruhigend die Versicherung des Fahrlehrers „Wenn ihr nirgends antippt kann das Ding nicht kippen – aber kritisches Verhalten … ja“. Zwei TSF Kleinlöschfahrzeuge, ein MLF 10, ein LF 8 und ein LF 16 starteten dann nach Kreuth, wo mehrere Vilhofener Wehrmänner schon Vorbereitungen getroffen hatten.

Nach einer Kolonnenfahrt um die Pylonen hieß es dann – immer über Funk geleitet – vier- bis fünfmalige separate Fahrt mit jeweils erhöhter Geschwindigkeit und auch Stabilisierung des Fahrzeugs bei „Büffelbremsung“. Nerven behalten hieß es beim Kreisfahren „mit langsamen Herantasten an die Grenzgeschwindigkeit“. Oder als die Fahrzeuge bei nasser Teerdecke an die Grenzen der Reifenhaftung kamen. Alles ging glatt, Weinzierl hatte alles im Griff, die Fahrer hatten viele neue Eindrücke gewonnen, Erfahrungen grsammelt– so das Resümee bei der Manöverkritik im Gerätehaus. Für Riedens Bürgermeister Erwin Geitner war das Training wichtig, „um auh die Fahrzeugreaktion in extremen Situationen kennen zu lernen“. Am Sonntag startete das ganze mit fünf anderen Mannschaften und anderen Fahrzeugen – Kreisbrandrat Fredi Weiß kam, um sich zu informieren.


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