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A87C681C-191F-4EAF-8FE3-055EA9DD6149 Wahlleiter Dr. Harald Schwartz überreicht dem neuen und alten Vorsitzenden eine Wickie-Figur – sinnbildlich für Fürackers zündende Ideen.

Finanzminister Füracker bleibt Chef der Oberpfalz-CSU

2 Minuten Lesezeit (486 Worte)
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Der bisherige Bezirksvorsitzende der Oberpfälzer CSU ist auch der neue. Am Samstagvormittag haben die Bezirksdelegierten den bayerischen Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, abermals zum Vorsitzenden gewählt. Er konnte von 174 abgegebenen Stimmen 163 auf sich vereinen und erhielt damit eine Zustimmung von 93,7%. 

Auch seine vier Stellvertreter, Sylvia Stierstorfer aus Regensburg, Alexander Flierl aus Schwandorf, Dr. Harald Schwartz aus Amberg und der Landrat von Neustadt an der Waldnaab, Andreas Meier wurden im Amt bestätigt. 

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder in einer einstündigen Rede zunächst aktuelle Themen aufgegriffen. Dabei ging er auf das Ergebnis der Europawahl ein und zeigte sich tief betrübt, dass der Spitzenkandidat Manfred Weber nun nicht Kommissionspräsident werden könne und zollte ihm für seinen Verzicht auf die Kandidatur höchsten Respekt.

Für die Tatsache, dass bei der Möglichkeit, mit Ursula von der Leyen nach 60 Jahren erstmals wieder eine deutsche Person an die Spitze der EU zu stellen, ausgerechnet Deutschland sich wegen der Ablehnung der SPD seiner Stimme enthalten musste, hatte Söder hingegen keinerlei Verständnis. In Richtung des Berliner Koalitionspartners wetterte er: „Man kann mittlerweile nicht mal mehr Mitleid haben, schön langsam reicht es mit dem Verhalten der SPD."

Dann ging der Ministerpräsident auf die Bedeutung des Bezirks Oberpfalz für die CSU mit ihren 18884 Mitgliedern ein. Nirgendwo sonst in Bayern trete die Verflechtung der Bevölkerung und ihre Identifikation mit der Heimat deutlicher zutage. Die Wahlergebnisse seien in ihrer Deutlichkeit „einzigartig auf dem europäischen Kontinent". 

Auch die Achse Franken-Oberpfalz, ließ Söder durchklingen, sei von größter Bedeutung. Sowohl der Regierungschef als auch der Finanzminister betonten, dass die Dinge wirtschaftlich in Bayern gut liefen, man sich darauf jedoch nicht ausruhen dürfe. „Wir leben in einer Zeit, die von uns mehr abverlangt, als wir uns manchmal eingestehen", sagte Söder und fügte hinzu: „'Made in Bavaria' muss unser Verkaufsschlager heißen." Es müsse sich noch eine ganze Menge ändern, damit vieles so bleibe, wie es ist, so Söder weiter. Ein Fels in der Brandung zu sein, habe nur Sinn, wenn Brandung vorhanden sei. Ein Fels in der trockenen Wüste stehe einfach nutzlos in der Gegend herum.

Auch Füracker meinte, es bringe „überhaupt nichts zu sagen, wie toll wir alles in der Vergangenheit gemacht haben". Er warb dafür, sich „nicht in den letzten Waggon der der technischen Entwicklung zu setzen und zu hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommen" werde, sondern sich als Lokomotive zu behaupten. Die Voraussetzungen sind laut Füracker gegeben, da die Oberpfälzer Bevölkerung sowieso schon über ein hohes Maß an natürlicher Intelligenz verfüge. „Jetzt treffen künstliche und natürliche Intelligenz zusammen", so der Finanz- und Heimatminister.

Als kleines Geschenk für seine Wiederwahl erhielt der aus Lupburg (Lkr. Neumarkt i. d. Opf.) stammende Füracker eine Plüschfigur des Wikinger-Kindes Wickie. Laut Dr. Harald Schwartz komme auch Füracker in diffizilen Situationen stets auf zündende Ideen. Ob er sich dafür ebenfalls zuvor die Nase reiben muss, ließ Schwartz unbeantwortet.


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