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FWG_Nittenau_2 Die neu gewählte Vorstandschaft mit Bürgermeister Benjamin Boml, Stefan Jobst, Christina Wurm, Michael Prasch, neue Vorsitzende Birte Schramm, Alexander Fenk, Maria Weber (von links) Bild: © Dr. Roland Gebhard

Freie Wähler Nittenau wählen Birte Schramm an die Vereinsspitze

4 Minuten Lesezeit (824 Worte)

Nittenau. Neuwahlen kennzeichneten die Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Nittenau am Dienstagabend beim Gasthaus Schmidbauer in Muckenbach. Der scheidende erste Vorsitzende und erster Bürgermeister Benjamin Boml zeigte sich sehr erfreut, die zahlreichen Mitglieder endlich wieder in Präsenz begrüßen zu können.


Unter den Gästen befanden sich MdL Joachim Hanisch, Vorsitzender des Kreisverbands und stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbands der Freien Wähler Dieter Jäger, sowie der Kandidat der Freien Wähler Wahlkreis Schwandorf/ Cham für die Bundestagswahl im September, Christian Schindler.

Bomls Rückblick auf die Vereinsveranstaltungen im Jahr 2020 fiel pandemiebedingt relativ kurz aus. Dennoch konnte er bei seinem Bericht voller Stolz auf den wohl erfolgreichsten Tag in der Geschichte der Freien Wähler Nittenau zurückblicken: Der Erfolg im März 2020, bei dem er zum ersten Bürgermeister der Stadt Nittenau wurde und mit ihm acht weitere Freie Wähler zu Stadträten bzw. Karl Heinz Stich zum 3. Bürgermeister gewählt wurden, sei der Lohn für die konsequente und akribische Arbeit der Freien Wähler. 

Stets mit dem Ohr am Bürger und der großartigen Vorarbeit der Freien-Wähler-Räte aus den vergangenen Legislaturperioden konnte dieses Ziel erreicht werden, nun größte Fraktion im Nittenauer Stadtrat zu sein. „Dem großen Vertrauensvorschuss, den uns unsere Wählerinnen und Wähler gegeben haben, wollen wir jetzt auch Rechnung tragen und wollen uns größte Mühe geben, keinen von ihnen zu enttäuschen", so Boml weiter. Ein paar Themen aus dem Wahlkampf konnten sogar schon umgesetzt oder zumindest in die Wege geleitet werden. So hat man sich nun endgültig von der Idee zum „Haus des Flusses" verabschiedet, eine Storchenprämie eingeführt, ein Jugendparlament gegründet und sich für die Befahrbarkeit der Regenbrücke bis Baubeginn eingesetzt, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Zum Ende seiner Ausführungen erklärte Boml, aus zeitlichen Gründen nicht mehr für die Wiederwahl zum ersten Vorsitzenden zu kandidieren. Er erklärte seine Bereitschaft für ein Amt innerhalb der Vorstandschaft, doch möchte er die Führung des Vereins in neue Hände legen. Er verabschiedete und dankte Otto Storbeck und Christian Sonnleitner für ihre Arbeit, da beide ebenfalls nicht zur Wiederwahl in die Vorstandschaft zur Verfügung standen. Weiterhin dankte er Heinrich Hofstetter für seine 18-jährige Tätigkeit im Stadtrat für die Freien Wähler und überreichte ihm als Anerkennung einen Präsentkorb.

Anschließend richtete MdL Joachim Hanisch ein Grußwort an die Versammlung. Er bezeichnete das Wahlergebnis der Freien Wähler Nittenau – allem voran die Wahl Bomls zum ersten Bürgermeister – als eine der großen Sensationen im gesamten Landkreis Schwandorf. In einem kurzen Bericht über seine Arbeit im Landtag erzählte Joachim Hanisch, dass man unter anderem daran arbeite, die Jugend stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen. Auf kommunaler Ebene versuche man, das Wahlalter auf 16 Jahre herunter zu setzen.

Dieter Jäger ging in seinen darauffolgenden Ausführungen ebenfalls auf die großen Erfolge der Freien Wähler im gesamten Landkreis Schwandorf ein. In insgesamt 23 der 33 Gemeinden im Landkreis haben die Freie Wähler Listen aufgestellt. Sie stellen aktuell wieder genauso viele Kreisräte, wie in der Legislaturperiode zuvor und auch den stellvertretenden Landrat. Aus drei Bürgermeistern im Landkreis wurden im März 2020 sogar sieben. Er dankte den Nittenauer Freien Wählern, die Benjamin Boml auf seinem Weg zum Bürgermeisteramt so tatkräftig unterstützt haben und dies mit Sicherheit auch weiter tun werden. Jäger ist der Meinung, dass die „Bley-Baustelle Nittenau" aufgelöst werden muss. Und Boml macht mit seiner Arbeit erste Schritte dahin.

Der Freie Wähler Kandidat für die Bundestagswahl, Christian Schindler, stellte sich und seine Person kurz vor. Mit seiner Kandidatur möchte er erreichen, dass der ländliche Raum in Bayern im Bundestag stärker vertreten wird und ihm die Stimme zurückgeben wird, die die CSU nicht mehr sein will. Die Freien Wähler glänzen durch die Politik, die sie machen: Eine freie und unabhängige Politik ohne Ideologie, mit gesundem Menschenverstand und Pragmatismus.

Im folgenden Bericht sprach Kassier Michael Prasch von einem soliden Kassenstand, der nicht zuletzt der äußerst positiven Entwicklung der Mitgliederzahlen über die letzten beiden Jahre geschuldet ist.

Als nächster Tagesordnungspunkt standen Neuwahlen auf dem Programm. Einstimmig wählten die Mitglieder Birte Schramm zu ihrer neuen Vorsitzenden. Benjamin Boml wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Als gleichberechtigte zweite Vorsitzende wurde Christina Wurm im Amt bestätigt. Als Schriftführerin fungiert nun Maria Weber und für das Amt des Kassiers wurde Michael Prasch wiedergewählt. Ebenso wurden drei Beisitzer einstimmig gewählt: Diese sind nun Florian Doll, Stefan Jobst und Alexander Fenk. Die Kasse wird in den nächsten Jahren von Christine Steinert und Maria Seidl geprüft. Zu Delegierten wählte die Mitgliederversammlung Karl-Heinz Stich, Stefan Zwicknagl, Georg Lanzl, Georg Schmidbauer, Birte Schramm und Dr. Roland Gebhard.

Den Abschluss der Versammlung übernahm die neu gewählte Vorsitzende Birte Schramm. Sie freue sich sehr über das ihr geschenkte Vertrauen und auf die ihr übertragene Aufgabe, den Verein der Freien Wähler Nittenau zu führen. Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person und ihrer Ziele für die Zusammenarbeit zwischen der Freien-Wähler-Fraktion und des Vereins, wagte sie einen kurzen Ausblick auf anstehende Veranstaltungen. Dazu zählt unter anderem ein Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Freien Wähler Nittenau.

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Stellvertretender Bezirksvorsitzender der FW Dieter Jäger, MdL Joachim Hanisch, Bundestagskandidat Christian Schindler, Bürgermeister Benjamin Boml  (von links)   Bild: © Dr. Roland Gebhard
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