Friedensfahrradtour zu den letzten Atomwaffen

Friedensfahrradtour zu den letzten Atomwaffen

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Da das Militär keine Probleme löse, sollten zumindest die Trupenübungsplätze Hohenfels und Grafenwöhr in Form von Nationalparks an die Oberpfälzer zurück gegeben werden. Dies forderte bei der Vorstellung der Friedensfahrradtour 2015 der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinte Kriegsgegner (DFGVK) im Bayerischen Hof in Sulzbach-Rosenberg der Vorsitzende der Gruppe Oberpfalz Willi Rester. Gleichzeitig sprach sich der Referent für die verstärkte wirtschaftliche Förderung der Region um die Truppenübungsplätze aus. Die Friedensfahrradtour sei eine Bewegung für Körper und Geist, wobei der Körper das Fahrrad bewege und der Geist das Thema Frieden, habe ein langjähriger Mitfahrer die Radtour philosophisch bezeichnet, stellte der DFG-VK Vorsitzende Willi Rester den Ausführungen voran.

2015 starten die Friedensradler im Landkreis Amberg-Sulzbach und streben als Zielpunkt Büchel in der Eifel als letzten Atomwaffenstützpunkt in der Bundesrepublik an. Diese Fahrradtour sei definitiv keine Sportveranstaltung, denn Tagesetappen von 50 bis 80 Kilometern können auch von Alltagradlern bewältigt werden, schilderte Rester, der seit Jahren mit von der Partie ist. Vor Kasernen und Rüstungsbetrieben sind Aktionen und Infostände geplant, in Städten und Gemeinden würden Gespräche mit Bürgern und Kommunalpolitikern angestrebt. Niemand solle den Arbeitsplatz verlieren, aber Konflikte wurden nie militärisch gelöst, wie der grandios gescheiterte Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wieder einmal bewiesen habe.


"Würde das Geld, dass in Grafenwöhr und Hohenfels für Rüstung ausgegeben werden, für die Ansiedlung von Betriebe in Form von Wirtschaftsförderung verwendet, dann könnten eine Vielzahl von neuen zivilen Arbeitsplätzen entstehen. Aber dazu müssten die politisch Verantwortlichen, insbesondere die bayerische Staatsregierung die ideologischen Scheuklappen ablegen und Strukturpolitik im ländlichen Bereich  betreiben", kritisierte der Referent.

Aber auch wenn es sich um ein ernstes Thema handelt, bleibe genügend Zeit für Spaß und Unterhaltung und  sich mit der Region vertraut zu machen, kündigte der ehemalige Bundeswehrsoldat an. Während der Dienstzeit wuchsen seine Zweifel am Sinn der Bundeswehr und als Konsequenz daraus verweigerte er den Kriegsdienst, wie er in einem Gespräch schilderte. Während der Panzerausbildung lernte er die herrliche und unzerschnittene Landschaft in den Truppenübungsplätzen Hohenfels und Grafenwöhr kennen,  in der sich die Tier und Pflanzenwelt relativ ungestört erhalten und entwickeln konnte. „Wenn Militär schon keine Konflikte löst, gehört es abgeschafft und die Truppenübungsplätze in Form von Nationalparks an die Oberpfälzer zurückgegeben.“  Weitere Informationen sind unter www.dfg-vk-bayern.de erhältlich.

 


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