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Frühlings-Erwachen“ im Oberpfälzer Volkskundemuseum

Frühlings-Erwachen“ im Oberpfälzer Volkskundemuseum

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Mit sanften und entspannten Tönen von Andreas Januschke auf der Akustikgitarre startete man in den Abend bei der Vernissage „Frühlings-Erwachen“ von Brigitta Weigl im Oberpfälzer Volkskundemuseum, stellte Bürgermeister Thomas Gesche bei der Begrüßung der Gäste fest. Bei der Vernissage gaben der stellvertretende Landrat Jakob Scharf, sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Schulen, Pfarrgemeinden, Vereinen und Institutionen der Künstlerin die Ehre.

„Dies ist die erste Kunstausstellung des Jahres, die von einer bekannten Künstlerin aus Maxhütte-Haidhof geschaffen und realisiert worden ist. „Es ist immer wieder spannend, die Künstlerinnen und Künstler aus der Region in ihrem langen Schaffensprozess zu beobachten, und ich denke, dass gerade der Name Gitta Weigl, mit ihren vielfältigen Aktivitäten, für die meisten buchstäblich Bände spricht. Mit ihrem großen Kunst-Garten, den sie immer wieder für Besucher öffnet, mit ihren „Tagen des offenen Ateliers“, mit ihren so unendlich kreativen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten – es vergeht kein Jahr, in dem Frau Weigl nicht mit neuen, oft spektakulären Aktionen, an die Öffentlichkeit tritt“, so Gesche.

Das Motto „Frühlings-Erwachen“ bezieht sich auf all das Schöne und Blühende, was die Menschen in den kommenden Wochen erfreuen wird und was auch Brigitta Weigl immer wieder zu neuem Schaffen anregt. In ihrem Haus stapeln sich mittlerweile die Bilder aus den unterschiedlichsten Schaffensperioden, wie sie im Gespräch mit dem Ostbayern Kurier zugab. Gerade in der nun einsetzenden warmen Jahreszeit hat man wieder Lust, ins Freie zu gehen, Farben, Düfte und die ersten warmen Sonnenstrahlen zu genießen und den Winter mit seinen dunklen Momenten hinter sich zu lassen. Auf diese Reise nimmt Brigitta Weigl, mit ihren Bildern, die Besucher der Ausstellung mit.

Dr. Margit Berwing-Wittl, die die Laudatio für die Künstlerin übernahm, sagte: Gitta und ich stammen beide aus dem hohen Norden, und so sehr wir inzwischen hier verwurzelt sind, habe ich doch das Gefühl, dass wir Nordlichter eine besondere Freude an Licht, Wärme, Wind und einem strahlend blauen Himmel haben, und wo könnte man das – außer natürlich an Nord- und Ostsee – besser genießen als im schönsten Bundesland Deutschlands, in Bayern und der Oberpfalz. Gitta Weigl, die ja auf ihrem großen Anwesen in Maxhütte-Haidhof, auf einem ehemaligen Bergbaugelände, ein natürliches und zugleich ein selbst geschaffenes Paradies tagtäglich vor Augen hat. Sie hat durch ihr langes Schaffen über rund fünf Jahrzehnte, viele künstlerische Techniken ausprobiert und entwickelt. Sie malt Aquarelle genauso souverän wie Bilder in Öl und Mischtechniken. Sie fertigt Collagen und Mosaike, bearbeitet Holz, Glas und Stein. Je nachdem, wie es zu dem Bildmotiv passt, das sie festhalten will, je nachdem auch in welcher Stimmung sie sich gerade befindet, stellte Dr. Berwing-Wittl fest.

Begonnen hat die Künstlerin mit einem Experiment: der Hinterglasmalerei. Da diese Ausstellung auch ein bisschen zeigen soll, wie die künstlerische Entwicklung von Gitta Weigl verlaufen ist, wird auch das eine oder andere Bild aus ihren Anfangsjahren gezeigt. Die Künstlerin setzt Licht und Farbe hervorragend um, das findet sich selbstverständlich vor allem, aber nicht nur in der belebten Natur, in der Landschaft, im Garten oder in Wald und Flur. Auch ein Haus und eine Stadt verändern sich mit den Jahreszeiten, leuchten im Sonnenlicht oder verstecken sich hinter Nebelgrau. Gebäude und Silhouetten bekommen im richtigen Licht einen ganz eigenen Zauber, den Gitta Weigl in Bildern festhält.

Bei der Ausstellung kann man auch Perspektiven auf Kallmünz, in das Naabtal und auf die Stadt Burglengenfeld mit ihren markanten, allseits bekannten Türmen und alten Gemäuern, den Kirchen und dem Fluss, die durch die Interpretation der Künstlerin einen ganz eigenen Ausdruck und eine neue Qualität erlangen, sehen. Es sind nicht vordringlich Ansichten der Ferne, die uns Brigitta Weigl hier bietet, also keine schönen Bilder vom Meer oder aus der Wüste (einige Toskana-Bilder sind im Gang draußen immerhin dabei, weil sie das unvergleichliche Frühlingslicht repräsentieren), sondern es sind Bilder aus der nächsten Umgebung, Eindrücke und Ansichten, die man kennt und dennoch so noch nie gesehen hat. Das macht Spaß, das macht neugierig, das motiviert auch den Betrachter, in dieser Jahreszeit hinaus zu gehen und mit offenen Augen, unsere Stadt und unsere Landschaft, zu bewundern, so Dr. Berwing-Wittl. Gitta Weigl gelingt es so, den Besucher mitzunehmen, auf einen romantischen Spaziergang, durch die Umgebung. Die Ausstellung ist bis zum 20. März jeweils Mittwoch bis Freitag und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung zu sehen. Am Dienstag, dem 01. März wird die Künstlerin abends, zu einer persönlichen Führung, hier in der Ausstellung anwesend sein.

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